Studentenjob Haustiersitter: Darauf kommt es an

Von Tim K. am 03-11-2016 0 Kommentare | 341 Views

Wer tierlieb ist, kann als Nebenjob auch Haustiere sitten. So schaffst Du beste Voraussetzungen für eine gut gefüllte Haushaltskasse.

Welches Tier willst Du betreuen?

Die wohl wichtigste Frage, die Du Dir vor dem Start in Deinen neuen Job stellen solltest, ist die nach der gewünschten Tierart. Vielleicht hast Du keine Präferenzen und kannst Dir sowohl hündische als auch kätzische Gesellschaft gut vorstellen. Möglicherweise leidest Du aber auch unter einer Tierhaarallergie und kannst nur bestimmte Tierarten in Deine Nähe lassen.


Hundesitter sind viel unterwegs

In jedem Fall will die Entscheidung für eine oder auch mehrere Tierarten gut überlegt sein. Als Hundesitter wirst Du Deinen Schützling nicht nur in der Wohnung betreuen, sondern auch an der frischen Luft unterwegs sein. Regelmäßige Spazierrunden und Spielstunden gehören zum Job des Hundesitters, damit sich das Tier auch wirklich wohl fühlt. Dabei spielt es keine Rolle, ob Du den Hund bei Dir Zuhause oder auch in seinem gewohnten Umfeld betreust. Bewegung kommt beim Hundesitting auf jeden Fall ins Spiel. Etwas anders sieht das bei der Betreuung von Katzen und Kleintieren aus. Katzen möchten zumeist in ihrem eigenen zuhause bleiben, auch wenn Herrchen und Frauchen einige Tage lang weg sind. Hier bekommen die meisten Betreuer einen Wohnungsschlüssel und kümmern sich täglich stundenweise um die Samtpfote. Bei Kleintieren wie Kaninchen, Ratten oder Hamstern genügt es, den Käfig sicher unterzubringen und die Tiere regelmäßig zu versorgen.

Du siehst, auch der Job des Tiersitters ist mit unterschiedlich hohem Aufwand verbunden. Das schlägt sich auch in den Kosten nieder, die Tierbesitzer gerne für die Betreuung zahlen. Für die stundenweise Betreuung von Katzen oder auch Kleintieren gibt es zumeist etwas weniger Geld als für Gassirunden mit dem Hund oder gar eine Urlaubsbetreuung.

Was Du als Tiersitter mitbringen musst

Die wichtigste Charaktereigenschaft, über die jeder Tiersitter verfügen sollte, ist Tierliebe. Der Job wird Dir keinen Spaß machen, wenn Du eine Abneigung gegen die pelzigen Begleiter hast. Schließlich beeinflussen die betreuten Tiere Deinen Alltag in der Zukunft deutlich. Hier kommt der zweite wichtige Aspekt zum Tragen: Zeit. Du brauchst in jedem Fall einen Terminkalender, der die Betreuung von Haustieren möglich macht. Beim stundenweisen Betreuen ist der Aufwand zumeist etwas geringer als bei der Aufnahme eines Vierbeiners in Dein Zuhause. Überlege Dir im Voraus gut, wie viel Zeit du investieren kannst und willst, damit es Dir mit Deinem Nebenjob auch wirklich gut geht. Wie zeitintensiv der Job des Hundesitters beispielsweise sein kann, zeigt ein Bericht der Zeit.

