5 Zukunftstrends für die Arbeitswelt von morgen

Von Max W. am 10-10-2016 0 Kommentare | 418 Views

Die Arbeitswelt ist im Umbruch. Megatrends wie die Digitalisierung und Mobilität verändern die Art, wie wir morgen arbeiten.

Das bringt höhere Anforderungen an Fachkräfte mit sich, gleichzeitig können diese aber auch höhere Ansprüche an ihren Traumjob stellen. Das Online-Stellenportal StepStone hat für seine Trendstudie „Arbeiten 4.0“ mehr als 17.000 Fach- und Führungskräfte sowie 1.000 Personalverantwortliche in einer Online-Umfrage befragt. Die repräsentative Umfrage gibt einen spannenden Einblick in die Realität der Arbeitswelt von heute und wie Fachkräfte zukünftige Entwicklungen einschätzen.


1 Die Anforderungen an Fachkräfte steigen

Geschäftsreisen gehören zu den gestiegenen Anforderungen an Fachkräfte dazu. Bild: pixabay.com © juliaorige (CC0 1.0)

Die Studie zeigt: Die Belastung von Fachkräften im Arbeitsalltag ist hoch und wird nach Einschätzung der Mehrheit weiter steigen. Heute arbeiten Fachkräfte durchschnittlich 8,5 Stunden täglich, wobei 10 Prozent von ihnen 10 Stunden und mehr arbeiten. Durchschnittlich haben sie 27 neue E-Mails pro Tag im Postfach zu bearbeiten, bei 12 Prozent sind es sogar mehr als 50 E-Mails am Tag. Im Jahr sind sie 17 Tage beruflich unterwegs, 10 Prozent der Fachkräfte sogar 60 Tage und mehr.

Dabei stellen 54 Prozent der Arbeitnehmer fest, dass das erforderliche Arbeitstempo und die Anforderungen des Unternehmens weiter steigen. 47 Prozent sind sich zudem einig, dass gleichzeitig die Komplexität der zu bewältigenden Aufgaben zunimmt.

2 Megatrend Digitalisierung

Digitale Arbeit ist heute die Regel geworden: Rund zwei Drittel aller Arbeitnehmer nutzen regelmäßig den Computer, mehr als die Hälfte ist beruflich im Web unterwegs, mit steigender Tendenz. Der Megatrend Digitalisierung ist einer der größte Treiber für Veränderungen in der Arbeitswelt. Die zunehmende Vernetzung macht Arbeitsprofile immer interdisziplinärer und komplexer – Fachkräfte, die ihren Kernbereich mit digitalem Know-how ergänzen, werden immer gefragter. Zudem wächst durch die Globalisierung und Flexibilisierung der Arbeit der Leistungsdruck auf Arbeitnehmer weiter.

3 Wachsende Mobilität

Auch die Bereitschaft zur Mobilität wächst bei fortschreitender Globalisierung und Digitalisierung. Interessanterweise sind die Fachkräfte in Deutschland im internationalen Vergleich eher bewegungsscheu: Während weltweit 64 Prozent breit sind, im Ausland zu arbeiten, sind es in Deutschland im Schnitt nur 44 Prozent. Dennoch ist auch hier die Tendenz steigend. 56 Prozent geben an, dass sie für eine neue Stelle umziehen würden, 36 Prozent machen einen Wechsel vom Standort abhängig, 10 Prozent bezeichnen sich als „völlig flexibel“.

4 Die Ansprüche von Fachkräften steigen

Gleichzeitig ermöglicht diese Entwicklung gut ausgebildeten Fachkräften, selbstbewusste Forderungen an ihre Arbeitnehmer zu stellen. Als die erste Generation der Digital Natives zeichnen sich junge Fachkräfte heutzutage nicht nur durch ihre digitale Grundkompetenz, sondern auch durch eine hohe Leistungsbereitschaft aus. Dafür fordern sie individuelle Förderung und Karrieremöglichkeiten ein und lehnen einen autoritären Führungsstil ebenso ab wie in Stein gemeißelte Hierarchien. Diese Flexibilität und die hohen Ansprüche haben die Bereitschaft, das Unternehmen zu wechseln, deutlich erhöht, wie die Studie zeigt. Nur 13 Prozent der Fachkräfte bleiben heute bei ihrem ersten Arbeitgeber. 31 Prozent gaben an, bereits 1-2 Mal das Unternehmen gewechselt zu haben, 29 Prozent 3-4 Mal, bei 25 Prozent waren es 5 Mal oder mehr.

5 Der perfekte Arbeitsplatz

Ein weiterer Trend: Die „harten“ Kriterien wie Gehalt und Sicherheit sind nicht länger bestimmend bei der Bewertung eines Arbeitsplatzes. Die so genannten „weichen“ Faktoren rangieren inzwischen deutlich höher. Am wichtigsten sind den Fachkräften heute interessante und abwechslungsreiche Arbeitsinhalte (90-92 Prozent), dicht gefolgt von einem harmonischen Arbeitsumfeld (89-94 Prozent) und klaren Anforderungen und Zielen (84-85 Prozent). Erst dann kommen Gehalt und Zusatzleistungen (82-84 Prozent), Entwicklungsmöglichkeiten wie Aufstiegs- und Weiterbildungsoptionen (82-84 Prozent) sowie die Jobsicherheit (79-89 Prozent).

Die Studie zeichnet ein vielschichtiges Bild einer Arbeitswelt im Umbruch. Wie auch in diesem Artikel in der Süddeutschen Zeitung nachzulesen, ist es besonders die nachrückende Generation der Millennials, die derzeit die Arbeitswelt verändert. Die Fachkräfte von morgen stehen zwar höheren Ansprüchen gegenüber, doch gewinnen sie dafür an Flexibilität und können ihre Ansprüche selbstbewusster geltend machen als früher.


Max W. (24) Wirtschaftsinformatik-Student aus Augsburg

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