STUDENTJOB
BLOG


​Artikel

Lebenslauf-Vorlagen – Aufbau, Inhalt und Beispiele

Von Franka Meyer am 13-07-2018

Zu jeder Bewerbung, für eine Stelle, gehört ein Lebenslauf. Aus Sicht vieler Entscheidungsträger in Unternehmen stellt dieser – neben dem Anschreiben, in dem der Bewerber seine Eignung und Motivation erläutert – den wichtigsten Bestandteil der Bewerbungsunterlagen dar. Entsprechend wichtig ist es, dass der Lebenslauf nicht nur alle relevanten Informationen zum Werdegang, Studium und bisherigen Erfahrungen enthält, sondern auch, dass er ein ansprechendes Design hat, das dich von deinen Mitbewerbern im positiven Sinne abhebt. 

Alle Informationen zu Aufbau und Inhalt sowie Beispiele werden im Folgenden erläutert. Auch wird erklärt, worauf es bei der Auswahl einer Lebenslauf-Vorlage ankommt. 

Lebenslauf-Vorlage: So ist ein Lebenslauf aufgebaut

Zwar ist jeder Lebenslauf individuell und abhängig von deinem speziellen Werdegang, er folgt jedoch einem bestimmten Aufbau und beinhaltet Elemente, die in keinem Lebenslauf fehlen dürfen. Auch wenn ein chronologischer Aufbau denkbar ist, hat sich jedoch die amerikanische, antichronologische Variante durchgesetzt. Dabei wird die aktuellste Station zuerst genannt, gefolgt von der unmittelbar davor liegenden Erfahrung. Dein Lebenslauf sollte nicht mehr als zwei Seiten umfassen. 
Die typischen Rubriken jedes Lebenslaufs werden im Folgenden mit Beispielen beschrieben. 

Überschrift

Zu Beginn eines jeden Lebenslaufs steht eine griffige Überschrift. Hier entscheidet nicht Kreativität, sondern Information, so dass der Personalentscheider sofort weiß, worum es sich bei der vorliegenden Bewerbung handelt. In der Regel ist der Lebenslauf schlicht „Lebenslauf“, „Curriculum Vitae“ oder „Lebenslauf Vorname Nachname“ betitelt. Meist ist dieses Element gefettet und in einer größeren oder anderen Schriftart dargestellt. 

Persönliche Daten

Der Abschnitt, der den eigentlichen inhaltlichen Beginn des Lebenslaufs markiert, behandelt deine persönlichen Daten und Kontaktangaben. Hierzu gehören dein vollständiger Name sowie die Adresse, eine oder mehrere Telefonnummern, unter der du auch tagsüber zu erreichen bist, deine E-Mail-Adresse, gegebenenfalls der Hinweis auf die URL der eigenen Homepage oder Social-Media-Accounts (nur, wenn dies für die angestrebte Stelle sinnvoll ist), der Geburtsort und das -datum und, wenn gewünscht, der Familienstand. 

Statt in einem Block im oberen Bereich des Dokuments können diese Angaben auch in einer Kopfzeile untergebracht werden. 

Beispiel: 
Name: Max Mustermann 
Adresse: Musterstraße 1 
12345 Musterstadt 
Telefon: 0123 / 45 67 89 1 
E-Mail: max.mustermann@lebenslauf.net 
Geburtsdatum und -ort: 1.1.1990, Musterstadt 

Berufserfahrung

Das eigentliche Herzstück des Lebenslaufs ist ohne Frage der Abschnitt, der nun folgt: die Berufserfahrung. Hier beschreibst du, welche Positionen du im Laufe deines Berufslebens bereits innehattest. Je nach Alter und Erfahrung fällt diese Rubrik länger oder kürzer aus. 

Die einzelnen beruflichen Stationen werden mit einer Zeitangabe versehen, in der Regel von „Monat/Jahr“ bis „Monat/Jahr“. Die Stellenbezeichnung folgt als Nächstes, ebenso Arbeitgeber und Ort des Firmensitzes. Dann werden die zugehörigen Tätigkeiten beispielhaft in Stichpunkten beschrieben. Hier ist es wichtig, einige besonders relevante Aspekte auszuwählen – nicht nur solche, die die Fähigkeiten unterstreichen, die du in den Vordergrund rücken möchtest, sondern insbesondere auch jene Tätigkeiten, auf die der mögliche Arbeitgeber mutmaßlich den größten Wert legt. 

