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Tipps zur Vorbereitung auf ein Bewerbungsgespräch


Tipps zur Vorbereitung auf ein Bewerbungsgespräch

Du wurdest zu einem Bewerbungsgespräch eingeladen? Herzlichen Glückwunsch! Mit deinen sorgfältig ausgearbeiteten Bewerbungsunterlagen hast du deinen potentiellen Arbeitgeber überzeugt. Jetzt ist es wichtig, die hohen Erwartungen, die du mit deinem Lebenslauf und Anschreibengeweckt hast, in einem persönlichen Gespräch zu erfüllen.

Fast jedes Vorstellungsgespräch folgt einem bestimmten Ablauf. Zuerst beginnt man das Gespräch mit einer Begrüßung und etwas Smalltalk z.B. über die Anreise, die Stadt oder der Klassiker - das Wetter. Beim Kennenlernen werden die ersten Standardfragen gestellt, gefolgt von der Selbstpräsentationsphase, in der dem Bewerber etwas stärker auf den Zahn gefühlt wird. Am Ende gibt es noch ein wenig Zeit für Rückfragen seitens des Bewerbers und natürlich die Verabschiedung. Wenn du dir dieser Unterteilung bewusst bist, kannst du dich optimal auf ein entsprechendes Bewerbungsgespräch vorbereiten.

Tipps zur Vorbereitung auf ein Bewerbungsgespräch

WISSEN IST MACHT: SAMMLE MÖGLICHST VIELE INFORMATIONEN

Gerade in einer stressigen Situation wie einem Vorstellungsgespräch ist es wichtig sich auf bereits vorhandenes Wissen stützen zu können. Deshalb solltest du dich in deiner Vorbereitung unbedingt über das Unternehmen belesen: Wann wurde das Unternehmen gegründet? In der welcher Branche ist es aktiv? Welche Produkte werden hergestellt? Wie viele Mitarbeiter hat das Unternehmen? In welchen Märkten ist das Unternehmen aktiv? Welche Firmen stehen in direkter und indirekter Konkurrenz zu diesem Unternehmen? Neben diesen Standard Fakten ist es hilfreich aktuelle Neuigkeiten im News Bereich des Unternehmens zu verfolgen und sich über die Erfolge der letzten Monate zu informieren. Zudem ist Social Media eine wichtige Informationsquelle, denn auf LinkedIn, Facebook, Twitter, Instagram und Co. findest du die neuesten Aktivitäten. LinkedIn kannst du zudem nutzen um dich über die Person, die dich interviewen wird zu informieren. Meistens werden Interviews auch von mehreren Personen begleitet, sodass du herausfinden solltest, wer dir bald gegenüber sitzen wird. Sobald du alle diese Informationen hast, ist es empfehlenswert, noch einmal einen genauen Blick auf die Stellenanzeige zu werfen, denn Fragen wie “Welche täglichen Aufgaben werden Sie Ihrer Meinung nach bei uns ausführen” oder “Was finden Sie besonders interessant bei dieser Position” gehören zum Standardrepertoire des Recruiters und können somit perfekt vorbereitet werden.

Basierend auf der Jobart kannst du dich zudem noch extra vorbereiten, indem du genau die Tätigkeitsbereiche analysiert. Du bereitest dich gerade auf ein Job-Interview im Online Marketing vor? Dann solltest du dir definitiv die Website des Unternehmens anschauen und sehen, was dir besonders gut gefällt und was du eventuell neu testen und verbessern möchtest. Konkrete Vorschläge zeigen dem Recruiter, dass du dich intensiv mit der Thematik befasst hast und Eigeninitiative zeigst. Wenn du als Promoter arbeiten möchtest, solltest du die verschiedenen Events und Marken bereits kennen und dich damit identifizieren.


DAS ZAUBERWORT IM VORSTELLUNGSGESPRÄCH? SELBSTBEWUSSTSEIN!

Es klingt wie ein Klischee, ist aber dennoch einer der wichtigsten Bestandteile für eine erfolgreiche Eigenpräsentation: Selbstbewusstsein. Sich selbst bewusst zu sein bedeutet Präsenz zu zeigen und die eigenen Stärken und Schwächen zu kennen. Kein Mensch ist perfekt und die Akzeptanz kleiner Makel und Fehler stärkt die eigene Persönlichkeit. Gerade im Interview ist es wichtig, die Fragen “Wer bin ich?”, “Was will ich?” und “Warum will ich das?” beantworten zu können. Ein selbstbewusster Mensch hat auch Selbstvertrauen und kann der Zukunft und möglichen Herausforderungen optimistisch und sorglos entgegentreten.

Um dir den nötigen Schub Selbstbewusstsein vor dem Interview zu holen, können folgende Tipps hilfreich sein:

1. Kleider machen Leute

Die Kleider-Etikette hängt sehr von der Art des Unternehmens ab, bei dem du dich vorstellst. Hast du dich z.B. bei einem typischen Start-Up beworben, ist ein Auftritt in Anzug oder Kostüm etwas zu schick. Für Frauen würde hierbei schon eine einfache Bluse und ordentliche dunkle Jeans reichen. Für Herren ist ebenfalls ein Hemd oder eine Hemd-Pullover-Kombination empfehlenswert. Solltest du dir nicht sicher sein, wie du dich am besten kleiden kannst, gilt eine Regel: besser zu schick als zu leger. Natürlich solltest du dich niemals “verkleiden” d.h. Kleidung anziehen, in der du dich selbst nicht wohl fühlst, da dies nicht unbedingt zum selbstbewussten Auftritt beiträgt.


