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Warum du als Student immer so unproduktiv bist und was du dagegen machen kannst

Von Hannes Jarish am 13-04-2018
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Du schaffst es, den ganzen Tag gestresst zu sein und trotzdem abends das Gefühl zu haben, nicht wirklich viel geschafft zu haben? Du nimmst dir immer wieder vor, dass es morgen anders wird, fällst aber immer wieder in deine alten Gewohnheiten zurück? Das geht vielen Studenten so. Der Grund dafür ist die große Freiheit in der Gestaltung deines Tages. Mit ein paar einfachen Tricks kannst du aber schon morgen viel produktiver sein.

Wie soll man sich bloß motivieren, an der Seminararbeit weiter zu arbeiten, wenn die Abgabe erst in ein paar Monaten ist? Oder weiter an der Vorbereitung für eine Klausur sitzen, wenn man das auch morgen machen kann? Viele Studenten haben ein Problem: Sie bekommen ihre Aufgaben einfach nicht erledigt. Ich weiß das, weil es mir genauso ging. Der Grund dafür klingt erstmal komisch: Du hast einfach zu viel Zeit. Je mehr Zeit man hat, umso länger dauert die Erledigung von Aufgaben. Das wird auch als Parkinsonsches Gesetz bezeichnet. Wenn deine Klausur morgen wäre, würdest du dann effektiv lernen? Sicherlich! Schließlich kannst du deine Aufgaben nicht mehr weiter aufschieben. Daher bist du kurz vor einer Deadline oder einer Prüfung auch immer sehr effektiv in der Vorbereitung. Das folgende Zitat bringt das perfekt auf den Punkt: “Gäbe es die letzte Minute nicht, so würde niemals etwas fertig”

Gesagt haben soll es Mark Twain oder Samuel Langhorne Clemens. Wer genau es war, ist für uns gar nicht so wichtig. Wichtig ist: Mark oder Samuel hat Recht! Wir arbeiten also sehr effizient, wenn wir nicht mehr viel Zeit haben. Wir haben dann einfach gar keine Zeit mehr, um zu prokrastinieren. Jetzt musst du das nur noch das ganze Semester über anwenden. Aber wie soll das gehen?

Ordne deine Aufgaben

Zunächst einmal solltest du dir einen Überblick über alle deine Aufgaben, Fächer, Projekte und Deadlines machen. Was musst du also alles im Studium erledigen? Hier solltest du wirklich dein ganzes Semester von Anfang bis Ende planen. Du solltest dafür einen richtigen Kalender verwenden, damit du siehst, wie viel Wochen und Tage du Zeit für bestimmte Aufgaben hast. Im nächsten Schritt überlegst du, wie viel Zeit du für die Erledigung jeder Aufgabe brauchst. Vielleicht planst du für Klausur A insgesamt 240 Stunden an Vorbereitungszeit, für Klausur B aber nur 100 Stunden. Diese Planung wirst du im Laufe des Semester sicherlich immer wieder anpassen müssen. Im Gegensatz zu vielen anderen Studenten hast du aber wenigstens einen Plan! Jetzt weißt du, welche Aufgaben du alle erledigen musst und wie viel Zeit du dafür brauchst.

Arbeite mit Wochenplänen

Im nächsten Schritt verteilst du die Aufgaben auf einzelne Wochen. Wenn du für eine Klausur zum Beispiel jede Woche eine Vorlesung und eine Übung besuchst, dann könntest du jede Woche folgende Aufgaben in deinem Wochenplan haben:

- Klausur: 2 Stunden

- Nachbereitung Klausur: 1 Stunde

- Übung: 2 Stunden

- Nachbereitung Übung: 2 Stunden

Diese Veranstaltung benötigt also sieben Stunden pro Woche. Und wenn du jede Woche sieben Stunden deiner Zeit investierst, dann arbeitest du dich Schritt für Schritt durch den Stoff, ohne kurz vor der Prüfung alles auf einmal machen zu wollen.

Am Anfang eines Tages nimmst du aus deinem Wochenplan die Aufgaben, die du heute erledigen willst. Nimm dir dabei nicht zu viel vor, ein guter Richtwert sind fünf bis sechs produktive Stunden pro Tag. Auch deine Wochenpläne wirst du im Laufe des Semesters anpassen. Vielleicht macht es einfach keinen Sinn, eine bestimmte Veranstaltung zu besuchen, weil der Prof sowieso nur von seinem Wochenende erzählt (und ja, auch hier weiß ich, wovon ich rede).

Setz dir selber Fristen und Deadlines

Ein guter Plan nützt nichts, wenn er nicht umgesetzt wird. Deswegen musst du dich selbst dazu motivieren, deinen Plan auch einzuhalten. Hier findest du ein paar Hinweise, um deine Motivation zu stärken. Du solltest aber auch noch ein anderes Tool nutzen: Deadlines. Am Ende eines Semesters bist du ja gerade so produktiv, weil es diese Deadlines und Fristen gibt. Es nützt aber natürlich nichts, wenn du eine Deadline aufstellst und dann gar nichts passiert, wenn du sie nicht einhältst. Du kannst daher zum Beispiel Freunde oder Familie bitten, dich zu kontrollieren. Am Ende der Woche wird abgerechnet und du musst offenlegen, ob du deinen Plan auch einhalten konntest. Wenn nicht, ist eine Strafe fällig, zum Beispiel, dass du den Abwasch der WG für eine Woche erledigen musst (Ich weiß nicht, wie es dir geht, aber mich würde das mega motivieren :D).

Fazit: Gute Planung und Deadlines sind alles

Oder zumindest eine Menge wert. Plan am besten gleich jetzt deine nächsten Aufgaben, setz dir kurzfristige Deadlines und lass dich von deinen Freunden kontrollieren. Und vergiss dabei nicht: Das wirkt wirklich nur, wenn du dir auch eine schlimme Strafe überlegt hast. ;-)


Hannes schreibt auf studizeiten.de über die Themen Zeitmanagement, Lernmethoden und Motivation im Studium. Seinen kostenlosen Zeitmanagement Crashkurs bekommst du hier



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