Die richtige Vorbereitung für ein englisches Bewerbungsgespräch

Von Julie B. am 25-07-2016 0 Kommentare | 446 Views

Du hast ein Jobinterview auf Englisch und weißt nicht, wie du dich richtig darauf vorbereiten sollst? Hier findest du ein paar hilfreiche Tipps.

Du bist auf der Suche nach einem Job oder einer neuen Arbeitsstelle und hast das lang ersehnte Jobinterview ergattert? Jetzt geht es zur Vorbereitung – aber sei gewarnt, denn immer mehr Unternehmen führen das Bewerbungsgespräch auf Englisch. Denn die Sprache gehört mittlerweile zum guten Ton – vor allem aus wirtschaftlicher Sicht. Folgend findest du einige hilfreiche Tipps und Tricks, wie du dich richtig auf ein englisches Bewerbungsgespräch vorbereiten kannst.

Normale Bewerbungsgespräche sind stressig genug, aber ein Interview auf Englisch ist es umso mehr. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass du dir die Zeit nimmst, um dich auf dein englisches Bewerbungsgespräch noch gründlicher vorzubereiten als für ein gewöhnliches Jobinterview, damit du am großen Tag glänzen kannst. Übrigens: Nicht alle Bewerbungsgespräche werden ausschließlich auf Englisch geführt. Es kann gut sein, dass der Personaler dich erst auf Deutsch ausfragt, dann aber ruckartig auf Englisch umschlägt, um dich zu testen. Dies ist besonders oft der Fall, wenn du dich für eine Stelle im Ausland bewirbst, bei der gute bis sehr gute Englischkenntnisse notwendig sind.

Sei dir deiner Sprachkennnisse sicher
Egal ob es dein erstes oder dein bereits hundertstes Bewerbungsgespräch ist: Die richtige Vorbereitung ist alles. Beginne damit, alle deine wichtigen Bewerbungsunterlagen ins Englische zu übersetzen – dazu gehört vor allem dein Lebenslauf. Übrigens: Gib in deinem CV unbedingt deine korrekte Sprachkompetenz (nutze hier die Sprachniveaustufen des GER) an. Es nützt nichts zu sagen, dass du über fließende Kenntnisse verfügst, wenn du im Bewerbungsgespräch kaum ein Wort sprechen kannst.

Doch auch wenn du über gute Englischkenntnisse verfügst, solltest du diese schon einige Zeit vor dem Interview dringend unter Beweis stellen und vielleicht auch etwas auffrischen. Dies ist vor allem der Fall, wenn spezielles Fachvokabular aus der Unternehmensbranche abgefragt wird. Lies dir englische Artikel durch, höre dir Podcasts an oder besuche einen Englischkurs. Übrigens: Solltest du nur wenig Zeit haben, um deine Englischkenntnisse zu perfektionieren, ist eine Sprachreise ideal. So lernst du tagsüber das neue Vokabular an einer Sprachschule vor Ort und kannst den Nachmittag in Ruhe dazu nutzen, das Gelernte gleich im Alltag anzuwenden und deine sprachlichen Kompetenzen unter Beweis zu stellen.

Die Standardvorbereitung
Bist du dir deiner Englischkenntnisse bewusst, beginnt jetzt die Vorbereitung. Denke darüber nach, wie du dich, deine Ausbildung und deine Erfahrungen am besten präsentieren kannst. Schreibe dir dazu viele Stichpunkte auf und formuliere diese dann in Sätze. Denke auch daran, dich ausreichend über deinen potenziellen Arbeitgeber zu informieren. Schaue dir die Webseite an, lies Artikel und mach dich schlau. Informiere dich unter anderem darüber, wo die Firma operiert, welche Produkte sie vertreibt und wie die Marktsituation aussieht.

Hast du dich erst einmal ausgiebig über deinen potenziellen Arbeitgeber erkundigt, geht es jetzt darum, eine gewisse Sprachsicherheit zu entwickeln. Ebenfalls eine gute Vorbereitung ist, dir die häufig gestellten Interviewfragen auf Englisch durchzulesen und Antworten darauf vorzubereiten. Hier ist eine kleine Übersicht über mögliche englische Interviewfragen, die du bereits im Voraus beantworten solltest: 


• How would you describe yourself? (Wie würdest du dich selbst beschreiben?)
• What are your strengths? (Was sind deine Stärken?)
• What are your weaknesses? (Was sind deine Schwächen?)
• Why did you leave your last job? (Warum hast du deinen letzten Job aufgegeben?)
• What do you do in your current role? (Was machst du in deiner jetzigen Position?)
• Why would you like to work here? (Warum möchtest du hier arbeiten?)
• What do you know about this company? (Was weißt du über diese Firma?)
• Where do you see yourself in five years? (Wo siehst du dich in fünf Jahren?)
• Do you have any questions for me? (Hast du noch irgendwelche Fragen?)


Übrigens kann es auch nie schaden, das Internet für weitere potenzielle Bewerbungsfragen auf Englisch abzusuchen. Hast du erst einmal alle möglichen Fragen gesammelt, liegt es jetzt an dir, dir genau zu überlegen, wie du diese am besten beantwortest.
Wenn du dir die Antworten zu diesen häufigen Bewerbungsfragen zurechtlegst, solltest du auch deine Verwendung der englischen Sprache bedenken. Nutze stets die korrekte Zeitform, bringe Branchen-Spezifisches Vokabular ein und vermeide es, umgangssprachlich zu werden. Grundsätzlich gilt hier: Egal ob du in Englisch oder auf Deutsch sprichst, Professionalität ist gefragt.

Übung macht den Meister
Ebenfalls unerlässlich bei der richtigen Vorbereitung auf ein englisches Bewerbungsgespräch ist Übung. Da Englisch höchstwahrscheinlich nicht deine Muttersprache ist, solltest du üben die häufig gestellten Bewerbungsfragen laut auf Englisch zu beantworten. Übrigens: Trainiere den Wechsel zwischen Deutsch und Englisch, da der Personaler im Bewerbungsgespräch spontan die Sprache wechseln kann. Am besten übst du die Bewerbungsfragen mit einer Person, die bewusst zwischen Englisch und Deutsch switchen kann – so wird dir der Wechsel auch im Interview deutlich leichter fallen.

Solltest du niemanden haben, mit dem du dich vorbereiten kannst, hast du die Möglichkeit, Software zum Aufnehmen auf deinem Handy oder Computer zu nutzen, um das Vorlesen der Fragen und darauf zu antworten zu üben. Spiele die Aufnahme ab, nachdem du alle Fragen beantwortet hast. Höre, ob du jedes Wort verstehen kannst, und überlege dir, wie du dich verbessern kannst, zum Beispiel indem du deutlicher sprichst oder genaueres Vokabular benutzt. Suche fachspezifischen Jargons raus und zögere nicht, dieselbe Frage mehrmals zu wiederholen. Dein Ziel ist es, ohne Zögern die häufigsten Bewerbungsfragen sicher beantworten zu können. Das gibt dir auch mehr Spielraum, wenn es darum geht, unerwartete Fragen zu beantworten, welche immer in einem Bewerbungsgespräch vorkommen.

Julie B. (27) Digital Marketing Specialist und Bloggerin für EF Education First in Düsseldorf

Kommentare

Schreibe den ersten Kommentar.

Kommentar hinzufügen