2. Körpersprache

Natürlich möchte man auch während des Interviews selbstbewusst wirken. Durch eine optimale Vorbereitung der Beantwortung der typischen Interview-Fragen, die man z.B. vorher alleine vor dem Spiegel oder mit Freunden und Familie proben kann, ist ein wichtiger Schritt bereits getan. In einer Stresssituation verhält man sich jedoch anders als im gewohnten Umfeld, was große Auswirkungen auf die eigene Körpersprache haben kann. Es ist allgemein bekannt, dass non-verbale Kommunikation wie z.B. Nachrichten, die über Mimik und Gestik, sprich über unsere Körpersprache vermittelt werden, großen Einfluss auf unser Gegenüber hat. Das Gehirn braucht ungefähr nur eine Zehntelsekunde, um ein Urteil über einen unbekannten Menschen zu fällen. Die meisten Informationen, die für eine entsprechende Entscheidung benötigt werden, erhält unser Gehirn nicht zuletzt aus der Körpersprache und dem gesamten Auftreten der jeweiligen Person.

Amy Cuddy, amerikanische Sozialpädagogin, Harvard Professorin und Bestseller-Autorin, beschreibt in Ihrem Ratgeber „Presence: Bringing Your Boldest Self to Your Biggest Challenges“ wie man mit Power Posing das Selbstvertrauen positiv beeinflusst. Power Posing bedeutet für eine bestimmte Zeit eine körperliche Machtposition d.h. Raum einzunehmen, sich groß zu machen und sich zu öffnen indem man z.B. eine aufrechte Haltung im Stehen oder Sitzen einnimmt, die Arme ausbreitet oder in einem festen Stand die Arme wie Wonder Woman auf die Hüften stützt. So sehen die Power Posen aus:

Tipps zur Vorbereitung auf ein Bewerbungsgespräch

Power Posen kreieren Präsenz, die auch für andere sichtbar wird. Dadurch fühlt man sich auch in Situationen, denen man lieber entgehen möchte, machtvoll. Schon 2 Minuten täglich können laut Amy Cuddy eine Veränderung bewirken, denn „our bodies change our minds and our minds can change our behavior, and our behavior can change our outcomes“.



3. Zeitmanagement

Pünktlichkeit ist besonders bei Vorstellungsgesprächen unabdingbar. Egal ob du nur zehn Minuten oder eine Stunde, oder doch eine weitere Strecke vom Unternehmensstandort entfernt wohnst: es ist wichtig genug Zeit für eventuelle Zwischenfälle wie z.B. Verkehrsstaus oder Ausfälle der öffentlichen Verkehrsmittel einzuplanen. Als Faustregel kann man sagen: Sei mindestens zehn Minuten vor dem Beginn des Gespräches vor Ort. So kannst du dich noch einmal frisch machen, dich an die Umgebung gewöhnen und dich schon einmal innerlich auf das Interview einstellen. Falls du dich dennoch verspäten solltest, rufe deine Kontaktperson an und erkläre deine Situation. Tipp: Vorher die Kontaktdaten des Recruiters wie z.B. Handy und/oder Festnetznummer im eigenen Telefon einspeichern.

4. Weitere Vorbereitungen

Den Tag vor dem Interviewtermin solltest du natürlich noch effektiv nutzen. Neben der Sammlung wichtiger Informationen über das Unternehmen, solltest du dich vor allem um dich selbst kümmern d.h. lege dir dein Interview Outfit zurecht, in dem du dich wohl fühlst, gehe früh schlafen um ausgeruht in den nächsten Tag zu starten und packe deine wichtigsten Unterlagen in eine Tasche. Was sollte man unbedingt zu einem Interview mitbringen? Stelle sicher dass du deinen Lebenslauf und die Stellenanzeige für die du dich beworben hast in gedruckter Form mitnimmst. Diese Dokumente kannst du dir noch einmal auf dem Weg zum Gespräch oder im Warteraum durchlesen. Zudem ist es sinnvoll einen Notizblock, sowie 1-2 Stifte für eventuelle Notizen parat zu haben. Vor dem Interview sollte man zwar eine Kleinigkeit gegessen haben, aber nicht zu viel. Zudem sollte es sich von selbst verstehen Knoblauch-lastige Gerichte oder Zigaretten vorher zu vermeiden.


Du hast ein Bewerbungsgespräch schon erfolgreich gemeistert und deinen ersten Arbeitsvertrag in der Hand? Lies dir jetzt unsere Tipps zu Gehaltsverhandlungen und dem ersten Arbeitstag durch.