Beispiel: 
06/2015 – heute: Kreativer Entwurfsarchitekt, Musterfirma, Berlin 
Planung und Umsetzung von Projekten, eigenverantwortliche Bearbeitung von Wettbewerbsverfahren, Analyse von Projektgrundlagen, Festlegung von Projektzielen 

03/2007 – 05/2015: Architekt, Musterfirma, Berlin 
Planung und Umsetzung von Bauvorhaben im Großraum Berlin, Koordination der Bauvorhaben mit allen Beteiligten, Hauptverantwortlicher für Neubauten in Berlin-Reinickendorf 

01/2005 – 02/2007: Architekt, Musterfirma, Würzburg 
Planung und Umsetzung von Bauvorhaben in Würzburg und Umgebung, Projektkoordination, Teamleader im Bereich Gewerbebauten 

Ausbildung

Nach der Berufserfahrung folgen die Angaben über die Stationen deiner Ausbildung. Welche Aspekte genannt werden, hängt auch von deinem Alter und deiner Berufserfahrung ab. Auch hier ist ein antichronologisches Vorgehen üblich. Wenn du etwa schon das Studium abgeschlossen hast, wird dieses zuerst genannt, gefolgt vom höchsten Schulabschluss. Relevant sind zudem der Zeitraum der jeweiligen Station sowie der Name der Bildungseinrichtung. 

Auch Abschlussnoten können genannt werden, wenn sie dir von Vorteil sind. Bewerber, die schon lange im Berufsleben stehen, müssen den Schulabschluss nicht zwingend nennen. Es ist zudem nicht erforderlich, auf frühere schulische Stationen einzugehen. 

Beispiel: 
10/2012 – 10/2017: Studium der Molekularbiologie, Musteruniversität, Musterstadt, Abschlussnote: 1,5 

08/2003 – 06/2012: Besuch des Muster-Gymnasiums, Musterstadt, und Abitur, Abschlussnote: 1,7 

Praktische Erfahrungen

Auch weitere praktische Erfahrungen – meist Praktika oder fachlich passende Nebenjobs – sind relevante Angaben im Lebenslauf. Eine pauschale Vorgabe, welche Erfahrungen genannt werden sollten, gibt es nicht – dies hängt von dir und der angestrebten Position ab. Auch Auslandsaufenthalte können hierunter fallen, ebenso Ehrenämter, wenn sie für den Beruf eine Bedeutung haben oder Soft Skills belegen. Auch hier werden die Angaben mit Nennung des Zeitraums, der Institution und des Ortes gemacht. Beispielhafte Tätigkeiten können genannt werden, wenn es sinnvoll erscheint. 

Beispiel: 
04/2015 – 06/2015: Praktikum bei Musterfirma, Musterort 
Unterstützung bei administrativen Aufgaben, Unterstützung bei der Optimierung des Aufgabenmanagements 

02/2013 – 01/2015: Werkstudent bei Musterfirma, Musterort 
Administrative Tätigkeiten beim Management von Projekten, Betreuung des Projekts Musterprojekt, Ansprechpartner für Kunden 

Weitere Qualifikationen

Unter diese Rubrik fallen alle weiteren Qualifikationen, Fähigkeiten und Kenntnisse, die sich positiv auf deine Chancen bei der Vergabe des Jobs auswirken. Hierunter fallen in der Regel EDV-Kenntnisse sowie Sprachkenntnisse, je nach angestrebter Stelle möglicherweise zusätzlich auch noch weitere Aspekte. 

Bei Kenntnissen, deren Umfang quantifiziert werden kann, solltest du eine Angabe darüber machen – etwa das Sprachniveau oder die Häufigkeit der Anwendung einer bestimmten Software. Dies kann bei Ersterem etwa durch die Angabe von „verhandlungssicher“ oder „sehr gut“ geschehen oder durch eine Einstufung innerhalb des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens für Sprachen von A1 bis C2. Hierbei stellt A1 das Anfänger-Niveau und C2 annähernd muttersprachliche Kenntnisse dar. Bei dieser Variante empfiehlt es sich, ein entsprechendes Zertifikat an die Bewerbungsunterlagen anzuhängen, um deine Behauptungen zu belegen. 

Beispiel: 
Sprachkenntnisse: Englisch (verhandlungssicher), Spanisch (Grundkenntnisse), Französisch (Grundkenntnisse) 
EDV-Kenntnisse: Microsoft Office (Word, Excel, PowerPoint) – regelmäßig in Anwendung 

Persönliche Interessen

Den inhaltlichen Abschluss eines Lebenslaufs stellt die Angabe von persönlichen Interessen und Hobbys dar. Hier ist es üblich, zwei bis drei relevante Aspekte zu nennen – nach Möglichkeit solche, die für den angestrebten Job förderlich sind. Die Angaben müssen jedoch unbedingt der Realität entsprechen; es bringt also nichts, etwas anzugeben, was für dich in Wahrheit nicht sonderlich relevant ist. 

