Dresscode im Bewerbungsgespräch – Do’s & Don’ts

Von Elisabeth F. am 25-01-2016 0 Kommentare | 486 Views

Das Bewerbungsgespräch steht an und du bist inhaltlich top vorbereitet? Sehr gut! Denn dann kannst du dich auf das konzentrieren, was den wirklich prägenden Eindruck hinterlässt: Deine äußere Erscheinung. Man kann gar nicht überschätzen, wie viel sie zählt. Mit folgenden Tipps bist du gut vorbereitet:

Peinliche Patzer vermeiden
Fangen wir mit den Basics an: Ob dich dein möglicher zukünftiger Chef gut riechen kann, wird maßgeblich davon abhängen, ob du dir die Zeit genommen hast, vor dem Gespräch noch mal zu duschen. Die Regeln ähneln denen beim Dating: Fettige Haare, ungepflegter Bart, Schweißgeruch, schmutzige Fingernägel etc. sind ein klares No-Go! 

Es scheint offensichtlich, doch passiert es immer wieder: Kleine negative Auffälligkeiten werden relativiert, dann heißt es schnell „Ach diesen kleinen Fleck bemerkt doch sowieso keiner.“ Denk aber daran, dass Löcher, Flecken, Laufmaschen usw. widerspiegeln, wie viel Sorgfalt und Ordnung du an den Tag legst. Außerdem kann dich der lästige Gedanke „Hoffentlich bemerkt keiner den Fleck!“ vom eigentlichen Gespräch ablenken.

Vorbereitung ist alles
Damit du nicht kurz vor dem Bewerbungsgespräch feststellst, dass sich dein einziges Hemd gerade in der Reinigung befindet, solltest du dir einige Tage vor dem Gespräch überlegen, was du gern anziehen möchtest. Wenn der Ort, an dem du das Gespräch hast, außerdem eine weite Reise von dir verlangt, dann nimm dir zur Sicherheit ein Handgepäck mit, in welchem du Sachen zum Wechseln, eventuell auch Deo und Kaugummis dabei hast.

„Kleider machen Leute“
Was genau zieht man denn nun an? Mit einem Anzug kann man prinzipiell nichts falsch machen, zumindest ein Sakko und Hemd zu dunkler Jeans sind auf jeden Fall empfehlenswert. Ähnlich bei den Ladies: Rock oder Kostüm muss nicht unbedingt sein, aber eine dunkle Hose zu Bluse und Blazer solltest du jedoch tragen. Was die Schuhe betrifft: Dunkle Schuhe, keinesfalls Sneakers. Und Schuhe mit Absatz nur dann, wenn du dich wohl fühlst und problemlos in ihnen laufen kannst. (Höher als 7cm sollte der Schuh jedoch nicht sein.)

Grundsätzlich ist man mit dunklen Farben gut beraten. Schwarz, dunkelblau oder grau, kontrastiert mit einem hellen Hemd oder einer hellen Bluse, wirkt nicht langweilig sondern elegant und zeitlos. Wer besonders modebewusst erscheinen will kann dezente Farbtupfer einsetzen (z.B. eine weinrote Krawatte oder ein hellblaues Tuch). 

Auf Marken oder besonders teure Kleidung kommt es im Übrigen nicht an. Deine Sachen sollten gut sitzen und sich in einem gepflegten Zustand befinden. Wichtig ist auch, dass du dich wohl fühlst. Keine Sorge, du wirst dir in formeller Kleidung nicht fehl am Platz vorkommen! 

Konventionen vs. Selbstverwirklichung
Dass das äußere Erscheinungsbild so wichtig und stark genormt ist, hängt teils sicherlich mit fragwürdigen gesellschaftlichen Konventionen zusammen. Ein wichtiges Vorstellungsgespräch ist jedoch eine schlechte Gelegenheit, um gegen diese zu rebellieren. „Das ist gar nicht mein Stil.“ oder „Die sollen mich akzeptieren wie ich bin.“ kann in der Berufswelt viele Absagen garantieren. Grundsätzlich gilt: „overdressed“ oder „zu konservativ“ gibt es nicht. Ein Rock kann nicht zu lang sein, nur zu kurz, eine Hose nicht zu schick, nur zu leger.
Die Idee hinter einem besonders gepflegten Äußeren und formeller Kleidung ist simpel: Du willst deinem Gegenüber zeigen, wie ernst du ihn und sein Unternehmen nimmst. Es gilt also, ohne wenn und aber, so wenig nackte Haut wie möglich zu zeigen. Das heißt insbesondere bei Frauen: Schultern und Knie bleiben bedeckt. Eventuelle Tattoos oder Piercings sollte man ebenfalls versuchen zu kaschieren.

Tipps für Mann und Frau: Bitte unbedingt vermeiden
Ladies: Sehr auffälliges Make-Up, knalliger Nagellack oder extrem hochtoupierte Frisuren wirken unprofessionell und aufmerksamkeitsheischend!
Gents: Auf den Drei-Tage-Bart, die lustige Sponge-Bob-Krawatte und bunte Festival-Bändchen am Handgelenk zumindest für diesen einen Tag verzichten!

Last, but not least
Stell dich am besten in den Spiegel und frage dich: Wirke ich professionell? Ziehe zur Sicherheit Freunde und Bekannte zu Rate, am besten solche, die schon mehrere Vorstellungsgespräche hinter sich haben. Und zu guter Letzt: Entspann dich. Mit der richtigen Garderobe hast du schon einen wichtigen Schritt des Weges hinter dir!

Elisabeth F. (20), Anglistik / Öffentliches Recht, Heidelberg

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