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Bewerbungsgespräch - die DOs und DONT's

Tipps zur Vorbereitung auf ein Bewerbungsgespräch

Während des Vorstellungsgesprächs wird dir der Recruiter eine Reihe von Fragen stellen, um herauszufinden ob du zum Unternehmen passt und die Anforderungen der Stelle erfüllst. Deshalb ist es wichtig ehrlich auf die gestellten Fragen zu antworten, denn wer vorgibt etwas zu sein, was er nicht ist oder kann, verliert schnell an Glaubwürdigkeit. Hast du in deinem Lebenslauf angegeben, dass du z.B. fließend Spanisch sprichst, kann es passieren, dass das Job Interview zwar auf Deutsch begonnen wird, aber dir auch einige Fragen auf Spanisch gestellt werden. Ehrlichkeit macht weder dich noch deinen potentiellen Arbeitgeber glücklich.


DO's im Bewerbungsgespräch

  1. Ein kurzer, fester und sicherer Händedruck zur Begrüßung
  2. Immer positiv bleiben und lächeln (dies wirkt sich auch positiv auf deine Körpersprache aus)
  3. Aufrecht sitzen und eine möglichst offene Körpersprache nutzen (keine vor der Brust verschränkten Arme etc.)
  4. Langsam sprechen und sich klar und deutlich artikulieren
  5. Nach etwas Zeit zum Nachdenken fragen oder die Frage re-formulieren, wenn man nicht sofort eine Antwort weiß anstatt “ähm, das weiß ich nicht” oder “ehm, keine Ahnung” zu sagen
  6. Aktiv zuhören und den Gegenüber ausreden lassen
  7. Regelmäßig Augenkontakt aufnehmen (sollten mehrere Personen das Gespräch mit dir führen, versuche diese Personen abwechselnd anzusehen)
  8. Telefon ausschalten oder auf stumm schalten (Achtung: auch ein Vibrationsalarm kann gehört werden)

DONT's im Bewerbungsgespräch

  1. Mit Kaugummi im Mund das Gespräch beginnen (unbedingt vorher unauffällig entsorgen!)
  2. Eine negative, desinteressierte oder arrogante Einstellung an den Tag legen
  3. Sich nicht der Situation entsprechend verhalten: du sprichst nicht mit deinem besten Freund sondern bewirbst dich für einen Job. Jedoch solltest du dich auch nicht zu formell verhalten, denn der Personaler möchte auch deine Persönlichkeit kennenlernen
  4. Übertreibungen oder Lügen
  5. Keine Pausen einlegen und kontinuierlich reden (eine kurze Trinkpause verschafft dir und dem Personaler Zeit um die Informationen zu verarbeiten)

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Vorbereitung auf die Fragen im Bewerbungsgespräch

Tipps zur Vorbereitung auf ein Bewerbungsgespräch, Fragen im Bewerbungsgespräch

Ein wichtiger Bestandteil der Vorbereitung für ein Bewerbungsgespräch sind die möglichen Interviewfragen. Falls du bereits einige Bewerbungsgespräche hattest, sind dir bestimmt die Standardfragen wie z.B. “Was sind Ihre Stärken und Schwächen?” oder “Erzählen Sie von sich” aufgefallen. Gerade diese Fragen kann man super vorbereiten. Ein Bewerbungsgespräch solltest du jedoch nicht als “Verhör” betrachten, sondern vielmehr als Möglichkeit selbst Fragen zu stellen und zu schauen, ob du dir vorstellen kannst, für dieses Unternehmen tätig zu werden. Doch nicht alle Fragen werden leicht zu beantworten sein. Heutzutage werden vermehrt Brain Teaser bzw. Spontanitäts- und Stressfragen in einem Bewerbungsgespräch eingesetzt, um den Bewerbern auf den Zahn zu fühlen. Bei vielen dieser Fragen gibt es weder Richtig noch Falsch, es geht lediglich um deine Reaktion. Vergiss jedoch nicht, dass neben dem Inhalt auch deine Körpersprache d.h. deine Mimik, und Gestik eine wichtig Rolle spielen. Im folgenden findest du ein paar Beispielfragen und Antworten, sozusagen die Klassiker eines Vorstellungsgesprächs.

Fragen im Bewerbungsgespräch Fragen im Bewerbungsgespräch Fragen im Bewerbungsgespräch Beispielfrage 1: Erzählen Sie von sich!

Diese Frage wird dir meist zu Beginn des Gesprächs gestellt. Hierbei ist es wichtig, dass du nicht deinen kompletten Lebenslauf darstellst, sondern nur die wichtigsten Etappen. Ein guter Weg diese Frage strukturiert zu beantworten, ist z.B. mit deiner aktuellen Situation zu beginnen, d.h. in welchem Lebensabschnitt du dich befindest, dann zu deinem bisherigen Bildungsweg zu sprechen und zu guter letzt einen Ausblick in die Zukunft zu geben d.h. zu erläutern, warum du dich sehr über die Möglichkeit freuen würdest, in diesem Unternehmen arbeiten zu können. Es ist völlig legitim ein paar Notizen mit den wichtigsten Punkten vor sich liegen zu haben, sodass du nicht den roten Faden während deiner Ausführungen verlierst.


Beispielfrage 2: Was sind Ihre Stärken und Schwächen?

