Jobs im Ausland: So einfach ist der Sprung in die internationale Berufswelt

Von Sarah K. am 20-06-2016 0 Kommentare | 436 Views

Das eigene Land verlassen, die aufwendige Planung und an wenigen Tagen im Jahr die Familie und Freunde wiedersehen: Dies sind einige der Gründe, warum viele den Gedanken an eine Karriere außerhalb der Komfortzone schnell wieder verwerfen. Doch so mühsam, wie sich ein Auslandsjob im ersten Moment anhört, ist es gar nicht: Viele Jobs sind (meist auf ein Jahr) befristet und den Bewerbungsprozess, vom ersten Anruf bis zum Relocation Package, übernimmt eine Recruiting-Agentur gemeinsam mit dem Unternehmen. Außerdem verschafft dir ein Auslandsjob in deiner späteren Karriere einen Vorteil gegenüber Konkurrenten, die sich auf dieselbe Stelle beworben haben.

Durch die Internationalisierung wird es heutzutage immer üblicher ins Ausland zu gehen, denn viele Firmen expandieren und brauchen Muttersprachler in den ausgewählten Ländern. Ganz klar, dies ist keine Entscheidung, die von jetzt auf gleich getroffen werden kann und bedarf genügend Überlegung! Der folgende Artikel zeigt, welche Chancen euch Jobs im Ausland bieten.

5 Vorteile von einem Job im Ausland 


Häufig steht man sich selbst im Weg, da solch eine Entscheidung mit viel Überwindung verbunden sein kann. Doch springt man über seinen eigenen Schatten, wird man es garantiert nicht bereuen! Insbesondere diese 5 Vorteile kann ein Job im Ausland mit sich bringen:

1. Internationale Arbeitserfahrung ist in vielen Bereichen unentbehrlich. 

2. Sprachkenntnisse werden aufgebessert. 

3. Persönliche Weiterentwicklung und der Horizont wird erweitert.  

4. Interkulturelle Kompetenz wird ausgebaut. 

5. Neue Arbeitssysteme werden verinnerlicht. 


Auch wenn einem die Vorteile einer Auslandserfahrung mittlerweile bewusst sind, steht oftmals der zeitliche Aufwand im Weg. Man kann es förmlich vor sich sehen, den Stapel an Papierkram, das Abklappern von sämtlichen Ämtern und steigende Kosten. Doch gerade, wenn es sich um Jobs im Ausland handelt, kümmern sich Recruiter wie von StudentJob um den Bewerbungsprozess.

Wie genau kann ich mir solch einen Recruiting
-Prozess vorstellen? 

Der Recruiting-Prozess besteht im Wesentlichen aus 5 Schritten: Sobald du dich auf einen Job im Ausland beworben hast, erfolgt der erste Anruf, in welchem allgemeine Fragen geklärt werden. Hier fallen Punkte wie deine Verfügbarkeit und Ortsvorstellungen hinein. Sofern alles passen sollte, wirst du im nächsten Schritt zu einem Telefoninterview eingeladen. Hier werden deine persönlichen und professionellen Erfahrungen und Fähigkeiten von den Recruitern unter die Lupe genommen. Solltest du es bis hierhin geschafft haben, geht nun eine Empfehlung an den Kunden, welcher sich im dritten Schritt mit dir in Verbindung setzen wird. In manchen Fällen kommt ein firmeninterner Test auf dich zu oder es erfolgt eine direkte Einladung zu einem Skype Gespräch, Telefoninterview oder persönlichem Vorstellungsgespräch mit dem Kunden. Im besten Fall entscheidet sich der Kunde für dich und du hast den Job!

Interview: Auslandserfahrungen aus erster Hand

Um euch einen Einblick in das Arbeitsleben fernab von zu Hause zu bieten, haben wir Emil und Ivan befragt, zwei Weltentdecker, die den Sprung ins Ausland gewagt haben. Die beiden teilen ihre Arbeitserfahrungen im Ausland aus erster Hand mit euch. Elias ist als Gaming Supporter in Bulgariens Hauptstadt Sofia unterwegs und Ivan als Kundenbetreuer in Portugals Sonne in Lissabon. Die beiden beantworten ein paar Fragen, die bei vielen, die an einen Job im Ausland nachdenken, aufkommen. 

Was ist die Kernaufgabe eures Jobs im Ausland?

