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Online-Bewerbungen werden immer beliebter. Während die klassische gedruckte Bewerbung für viele Arbeitgeber nicht mehr das Mittel der Wahl ist, spielt der digitale Versand der eigenen Unterlagen eine immer wichtigere Rolle. Nach der E-Mail-Bewerbung steigt nun auch der Stellenwert von Online-Bewerbungen. Die eigenen Angaben machst du dabei direkt in einem Bewerbungsformular. Egal, auf welchem Weg du deine Unterlagen digital versendest – die folgenden zehn unnötigen Fehler solltest du dabei unbedingt vermeiden.

Nahaufnahme einer Tastatur, auf deren Enter-Taste "Jetzt bewerben" steht

Der neue Standard: digital statt postalisch

Die gedruckte Bewerbung gilt in vielen Branchen fast schon als Relikt aus vergangenen Zeiten. Viele Unternehmen betonen, dass sie E-Mail-Bewerbungen vorziehen – oder legen sogar fest, dass sie gar keine postalischen Bewerbungen erhalten möchten. Die E-Mail-Bewerbung ist längst zum Standard geworden. Dabei stellst du deine Unterlagen ebenso zusammen wie bei einer gedruckten Bewerbung auch – nur, dass du diese eben nicht per Post, sondern per Mail versendest. Inzwischen hat sich noch eine weitere Variante hinzugesellt: die Online-Bewerbung.

Gerade große Unternehmen setzen immer häufiger auf Bewerbungsformulare im Internet. Die Kandidaten geben ihre Daten direkt in den jeweiligen Feldern ein. Die konkrete Ausgestaltung unterscheidet sich je nach Formular. In vielen Fällen ist es möglich, ganze Dokumente – etwa als PDF – hochzuladen. Das betrifft dann insbesondere dein Bewerbungsschreiben und den Lebenslauf. Bereits hierfür kannst du auch eine gute Bewerbungsvorlage verwenden, um die klassischen Fehler zu vermeiden. Auch Bewerbungsfotos kannst du häufig uploaden. In anderen Fällen musst du alles einzeln auflisten, ohne etwas hochladen zu können. Es kann dir passieren, dass der mögliche Arbeitgeber dir im Formular schon Fragen stellt, die dich sonst erst im Vorstellungsgespräch erwarten würden

Online-Bewerbungen sind für viele Bewerber noch ungewohnt. Das Wissen über die Do’s und Don’ts ist noch wenig verbreitet. Damit steigt die Gefahr, Fehler zu machen – und zwar ganz unnötige Fehler. Im schlimmsten Fall sorgt das dafür, dass der Personaler deine Angaben nicht berücksichtigt und du aus dem Rennen bist. Auch, wenn du deine Bewerbung per Mail verschickst, solltest du bestimmte Patzer vermeiden. Die folgenden zehn Fehler solltest du bei einer Online-Bewerbung nicht machen.

1. Du verwendest eine unseriöse E-Mail-Adresse

Wenn du deine Bewerbung verschickst, solltest du dazu unbedingt eine neutrale E-Mail-Adresse verwenden. Dazu eignet sich ein Account bei einem seriösen Provider. Die Adresse besteht im besten Fall schlicht aus deinem Namen, etwa Vorname.Nachname@provider.de. Nicht geeignet sind hingegen E-Mail-Adressen, die zu private Details über dich verraten oder die schlicht unpassend sind. Ein absolutes No-Go wären etwa bunny239@provider.de oder der_checker@provider.de.

Mache dir immer bewusst, welche Details ein möglicher künftiger Arbeitgeber anhand dieser Kontaktangabe über dich erfährt. Andere unpassende E-Mail-Adressen ergeben sich aus dem Job, dem Unternehmen oder dem breiteren Kontext. Wer sich bei seiner möglichen neuen Stelle etwa um Datenschutzangelegenheiten kümmern möchte, sollte sich besser nicht mit einer Gmail-Adresse von Google bewerben.

2. Deine E-Mail ist zu groß

Auch das ist ein typischer Fehler bei E-Mail-Bewerbungen: Du versendest eine Bewerbung, deren Dateigröße viel zu groß ist. Zwar steigen die Kapazitäten von E-Mail-Postfächern immer weiter, so dass es inzwischen in vielen Fällen nicht mehr so negativ auffällt, wenn deine Datei sehr groß ist. Trotzdem solltest du dich begrenzen, um das Postfach deines Empfängers nicht zu verstopfen und diesen damit zu verärgern. Etwa vier bis fünf Megabyte sind das Maximum – es sei denn, aus der Stellenausschreibung geht etwas anderes hervor. Du kannst schon beim Scannen passende Einstellungen vornehmen, damit die einzelnen Bestandteile deiner Unterlagen nicht unnötig groß sind.