Diese Frage klingt zunächst einfach ist aber teilweise sehr knifflig. Einerseits möchte man nicht zu überheblich klingen und die Stärken in einer glaubwürdigen Weise darstellen. Andererseits möchte man mögliche Schwächen nicht unbedingt preisgeben, dabei ist es völlig menschlich und macht sympathisch, wenn man diese zugeben kann.

Um deine Stärken zu erkennen, kannst du entweder dich selbst oder dir nahestehende Personen nach bestimmten Situationen fragen, die du außerordentlich gut gemeistert hast. Diese Situationen können auch gleich als Beispiel dienen und verleihen deinen Aussagen mehr Glaubwürdigkeit. Stärken, die gerne genannt werden sind z.B. Zielstrebigkeit, Ehrgeiz, Teamfähigkeit, Organisationstalent, Flexibilität, Anpassungsfähigkeit und weitere.

Schwächen wie die berühmt berüchtigte “Perfektionismus-Krankheit” wurden den Personalern schon so oft vorgetragen und hinterlassen schon lange keinen positiven Eindruck mehr. Ein möglicher Weg diese Frage gekonnt zu beantworten ist einige Schwächen zu nennen, die keine Auswirkungen auf deine Leistung in diesem Job haben werden. Ein Beispiel: du bewirbst dich für einen Nebenjob im Verwaltungsbereich einer kleinen Firma und nennst als Schwäche, dass Präsentationen vor großen Gruppen Unbehagen in dir auslösen. Dies wird dir natürlich niemand übel nehmen, denn für diesen Job wirst du keine großen Präsentationen halten müssen. Von Personalern wird auch gerne gesehen, wenn sich der Bewerber seiner Schwäche bewusst ist und an dieser arbeitet. So kannst du dem vorhergehenden Beispiel noch anfügen, dass du z.B. einen Rhetorik- bzw. Präsentationsworkshop deiner Universität wahrgenommen hast, um deine Fertigkeiten zu trainieren. Generell sollten deine genannten Schwächen dennoch etwas mit dem Arbeitsbereich des Unternehmens zu tun haben, denn ob du als Aushilfe im Einzelhandel nun einen kaputten Reifen reparieren oder gut kochen kannst, ist für den Personaler sicherlich nicht von Interesse.


Beispielfrage 3: Warum möchten Sie gerade in unserem Unternehmen arbeiten?

An dieser Stelle kannst du beweisen, was du bereits über die Firma weist und dieses Wissen mit deinem Enthusiasmus für die Stelle zum Ausdruck bringen. Im folgenden Abschnitt haben wir eine kleine Liste für gut kombinierte Antworten zusammengestellt:

  1. Nenne eine Unternehmensaktivität, die dich nachhaltig beeindruckt hat
  2. Nenne besondere Fähigkeiten, die besonders in diesem Unternehmen genutzt und weiterentwickelt werden, welche dich sehr interessieren
  3. Erzähle von deiner Begeisterung für einen bestimmten Bereich
  4. Vielleicht kennst du auch schon jemanden, der in diesem Unternehmen arbeitet, der dir interessante Einblicke in den Arbeitsalltag dieses Unternehmens gegeben hat (natürlich nur wenn du wirklich jemanden kennst)

Ein absolutes No-Go ist nicht zu wissen, warum du eigentlich für dieses Unternehmen arbeiten willst. Antworten wie “Ich suche einen gut bezahlten Job” oder “Ich habe mich einfach mal beworben” zeigen wegen Enthusiasmus noch Interesse am Unternehmen und an der Position.


Beispielfrage 4: Warum sollten wir uns für Sie entscheiden?

Aus dem Text der Stellenanzeige sollte bereits klar hervorgehen, nach welchen Fähigkeiten in diesem Job gesucht werden. Wähle dir die wichtigsten aus und gebe konkrete Informationen, inwiefern du diese geforderten Fähigkeiten mitbringst und wie du diese in bestimmten Situationen bereits angewendet hast. Zudem solltest du dem Personaler zeigen können, was du zum Unternehmen beitragen kannst d.h. eventuelle Ideen und spezielle Fähigkeiten von denen sie profitieren könnten. Damit kannst du Kreativität und Eigeninitiative zeigen.


Beispielfrage 5: Wie sieht Ihr ideales Arbeitsumfeld aus?

Für die Beantwortung dieser Frage solltest du Folgendes in Betracht ziehen:

  1. Bevorzugst du es im Team oder lieber alleine zu arbeiten? Vielleicht gibt es bestimmte Aufgaben, die man gut alleine lösen kann und andere für die Input anderer Teammitglieder sinnvoll ist.
  2. Bist du am produktivsten in einem ruhigen oder in einem belebten Umfeld?
  3. Brauchst du jemanden der dir genaue Anweisungen gibt und dir alles erklärt, oder möchtest du Probleme zuerst selbst in Angriff nehmen und bei Bedarf nach Hilfe fragen?

Gerade bei dieser Art von Fragen solltest du wieder so ehrlich wie möglich antworten. Wenn du schon während des Gesprächs vermutest, dass das Arbeitsklima sehr ruhig und konzentriert ist, solltest du nicht lügen, falls du es lieber belebter bevorzugst.