Vorsicht ist geboten bei der Angabe von Interessen, von denen angenommen werden kann, dass sie bei vielen Mitbewerbern ebenfalls beliebt sind – etwa Hobbys wie Lesen, Kochen oder Reisen. Damit diese Angabe ein Alleinstellungsmerkmal für den Bewerber darstellt, ist es sinnvoll, so konkret wie möglich zu werden. Das ist möglich, wenn du etwa statt Lesen „Literarische Klassiker im Original lesen“ oder „schwedische Krimis lesen“ angibst. 

Beispiel: 
Wandern im Allgäu, Reisen an die Algarve, französische Cuisine 

Ort, Datum und Unterschrift

Auch wenn es kein Muss ist – es ist empfehlenswert, das Dokument mit der Angabe von Ort und Datum zu versehen und es handschriftlich zu unterschreiben. Dies verleiht dem Lebenslauf eine professionelle Note. 

Beispiel: 
Berlin, 4.6.2018 
(Unterschrift) 

Beispiel-Lebensläufe – Vorlagen für Auszubildende, Berufseinsteiger und Berufserfahrene 

Lebenslauf-Vorlage für eine Ausbildung

Lebenslauf Max Mustermann 

Persönliche Daten 

Name: Max Mustermann 
Adresse: Musterstraße 1 
12345 Musterstadt 
Telefon: 0123 / 45 67 89 0 
E-Mail: max.mustermann@lebenslauf.net 
Geburtsort/-datum: Berlin, 1.5.2000 
Familienstand: ledig 

Bildungsweg 

08/2010 – 07/2016: Besuch der Musterschule, Musterstadt, und Realschulabschluss. Note: 1,6 

Praktische Erfahrungen 

08/2016 – 09/2016: Praktikum bei der Firma Musterfirma, Musterort 
Einblicke in das Töpfern, Planung und Umsetzung eigener Designs 

Besondere Kenntnisse 

Sprachkenntnisse: Englisch (sehr gut), Russisch (Grundkenntnisse), Spanisch (Grundkenntnisse) 

EDV-Kenntnisse: Mac OS, Microsoft Windows, MS Office (regelmäßig in Anwendung) 

Persönliche Interessen 

Seit 10/2016: Ehrenamtliche Betreuung von Flüchtlingskindern 

Hobbys: Fußball spielen (Abwehr), Badminton, Töpfern 

Köln, 1.10.2017 
(Unterschrift) 

Lebenslauf-Vorlage für Berufseinsteiger

Erika Mustermann, Musterstraße 1, 12345 Musterstadt 
01234 / 12 34 | erika@mustermann.de (als Kopfzeile) 

Lebenslauf Erika Mustermann 

Persönliche Daten 

Geburtstag/-ort: 27.4.1994, Hannover 
Webseite: www.erika-mustermann.de 
Familienstand: ledig 

Bildungsweg 

10/2013 – 09/2017: Studium der Agrarwissenschaften an der Universität Musteruniversität, Abschlussnote: 2,0 

08/2010 – 07/2013: Besuch der gymnasialen Oberstufe der Musterschule, Musterstadt, und Abitur, Abschlussnote: 1,9 

Praktische Erfahrungen 

07/2013 – 08/2013: Praktikum im Bereich Qualitätsmanagement bei der Firma Musterfirma, Musterstadt 
Durchführung von Teilprojekten im Qualitätsmanagement, Evaluierung von Qualitätsmanagement-Maßnahmen, Pflege der Datenbank 

Besondere Kenntnisse 

Sprachkenntnisse: 
Englisch (verhandlungssicher) 
Schwedisch (sehr gut) 
Spanisch (gut) 
Französisch (Grundkenntnisse) 

EDV-Kenntnisse: MS Office (Word, Excel) – sehr gute Kenntnisse 

Persönliche Interessen 

Reitausflüge in die Schweiz, Rhythmische Sportgymnastik 

Hamburg, 1.12.2017 
(Unterschrift) 

Lebenslauf-Vorlage mit Berufserfahrung

Lebenslauf Max Mustermann 

Persönliche Daten 

Name: Mustermann, Max 
Adresse: Musterstraße 1, 12345 Musterstadt 
Telefon: 0 12 34 / 12 34 56 oder 01 23 / 12 34 56 7 
E-Mail-Adresse: max.mustermann@lebenslauf.net 
Geburtsdatum und -ort: 11. November 1978 in Erlangen 

Berufliche Erfahrung 

07/2012 – 05/2018: Leitender Mitarbeiter in der Qualitätssicherung, Musterunternehmen, Musterstadt 
Aufgaben: Mitglied im Führungsteam Qualitätskontrolle, Durchführung von Prozesskontrollen, Analyse von Qualitätsmerkmalen, Evaluation 