Die Bedürfnisse und Eigenheiten der betreuten Tierart solltest Du kennen

Unverzichtbar sind auch Grundkenntnisse rund um die Tierart, die Du betreuen möchtest. Hast Du noch nie einen Hund angefasst und kennst Du Dich nicht mit den Bedürfnissen der Vierbeiner aus, so wird der Job Dich möglicherweise überfordern. Besser ist es also, wenn Du Dich nur mit entsprechender Erfahrung als Tiersitter anbietest. Das ermöglicht Dir, dem Vierbeiner und auch dessen Halter einen entspannten Umgang mit der Betreuungssituation. Das Wissen rund um die betreute Tierart bezieht sich nicht nur auf die richtige Pflege und Erziehung, sondern auch auf Ernährung und gesundheitliche Bedürfnisse. Nicht jeder Vierbeiner, den Du bei Dir aufnehmen willst, strotzt nur so vor Gesundheit. Manche leiden unter einer Futtermittelallergie, Unverträglichkeit oder einer chronischen Erkrankung. Andere brauchen einfach eine zu ihrem Alter passende Nahrung. Stellst Du das Futter für diese Tiere bereit, solltest Du besondere Vorsicht walten lassen, denn gewöhnliche Supermarktware wird den individuellen Bedürfnissen nicht immer gerecht. Für solche Situationen bieten Marken wie Futterhaus mit einer breiten Palette an Spezialfutter bessere Voraussetzungen.

Zu guter Letzt solltest Du außerdem eine entspannte Grundhaltung mitbringen, wenn Du als Tiersitter Vierbeiner in Deinem Zuhause aufnimmst. Tierhaare, ein Kratzer am neuen Sofa oder auch ein kleines Malheur auf dem Küchenboden sollten Dich nicht aus der Ruhe bringen, denn wo Tiere sind, ist es oft weniger ordentlich als in tierfreien Haushalten.

Wichtige Maßnahmen vor dem Start

Nach reiflicher Überlegung hast Du Dich für den Job des Tiersitters entschieden? Sicherlich würdest Du am liebsten sofort loslegen. Bevor Du das jedoch tust, solltest Du Dich auch im Hinblick auf Versicherungen und Steuern gut vorbereiten. Es ist nicht rechtens, wenn Du Hund, Katze und Co. betreust, ohne Deine Einkünfte zu versteuern. In diesem Zusammenhang gibt es grundsätzlich zwei Möglichkeiten:

- Der Tierbesitzer stellt Dich als Minijobber ein

- Du meldest ein Gewerbe an

Die Variante des Minijobs eignet sich vor allem dann für Dich, wenn Du ein bestimmtes Tier regelmäßig betreust und das auch in Zukunft tun wirst. Hier einigst Du Dich mit dem Tierhalter auf einen Stundensatz oder auch ein monatliches Gehalt und musst Dich nicht um das Stellen von Rechnungen kümmern. Anders sieht das aus, wenn Deine Schützlinge regelmäßig wechseln, etwa im Rahmen einer Urlaubsbetreuung oder einer Hunde-Kita. Dann lohnt es sich, ein Gewerbe anzumelden und Deine Einkünfte zu versteuern. So kannst Du Deine Leistungen als Tiersitter auch online anbieten und Deinen Interessenten mit Stundensätzen und Pauschalen individuelle Lösungen ermöglichen, für die Du später eine Rechnung stellst. Da sich eine Steuererklärung für Studenten ohnehin lohnt, erhöht sich der jährliche Aufwand in dieser Hinsicht nicht.

Verursacht der betreute Hund einen Schaden, wird es ohne Versicherung teuer

Was Versicherungen betrifft, solltest Du vor allem dann handeln, wenn Du Dich künftig um einen Hund kümmern wirst. Auch wenn es sich um einen liebenswürdigen und braven Vierbeiner handelt, kann es dennoch zu einem Unfall kommen, bei dem das Tier der Schuldige ist. Da der eigentliche Besitzer zu diesem Zeitpunkt nicht anwesend ist, bist Du verantwortlich. „Denn § 834 BGB regelt die „Haftung des Tieraufsehers“: Demnach ist der Tiersitter für den Schaden verantwortlich, den das Tier einem Dritten zufügt.“ (Quelle: http://www.hallohaustier.de/ratgeber/tiersitter-un...) Daher solltest Du nicht ohne eine entsprechende Haftpflichtversicherung starten, die auch durch Tiere verursachte Schäden abdeckt.

Bereitest du Dich jedoch gut vor und entscheidest Du Dich für eine Tierart, die Du magst und mit der Du Dich auskennst, ist der Job des Tiersitters eine lukrative Beschäftigung, die auch der Seele gut tut.

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