Beispielfrage 6: Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Dies ist eine sehr schwierige Frage, gerade wenn du noch studierst oder gerade erst den Abschluss in der Tasche hast und noch nicht genau weißt, welchen Weg du einschlagen möchtest. Du weißt nicht wie du diese Frage am besten beantwortet solltest? Wähle eine Antwort, die nicht zu spezifisch ist, die aber dennoch zeigt, dass du ambitioniert bist.

Anstelle von “In 5 Jahren möchte ich in der Funktion eines Marketing Managers einer großen multinationalen Firma arbeiten, in Berlin mit XYZ zusammen mit zwei Kindern und einem Hund in einem großen Haus mit Pool leben.” kannst du z.B. antworten “In 5 Jahren möchte ich mir weitere Kenntnisse im Bereich XYZ angeeignet haben, welche ich besonders im Bereich X einsetzen werden kann. Ich habe das Gefühl, dass ich diese Kenntnisse besonders in Ihrem Unternehmen entwickeln kann und bin daher sehr interessiert an der Stelle.”


Beispielfrage 7: Warum haben Sie aufgehört für Ihren damaligen Arbeitgeber zu arbeiten?

Diese Frage wird dir gestellt, um herauszufinden wie zu 1. mit schwierigen Situationen umgehst und 2. ob du im Guten gegangen bist. Manchmal gibt man einen Job auf, weil man nach einer bestimmten Zeit merkt, dass man neue Herausforderungen braucht oder in einem anderen Bereich arbeiten möchte. Das ist absolut legitim. Wichtig bei der Beantwortung dieser Frage ist auf jeden Fall eine glaubwürdige aber auch positive Antwort zu geben und nicht in eine “Opferrolle” zu fallen.

Wenn es “böses Blut” zwischen dir und deinem alten Arbeitgeber gab, dann werden dir wahrscheinlich alle negativen Aspekte deines vorherigen Jobs einfallen, die du ausführlich erläutern kannst. Ein absolutes No-Go! Denn wenn du im Interview Schlechtes von deinem früheren Arbeitgeber erzählst, zeigt dies, dass dies eventuell wieder passieren kann. Potentielle Arbeitgeber sollten zumindest ein gewisses Maß an Loyalität erkennen könne. Um die Frage geschickt zu beantworten, solltest du dich auf die Dinge zu du an deinem alten Arbeitsplatz gelernt hast und auf welche du sehr stolz bist fokussieren. Im Anschluss kannst du erwähnen, was dir bei der vorherigen Arbeitsstelle gefehlt hat z.B. ein varierteres Aufgabenfeld oder geregeltere Arbeitszeiten und dass du hoffst, dass diese Faktoren gerade bei dem neuen Arbeitgeber berücksichtigt werden.

Eine Beispielantwort könnte deshalb wie folgt aussehen: In meinem vorherigen Job habe ich in einem tollen, dynamischen Team gearbeitet und konnte sehr viel für Sales und Kundenservice lernen. Stolz bin ich vor allem auf das konstante Erreichen der vorgegeben Ziele. Aufgrund des langen Arbeitsweges und der unregelmäßigen Arbeitszeiten, konnte ich diesen Job zeitlich nicht länger mit meinem Studium vereinbaren. Dennoch möchte ich bald wieder im Sales Bereich tätig werden, möglichst in der Nähe zu meinem Wohnort und festen Arbeitszeiten, da ich dies als große Chance und nächsten Schritt in meinem beruflichen Werdegang ansehe.


untypisch Fragen im Bewerbungsgespräch

Neben den klassischen Fragen zu dir und deinem Lebenslauf gibt es auch noch Stressfragen und Brainteaser, bei denen du dich beweisen sollst. Brainteaser werden vor allem bei großen Consultingfirmen und Investmentbanken im Interview genutzt. Auch hier gibt es oftmals kein Richtig oder Falsch, denn der Personaler möchte sehen, wie du z.B. an eine Problemstellung heran gehst und wie du zu einer Lösung gelangst. Das heißt diese Aufgaben testen nicht nur deine Problemlösungsfähigkeiten, sondern auch logisches Denken, Kreativität und deine Auffassungsgabe. Wenn dir eine ähnliche Frage im Gespräch begegnet, dann ist es wichtig Ruhe zu bewahren und daran zu denken, dass keine Frage unlösbar ist. Hier ein paar Tipps wie du knifflige Fragen lösen kannst:

  1. Auch wenn die Frage zu Beginn unlösbar scheint: lass dich niemals von der Komplexität, die dir die Aufgabe vorgaukelt, erdrücken. Jede Frage kann man beantworten, wenn auch auf seine eigene Art.
  2. Filter zuerst die wesentlichen Informationen aus der Aufgabenstellung heraus und konzentriere dich auf diese.
  3. Gehe analytisch vor, manchmal kann auch eine Skizze oder eine bildliche Vorstellung helfen, das Problem zu lösen.
  4. Manchmal können Hypothesen helfen, Annahmen zu überprüfen und zum Ziel zu gelangen.
  5. Dokumentiere deine Lösungsweg und teile deine Zwischenergebnisse dem Interviewer mit, somit kannst du für dich und für den Personaler alles verständlich darstellen.
  6. Ganz wichtig: bei Unklarheiten – Nachfragen!
  7. Gib nicht zu früh auf und sehe den Brainteaser als spannende Herausforderung an.
  8. Falls du eine Aufgabe bekommst, deren Lösung du bereits kennst: sei ruhig ehrlich und lass dir eine neue geben, denn Musterlösungen vorzutragen zeugt zwar von guter Vorbereitung aber nicht von Problemlösungsfähigkeiten.