01/2004 – 02/2012: Mitarbeiter integrierte Managementsysteme, Musterfirma, Musterstadt 
Aufgaben: Pflege des integrierten Managementsystems, Systemdokumentationen, Unterstützung bei der Analyse und Auswertung von Daten zur Steuerung der Prozessqualität, Schulung von Kollegen im Bereich Qualitätsmanagement 

Bildungsweg 

10/1999 – 09/2003: Studium der Betriebswirtschaftslehre, Musteruniversität, Musterstadt 
Titel der Abschlussarbeit: „Qualitätsmanagement in Unternehmen und seine Auswirkungen auf die Mitarbeiter“, Note: 1,0 

Besondere Kenntnisse 

EDV-Kenntnisse: 
Microsoft Word, Excel, PowerPoint (sehr häufig in der Anwendung) 
i:solution CAQ (sehr häufig in der Anwendung) 

Sprachkenntnisse: 
Spanisch (Muttersprache) 
Englisch (verhandlungssicher) 
Italienisch (Grundkenntnisse) 

Persönliche Interessen 

Kajak fahren, Naturfotografie, Britische Krimi-Serien 

Duisburg, 5. Mai 2018 
(Unterschrift) 

Warum sollte ich eine Lebenslauf-Vorlage verwenden? Das zeichnet professionelle Muster aus

Ein inhaltlich überzeugender und ansprechend gestalteter Lebenslauf ist ein wichtiges Kriterium bei der Vergabe von Jobs. Zwar zählt am Ende die Erfahrung; wie diese herüber gebracht wird, kann jedoch durchaus darüber (mit-)entscheiden, ob du zum Vorstellungsgespräch eingeladen wirst oder nicht. 

Professionelle Lebenslauf-Vorlagen können dabei helfen, den Entscheidungsträger von der eigenen Qualität zu überzeugen. Diese zeichnen sich dadurch aus, dass sie modern und optisch ansprechend gestaltet sind. Die Erfahrung des Bewerbers wird übersichtlich dargestellt, so dass der Personalchef auf den ersten Blick sieht, was dich ausmacht. Sie rücken dich in das bestmögliche Licht – ein entscheidender Vorteil, wenn man bedenkt, dass viele Entscheidungsträger nur wenige Augenblicke für die erste Sichtung eines Lebenslaufs verwenden. 

Wo finde ich passende Lebenslauf-Vorlagen?

Lebenslauf-Vorlagen, die nicht nur professionell gestaltet sind, sondern auch dem aktuellen Stand der Gepflogenheiten entsprechen, können auf bewerbung.co kostenlos heruntergeladen werden. Besucher können – und sollten – die professionellen Muster nach dem Download individuell anpassen. Du solltest deinen Lebenslauf für jede Bewerbung gezielt neu gestalten, um die bestmöglichen Chancen auf den angestrebten Job zu haben. 

Die Auswahl einer passenden Lebenslauf-Vorlage

Der Lebenslauf ist neben dem Anschreiben das aus Sicht vieler Personaler wichtigste Dokument einer Bewerbung. Auf seine Gestaltung solltest du deshalb Mühe verwenden. Der ideale Lebenslauf stellt dich als Bewerber mit deinen Fähigkeiten und Qualifikationen optimal dar und passt zu deiner Persönlichkeit. 

Bei der Auswahl einer geeigneten Lebenslauf-Vorlage ist nicht nur deren Übersichtlichkeit und ein modernes Design entscheidend. Die wichtigsten Informationen sollten schnell ins Auge fallen, um dem Personalverantwortlichen die Lektüre zu erleichtern. Eine wichtige Rolle bei der Auswahl spielt auch die Frage, wie gut die jeweilige Vorlage zu dir als Bewerber und dem Bild, welches du von dir vermitteln möchtest, passt. Auch Farbgebung kann hier ein wichtiges Kriterium sein. 

Das Format des Lebenslaufs muss sich für den Umfang des Lebenslaufs eignen. Der Lebenslauf muss in Design und Gestaltung zum Rest der Bewerbung passen, damit sich ein homogenes Bild ergibt. 
Bei der Frage, wie kreativ ein Lebenslauf sein kann und darf, kommt es wiederum auf den Bewerber und seine Persönlichkeit, andererseits aber auch auf die Branche, den angestrebten Job und den möglichen Arbeitgeber an. Bei vielen Jobs ist eine übersichtliche, eher dezent gestaltete Bewerbung sinnvoller als Dokumente, die sehr auffällig oder bunt gehalten sind. Dies lenkt eher vom Inhalt ab. 
Bei bestimmten Jobs kann ein etwas ausgefallenerer Lebenslauf jedoch empfehlenswert sein; etwa bei kreativen Jobs. Bei der Entscheidung ist Fingerspitzengefühl gefragt, damit deine Bewerbung optimal bei ihrem Adressaten ankommt.

Kommentare

Schreibe den ersten Kommentar.


Kommentar hinzufügen