• Emil: Ich habe mein Hobby zum Beruf gemacht! Ich teste Spiele, helfe Usern über verschiedene Channels wie Email, Live Chat etc., wenn Probleme oder Fragen auftreten oder Anregungen bezüglich der Spiele haben.

• Ivan: Ich helfe Business-Kunden des erfolgreichsten sozialen Netzwerks mit der Schaltung von Werbekampagnen.

Habt ihr Trainings erhalten, um euch einzuarbeiten und weiterzuentwickeln?

• Emil: Ja. Das Training dauerte 7 Tage und war etwas zu kurz, aber du lernst während der Arbeit schnell dazu, ganz nach dem Motto “Learning by Doing”. Für komplexere Dinge, wie technische Probleme oder Rechnungen ausstellen, sind spezielle Trainings erforderlich, aber nach einiger Zeit kommt man definitiv zurecht.

• Ivan: Ja. Insgesamt dauerte das Training 3 Wochen, bevor die Arbeit begonnen hat. Durch theoretische und praktische Einweisung war die Basis für den Job geschaffen. Auch ein Sprachkurs war inkludiert! 

Nach der Arbeit ab zum "Praca do Comercio" und den Sonnenuntergang in Lissabon miterleben

Wie sieht der typische Büroalltag bei euch aus?

• Emil: Die Firma bietet sehr viele Aktivitäten an, auch außerhalb des Büros! Die Teamleader sind super und die Aufstiegschancen sehr ansprechend. Zudem sind die Arbeitszeiten sehr angenehm. Jeden Monat werden unterschiedliche Events von der Firma organisiert, an denen man teilnehmen kann.

• Ivan: An meinem eigenen Arbeitsplatz bin ich von anderen Kollegen und Vorgesetzten umgeben, die sehr hilfsbereit sind. Die Arbeitsatmosphäre ist sehr gut und die Firma organisiert wöchentliche Aktivitäten wie sportliche Events, gemeinsames Kochen, Partys, etc.

Wie läuft das Arbeiten im Team?

• Emil: Kurz und knapp: Einfach nur großartig!

• Ivan: Die Kollegen helfen wo sie können und sind sehr zuverlässig.

Nun ein bisschen mehr zum Leben im Ausland: Wie ist das öffentliche Verkehrsnetz in eurer Stadt?


• Emil: In Sofia sind die öffentlichen Verkehrsmittel ab 22 Uhr kostenlos. Da ich allerdings nur 5 min vom Zentrum zu mir nach Hause brauche, habe ich diese bisher selten genutzt.

• Ivan: Die öffentlichen Verkehrsmittel sind gut ausgebaut, sogar mit den Schiffen lässt sich alles super erreichen!

Was auch nicht zu kurz kommen sollte: Wie sieht es mit Sightseeing und Ausgehmöglichkeiten aus?

• Emil: Sofia ist eine super Stadt für Leute, die gerne feiern gehen. Hier gibt es wirklich viele Möglichkeiten zum Ausgehen! Auch das Sightseeing kommt nicht zu kurz: Der Marktplatz, die Berge und das Meer bilden neben vielen Shoppingcentern eine abwechslungsreiche Freizeitgestaltung. Allerdings muss man sagen, dass diese für meinen Geschmack ein wenig überteuert sind!

• Ivan: Lissabon hat viele interessante Seiten, die man definitiv mal besucht haben sollte. Es unterscheidet sich schon deutlich von Zentraleuropa. Es gibt jede Menge tolle naheliegende Orte wie Porto, Algarve, die Azoren, Madeira und viele andere. Auch andere Länder sind günstig zu erreichen, ein kurzer Trip nach Spanien, Gibraltar oder Marokko ist auf jeden Fall eine Überlegung wert. In Lissabon gibt es zudem viele Möglichkeiten auszugehen, ganz egal ob tagsüber oder nachts. Es gibt sogar ein eigenes Viertel, das für das Nachtleben sehr bekannt ist. (Bairro Alto = Altstadt)

Was empfehlt ihr zukünftigen Kandidaten, die im Ausland arbeiten möchten?


• Emil: Wenn ihr Lust auf ein tolles Team habt und Spaß bei der Arbeit haben wollt, dann ist ein Job in Sofia genau die richtige Entscheidung!

• Ivan: Ich bin sehr zufrieden mit dem Job! Was ich zukünftigen Kandidaten raten würde, ist die Urlaubstage frühzeitig anzukündigen, damit hier keine Probleme auftreten. 

 

Wir bedanken uns für das erfrischende Interview! 

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