untypisch Fragen im Bewerbungsgespräch

Der aktive Fragenteil des Personalers neigt sich gerade dem Ende zu und die letzte Frage “Haben Sie noch Fragen an mich” wird dir gestellt - dann sollte deine Antwort definitiv JA! lauten. Nutze diese einmalige Chance, denn das zeigt dem Interviewer nicht nur, dass du dich gut auf das Gespräch vorbereitet hast, sondern auch, dass du echtes Interesse an der Stelle und dem Unternehmen hast. Je nach Tiefgründigkeit und Cleverness deiner Fragen, kannst du viel mehr über das Unternehmen und deinen vielleicht zukünftigen Arbeitsplatz herausfinden.

Falls du vom Personaler nicht explizit nach deinen Vorstellungen zu Gehalt und anderen Zusatzleistungen gefragt wirst, solltest du dies nicht direkt im ersten Interview ansprechen. Im Bewerbungsprozess wird es immer noch genug Zeit geben, über diese wichtigen Details der Position zu verhandeln. Du brauchst Tipps um deinem Wunschgehalt näher zu kommen? Lies dir jetzt unseren Guide zum Thema Gehaltsverhandlungen: in 5 Schritten zum passenden Gehalt durch.

Das Bewerbungsgespräch abschließen

Wenn du alle Fragen erfolgreich beantwortet hast und selbst noch ein paar Einblicke gewinnen konntest, kannst du den Abschluss des Gespräches nutzen, um zu erfahren, welche weiteren Schritte es im Bewerbungsprozess gibt und wann du mit einer Entscheidung rechnen kannst. Eventuell wirst du noch zu einem zweiten Gespräch oder einem Test mit einer Fallstudie eingeladen werden, weshalb es für deine eigene Planung wichtig ist, dies vorher zu erfragen.


Du hast ein Bewerbungsgespräch schon erfolgreich gemeistert und deinen ersten Arbeitsvertrag in der Hand? Lies dir jetzt unsere Tipps zur ersten Arbeitswoche durch.


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Tipps für die Zeit nach dem Bewerbungsgespräch

Tipps zur Vorbereitung auf ein Bewerbungsgespräch

In einigen Ländern ist es üblich sich nach dem Bewerbungsgespräch noch einmal schriftlich beim Personaler zu melden und sich für die Einladung zum Interview und das nette Gespräch zu bedanken. In Deutschland ist dies eher ungewöhnlich, da es meist viele Bewerber gibt und man abwarten sollte, bis sich das Unternehmen zum vereinbarten Termin meldet. Jedoch gibt es zwei mögliche Situationen in denen es legitim ist, sich nach dem Gespräch noch einmal schriftlich an den Personaler zu wenden:

  1. Wenn dir plötzlich eine extrem wichtige Frage einfällt und diese unbedingt eine Antwort erfordert, da du sonst den Job nicht antreten könntest.
  2. Wenn du einen Tag nach dem vereinbarten Termin noch keine Rückmeldung von dem Unternehmen über den Stand deiner Bewerbung erhalten hast.

Wichtig ist, die richtige Entscheidung zu treffen, welcher Schritt zu welchem Zeitpunkt angebracht ist.


WENN DU DAS JOBANGEBOT BEKOMMEN HAST

Du hast die ersehnte Zusage bekommen und kannst es kaum abwarten, in deiner neuen Position zu starten? Glückwunsch! Dennoch solltest du ein paar wichtige Tipps beachten, damit du deine Traumposition auch wirklich antreten kannst:

  1. Direkt nach dem Interview bekommst du eine mündliche Zusage für den Job, welche mit Handschlag besiegelt wird? Auch hier gilt das Sprichwort “Wer schreibt der bleibt”. Für beide Seiten ist es wichtig, dass Jobangebot zu verschriftlichen. Wenn du das Jobangebot annimmst, sollte dies auch auf dem Schriftweg erfolgen.
  2. Bleibe professionell und behalte den höflichen Wortlaut bei.
  3. Bevor der Arbeitsvertrag noch nicht unterschrieben ist, solltest du möglichst nur dem engsten Freunden und Familienmitgliedern von dem gelungenen Bewerbungsprozess erzählen. Finger weg von verfrühten Social Media Posts über den neuen Job.
  4. Auch die erste Woche im neuen Job kann einige Tücken und Fettnäpfchen bereit halten. Wie du dich am besten darauf vorbereitest erfährst du in unserem Guide zur ersten Arbeitswoche.

