10 Tipps für die Hausarbeit

Von Celina F. am 15-08-2016 0 Kommentare | 347 Views

Für viele Studenten ist die vorlesungsfreie Zeit ein Zeitraum, in der das Büffeln für Klausuren und mündliche Prüfungen an erster Stelle steht und der lang ersehnte Urlaub oftmals kürzer ausfallen muss als geplant. Auch müssen viele Studierende mehrere Hausarbeiten anfertigen. 

Wir geben dir Tipps, wie du das Schreiben der Hausarbeiten gut vorbereiten kannst, um dich nicht zu verzetteln und nachträgliche Anpassungen gering zu halten. Mit einem guten Plan für die Hausarbeit kannst du dir in den vorlesungsfreien Wochen so mehr Zeit für Hobbys, Urlaub und Freunde freihalten. 

1. Die Motivation
Vor dem Schreiben sollte dir klar sein, warum du überhaupt Hausarbeiten schreiben musst. Kein Dozent möchte dich quälen!
Durch das Schreiben von Hausarbeiten bereitest du dich schon für deine Abschlussarbeit vor. Du erlernst wissenschaftliches Schreiben und trainierst deine Recherchefähigkeit. Vielleicht kannst du sogar Erkenntnisse aus deinen Hausarbeiten für deine Abschlussarbeit nutzen und die Ideen darin weiterentwickeln.

2. Die Themenfindung
Setze dich mit deinen Seminarinhalten auseinander. Welche Themenbereiche haben dich besonders interessiert? Gibt es vielleicht sogar eine Forschungslücke, die dich reizt? Eine Hausarbeit geht deutlich leichter von Hand, wenn du dich für das Thema interessierst.

3. Gespräch mit dem betreuenden Dozenten
Wenn du einen Themenbereich gefunden hast, ist es an der Zeit, eine Sprechstunde mit deinem Dozenten zu vereinbaren. Dort hast du die Möglichkeit, ihn von deinem Thema zu überzeugen. Oftmals hilft der oder die Lehrende dir auch, die Fragestellung zu spezifizieren und besonders geeignete Fachliteratur zu finden.

4. Recherche und Inhaltsverzeichnis
Hast du eine spannende Fragestellung gefunden, so kannst du nun mit der Recherche beginnen. Suche neben den Literaturvorschlägen, die dir dein/e Dozent/in gegeben hat, weitere Literatur und lese sie quer. Dabei solltest du nicht den Überblick verlieren und zu tief ins Detail gehen. Deine gewonnenen Informationen dienen zunächst lediglich dazu, dir einen Überblick zu verschaffen, sodass du ein Inhaltsverzeichnis erstellen kannst. Die Erstellung eines Inhaltsverzeichnisses ist an dieser Stelle enorm wichtig, da es dir beim weiteren Schreiben die Struktur vorgibt. Dadurch behältst du den roten Faden und verzettelst dich nicht. Wichtig ist es, die Struktur deiner Arbeit mit dem/der Lehrenden abzusprechen!

5. Die Einleitung
Jetzt beginnt das eigentliche Schreiben. Starten solltest du mit der Einleitung. Darin wird deine Themenstellung präzise formuliert und deine Methode deutlich gemacht. Des Weiteren soll auch deine Gliederung der Arbeit sowie Ziele klar formuliert werden: Was möchtest du mit deiner Arbeit erreichen?

6. Die Textarbeit
Als Nächstes setzt du dich intensiv mit den Quellen und Daten auseinander. Dabei hilft es, wichtige Texte zu paraphrasieren oder exzerpieren, indem du die Kernaussagen herausschreibst. Wichtig: Vergiss bitte niemals den Autoren, den Titel des Textes und die Jahreszahl der Veröffentlichung unter den Text (Exzerpt) zu schreiben und kennzeichne Zitate, sonst droht ein mögliches Plagiat!
Manchmal ist es auch nützlich, wichtige Fachbegriffe und Definitionen in einem Glossar anzulegen, so hast du Fachvokabular und notwendige Begriffsbestimmungen jederzeit zur Hand.   

7. Die Schreibarbeit
Wichtige Vorarbeiten sind nun abgeschlossen, sodass du nun endlich mit dem Schreiben loslegen kannst. Keine Angst vor dem weißen Blatt. Du hast dich ausreichend in wichtige Literatur eingelesen, wichtige Begriffe definiert und in einem Glossar gesammelt. Nun kommt es darauf an, dein Wissen in Worte zu fassen. Falls du merkst, dass du nichts zu Papier bringen kannst oder die Hausarbeit immer weiter vor dich herschiebst, solltest du dies auf keinen Fall ignorieren. Es gibt einige Tipps und Techniken, um Schreibhemmungen zu überwinden. Zum Beispiel kannst du dir feste Zeiten zum Schreiben einplanen, in denen du das Smartphone und andere Ablenkungen ausschaltest, oder dich statt zu Hause an einen Schreibtisch in der Bibliothek setzen. An manchen Hochschulen gibt es auch Tutoren-Teams, die dich beim Schreiben unterstützen.
Nicht nur auf den Inhalt, auch auf die Form kommt es bei der Hausarbeit an. Informiere dich unbedingt im Vorhinein über die gewünschte Zitierweise. Nicht alle Fachbereiche und nicht alle Lehrenden wünschen dieselbe Zitation. Zitiere oder paraphrasiere jedoch nicht zu viel, denn deine Arbeit soll nicht nur einen Forschungsüberblick darstellen, sondern auch deine eigene Argumentation verdeutlichen.

8. Der Schlussteil
Der Hauptteil steht. Jetzt muss nur noch ein Fazit geschrieben werden. Dabei ist zu beachten, dass die Einleitung und das Fazit einen Rahmen für die Arbeit schaffen. Du nennst wichtige Ergebnisse und fasst sie noch einmal zusammen, du nennst Defizite deiner Arbeit oder Forschungslücken und rundest deine Arbeit ab.

9. Das Korrekturlesen
Wenn deine Hausarbeit fertig geschrieben ist, solltest du einige Tage warten, bevor du mit dem Korrekturlesen beginnst. So bekommst du Abstand zu deiner Arbeit bekommst und kannst objektivere Einschätzungen treffen. Viele Fehler wirst du allerdings nicht alleine finden, da das menschliche Gehirn oft das liest, was es möchte. Suche dir also am besten eine Kommilitonin oder einen Kommilitonen aus, die oder der deine Arbeit gegenliest. Vielleicht findet er/sie dabei auch Fehler in der Argumentation oder sie/er vermisst einen roten Faden. Dann sprich mit ihm oder ihr darüber und versuche, deine Arbeit dementsprechende zu bearbeiten.
Vergiss auf keinen Fall, deine Eigenständigkeitserklärung sowie dein alphabetisch sortiertes Literaturverzeichnis mitanzuhängen!

10. Der Druck
Jetzt hast du es geschafft! Drucke deine Arbeit aus und reiche sie mit einer digitalen Kopie bei deinem Dozenten ein.
Ganz wichtig zum Schluss: Belohne dich für deine Arbeit und gönn‘ dir etwas Schönes!


Celina F., Studentin der Germanistik an der Uni Münster.

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