3. Die Qualität deiner Scans ist schlecht

Wenn du deine Bewerbung per Mail verschickst, musst du bestimmte Unterlagen in der Regel einscannen – zum Beispiel Arbeits- oder Abschlusszeugnisse. Hierbei ist einerseits wichtig, dass du darauf achtest, dass die Dateigröße nicht zu groß wird. Andererseits sollte die Qualität nicht unter diesen Einstellungen leiden. Alles sollte klar erkennbar und leicht zu lesen sein. Farbig muss es jedoch nicht sein. Achte auf eine gute Qualität, die zu dem Bild passt, das du von dir vermitteln möchtest.

4. Du gibst dir bei Bewerbungsformularen zu wenig Mühe

Bewerbungsformulare im Internet bergen für viele Bewerber Tücken. Denn die Versuchung, die einzelnen Felder zwischen Tür und Angel auszufüllen, ist groß. Schließlich sind die ersten Angaben – Name, Adresse, persönliche Daten – noch leicht gemacht. Erst im weiteren Verlauf wird die Beantwortung der Fragen schwieriger. Spätestens, wenn du bei den Feldern angekommen bist, wo du einen Text verfassen musst, solltest du innehalten. Nimm dir genug Zeit für das Ausfüllen und formuliere so überzeugend wie möglich. Verzichte auf Smileys und Abkürzungen. Verlinke auch nicht einfach nur deine Homepage oder dein Profil bei Xing. Gib dir so viel Mühe, wie du sie dir bei einer E-Mail-Bewerbung auch geben würdest.

Zwei Frauen sitzen vor einem Laptop

5. Du versendest deine Bewerbung nicht als zusammenhängendes Dokument

Ein großer Fehler. Wenn du die Bestandteile deiner Bewerbung einzeln versendest, ist das nicht nur unübersichtlich für den Empfänger. Du riskierst auch, dass etwas verloren geht. Deshalb solltest du alle Dokumente in einem einzigen PDF-Dokument zusammenfassen. So hat der Empfänger alles auf einen Blick. Falls du dein Anschreiben in das Textfeld der E-Mail hinein kopierst, solltest du es in deiner eigentlichen Bewerbung löschen, um eine unnötige Dopplung zu vermeiden.

6. Deine Formatierung ist nicht einheitlich

Bei einer digitalen Bewerbung – ebenso wie bei einer klassischen Bewerbung per Post – solltest du darauf achten, dass die Formatierung der einzelnen Dokumente miteinander harmoniert. Für alle Dokumente, die du selbst erstellst, heißt das: Gehe einheitlich vor. Eine einmal gewählte Schriftart und generelle Schriftgrößen sollten in allen Bestandteilen gleich sein. Es macht jedoch nichts, wenn Anhänge anders formatiert sind. Darauf hast du schließlich keinen Einfluss.

7. Du sprichst deinen Ansprechpartner nicht persönlich an

Diesen Fehler solltest du bei jeder Art von Bewerbung vermeiden. In deinem Anschreiben solltest du immer den richtigen Empfänger namentlich anreden. Meist geht der Name des Ansprechpartners aus der Stellenausschreibung hervor. Falls das nicht der Fall ist, bemühe dich, den Namen anderweitig in Erfahrung zu bringen. So zeigst du, dass du engagiert und interessiert bist. Achte auch darauf, dass du den Namen richtig schreibst.

8. Du achtest nicht auf Rechtschreibung und Grammatik

Rechtschreib- oder Grammatikfehler sind ein No-Go in Bewerbungen jeder Art. Besonders leicht passieren sie in Online-Bewerbungsformularen, weil Bewerber hierauf oft nicht dieselbe Mühe verwenden wie auf E-Mail- oder postalische Bewerbungen. Lies alles noch einmal gründlich durch, bevor du deine Bewerbung abschickst. Bitte auch eine oder mehrere außenstehende Person(en), deine Bewerbung zu prüfen.

9. Du nutzt die Textfelder in Bewerbungsformularen nicht optimal

In Bewerbungsformularen finden sich fast immer Felder, wo es darum geht, etwas frei zu formulieren. Warum möchtest du den Job? Was ist dein größter Traum? Wie gehst du mit Hindernissen um? Egal, wie die Frage lautet: Nimm dir Zeit für eine überzeugende Antwort. Widerstehe der Versuchung, deine Bewerbung so schnell wie möglich abzusenden – deine Chancen auf den Job steigerst du so nämlich nicht.

10. Deine Bewerbung ist nicht individuell

Auch das ist ein typischer Fehler in einer Bewerbung. Schreibe für jeden potenziellen Arbeitgeber eine eigene Bewerbung anstatt einfach den selben Text in leicht veränderter Form zu verwenden. Das fällt meist sofort auf – spätestens daran, dass du nicht individuell begründest, was dich zu diesem Arbeitgeber zieht. Überarbeite dein Anschreiben und deinen Lebenslauf für jede Bewerbung individuell. Das macht es wesentlich wahrscheinlicher, dass du den möglichen Arbeitgeber von dir überzeugen kannst.

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