Wenn du deinem potentiellen Arbeitgeber noch nicht sofort zusagen möchtest oder kannst, solltest du folgendes beachten:

Die meisten Arbeitgeber geben dem Bewerber nach einem Jobangebot ein wenig Zeit, um den Arbeitsvertrag in Ruhe zu lesen und sich darüber klar zu werden, ob der Job auch wirklich das Richtige ist. Jedem Personaler wird klar sein, dass du dich nicht nur bei diesem Unternehmen beworben hast und vielleicht sogar noch auf Rückmeldungen anderer Unternehmen wartest. Jedoch solltest du das Zeitfenster vorher genau abschätzen, denn die Hinhalte-Taktik wird deinen potentiellen Arbeitgeber nur an deinem Interesse an dem Job zweifeln lassen.



WENN DU EINE ABSAGE BEKOMMEN HAST

Schade! Anscheinend hast du doch nicht so gut zu der Stelle und dem Unternehmen gepasst wie vorher angenommen. Vielleicht konntest du dies schon selbst im Interview feststellen. Wenn dich die Antwort des Unternehmens überrascht, kannst du trotzdem etwas Positives daraus ziehen. Der beste Weg mit dieser kleinen Niederlage umzugehen, ist diese als Training für die Zukunft anzusehen. Traue dich den Personaler nach einem ehrlichen Feedback zu fragen. Dabei kannst du auch gezielt auf Stellen im Interview eingehen, die dir besonders in Erinnerung geblieben sind.

Keinesfalls solltest du mit deinen Rückfragen versuchen, den Personaler umzustimmen oder zu beweisen, dass eine falsche Entscheidung getroffen wurde. Eventuell bewirbst du dich ja noch einmal für eine andere Stelle in diesem Unternehmen, weshalb es wichtig ist, immer eine positive Ebene zu wahren.

Mit allem was du in diesem Bewerbungsgespräch gelernt hast, bist du sicherlich bereit, neue Gespräche sicher zu führen und eine interessante Position zu ergattern.


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Tipps für einen Tag im Assessment Center

Tipps für das Assessment Center

Deine Bewerbungsunterlagen haben die Personaler überzeugt und nun hältst du die Einladung zu einem Tag im Assessment Center in der Hand. Panik? Bitte nicht! Mit ein paar einfachen Tricks und einer guten Vorbereitung meisterst du das AC und kommst deinem Traumjob noch ein Stück näher.

Der Begriff Assessment Center stammt von dem englischen Verb „to assess“ d.h. „bewerten“ bzw. „einschätzen“ ab und ist für ein Unternehmen ein besonders geeigneter Weg die Persönlichkeit und die Fähigkeiten Kandidaten in einem simulierten beruflichen Alltag zu testen und Kandidaten im Zusammenspiel mit Mitbewerbern zu bewerten. Zudem wird das Risiko einer Fehlbesetzung deutlich verringert, da durch die Praxissituation Kandidaten, die zwar angegeben haben bestimmte Fähigkeiten zu besitzen, diese dann aber in der Praxis nicht anwenden können, aus dem Bewerbungsprozess ausscheiden werden. Die Teilnehmer- und Beobachterzahlen schwanken zwischen sechs bis zwölf Bewerbern und drei bis sechs Assessoren und und die Länge des AC kann von einem Tag bis zu drei Tagen. Durch die genaue Beobachtung und Bewertung der eigenen Person, sowie der starken Konkurrenz zu Mitbewerbern sind Stressreaktionen bei den Bewerbern vorprogrammiert. Doch nicht alle Aufgaben in einem AC sollten dich überraschen und unter sofort Stress setzen. Mit einer soliden Vorbereitung, kannst du bestimmte Kompetenzen trainieren und somit bei den Personalern punkten.

Nach dem Erhalt der Einladung solltest du keine Zeit verlieren und sofort mit der Vorbereitung beginnen. Ganz wichtig zu Beginn: teile dem Unternehmen mit, ob du überhaupt an diesem Tag teilnehmen kannst oder ob Sie nicht mit dir rechnen müssen. Eventuell überlegst du ja bereits ein anderes Jobangebot anzunehmen.

Nachdem du deine Teilnahme zugesichert hast, kannst du mit der inhaltlichen Vorbereitung beginnen. Bestimmte Aufgabentypen sind typisch für ein AC und werden daher immer wieder genommen um die Bewerber zu testen. Deshalb ist es wichtig, dir zuerst einen Überblick über die möglichen Aufgabentypen zu verschaffen und zu analysieren, welche Kompetenz mit dieser Aufgabe getestet werden soll. Nur so kannst du einschätzen, ob ein analytischer oder ein kreativer Ansatz erforderlich ist, um das Problem zu lösen. Oftmals lohnt es sich nicht sich den Kopf über die perfekte Lösung zu verbrechen, denn die Aufgaben werden dir gestellt um andere Fähigkeiten zu testen, kurz gesagt: „Der Weg ist das Ziel.“ Die Standard Aufgabentypen lassen sich grob in die Kategorien: Einzelübungen, Gruppenübungen, Präsentationen und Tests einteilen.


AUFGABE 1: DIE VORSTELLUNGSRUNDE UND DAS INTERVIEW

Genau wie einem klassischen Vorstellungsgespräch wird es individuelle Gespräche zwischen dir und den Assessoren bezüglich deiner Motivation und deiner Fähigkeiten geben. Bei der Vorstellungsrunde sind meist alle Bewerber anwesend. Diese dient dazu die anderen Bewerber kennenzulernen und dem potentiellen Arbeitgeber einen ersten Eindruck über die eigene Persönlichkeit und den bisherigen Werdegang zu vermitteln. Wie du die gestellten Fragen geschickt beantwortest erfährst du in unserem Guide Fragen im Bewerbungsgespräch.


AUFGABE 2: DIE PRÄSENTATION

Egal ob alleine oder in ein Gruppe, diese Aufgabe testet nicht nur deine Präsentationsskills, sondern auch deine Auffassungsgabe, Stressresistenz und Medienkompetenz. Oftmals bekommt man eine bestimmte Fragestellung aus Politik, Wirtschaft oder Gesellschaft gestellt, welche dann in einem kurzen Vortrag erörtert werden soll. Deshalb solltest du so früh wie möglich mit der Verfolgung aktueller Geschehnisse anfangen, wenn du dies sowieso nicht schon regelmäßig tust. Vergiss nicht, dass die Assessoren dir eventuell extra wenig Zeit zur Vorbereitung geben oder Zwischenfragen während deiner Präsentation stellen, um deine Stressresistenz zu testen.


AUFGABE 3: DIE POSTKORBÜBUNG

Die Organisation eines vollen Postfachs stellt für dich kein Problem dar? Super! Bei der Postkorbübung bekommst du ca. 20 To-Dos. Diese musst du unter erschwerten Bedingungen wie z.B. Störungen durch eingehende Anrufe, Meetings oder Kollegen, sortieren. Viele Aufgaben werden voneinander abhängig sein und gegebenenfalls wirst du diese sogar delegieren müssen. Tipp: Es empfiehlt sich “laut” zu denken und den Assessoren deine Herangehensweise schrittweise zu erklären.


AUFGABE 4: DAS ROLLENSPIEL

Bei einem Rollenspiel handelt es sich meist um eine Konversation zwischen dem Bewerber und einem oder zwei der Assessoren. Dies kann z.B. ein fiktives Mitarbeitergespräch oder ein Kundengespräch bei dem die Assessoren Position aggressiv vertreten werden, um deine Stressresistenz, Konfliktfähigkeit und Lösungsfindungskompetenzen zu testen. Lass dich deshalb nicht zu impulsiven Antworten hinreißen, denn hier ist Diplomatie gefragt. Immer schön ruhig bleiben, durchatmen und besonnen reagieren!


AUFGABE 5: DIE GRUPPENDISKUSSION

Ähnlich wie bei den Einzel- oder Gruppenpräsentationen wird bei der Gruppendiskussion ein Thema gestellt, das zumeist einen Bezug zum Unternehmen aufweist oder Teil des alltäglichen Geschäfts ist. Es kann aber auch sein, dass sich deine Gruppe selbst ein Thema ausdenken muss, hierbei wird der Entscheidungsprozess bewertet. Manchmal werden einzelnen Mitgliedern auch vorgeschriebene Rollen gegeben, sodass sie eine bestimmte Meinung vertreten müssen. Bei dieser Aufgabe ist es wichtig eine logische und überzeugende Argumentationskette aufzubauen und die Meinungen der anderen Teilnehmer zu berücksichtigen. Auch wenn die Diskussion aufgrund verschiedener Standpunkte einmal hitzig werden sollte, solltest du möglichst sachlich bleiben und besonnen reagieren.

Neben den genannten Aufgaben gibt es z.B. noch Fragebögen und Wissenstest, Fallstudien, und ein Abschlussgespräch, in dem du Feedback zum Tagesverlauf und deiner Leistung geben sollst und selbst erfährst, wie die Assessoren deine Leistung beurteilen.

Um diese und andere Aufgaben lösen zu können, ist es empfehlenswert, alle dir zur Verfügung stehenden Hilfsmittel zu nutzen. Mit Beamern, Flipcharts und andere Präsentationsmedien kannst du deine Lösungswege logisch darstellen und deinen sicheren Umgang mit der Technik zeigen. Ein letzter Tipp zum Thema Pause - definitiv nicht abschalten, denn Pause ist nicht gleich Pause. Auch hier stehst du unter Beobachtung, weshalb du auch die Pausen nutzen solltest, um dich von deiner besten Seite zu zeigen.

Egal welche Aufgabe dich im Endeffekt erwarten wird, es gibt immer kleinere Tipps und Tricks mit denen du sehr viel Eindruck machen und dein Wohlbefinden und deine Leistungsfähigkeit in stressigen Situationen steigern kannst. Diese und weitere nützliche Informationen findest du in unserem Guide zum Thema Vorbereitung eines Bewerbungsgesprächs.


Du hast ein Bewerbungsgespräch schon erfolgreich gemeistert und deinen ersten Arbeitsvertrag in der Hand? Lies dir jetzt unsere Tipps zu Gehaltsverhandlungen und dem ersten Arbeitstag durch.


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