Im Interview mit Gilles - Dualer Student bei AIRBUS

Von Gilles H. am 18-01-2016 0 Kommentare | 879 Views

Name: Gilles Hübner
Alter: 22 Jahre
Beruf: Dualer Student für Wirtschaftsingenieurwesen bei der AIRBUS Operations GmbH
Ich bin: eine gutgelaunte Quasselstrippe, ein fußballverrückter Berliner und reiselustiger Gourmet

1. Was hast Du studiert und wo?
Während meines Abiturs im Jahre 2012 und damit noch vor meiner letztendlich fast dreijährigen Tätigkeit als Flugbegleiter für die Lufthansa Group hatte ich mir gesagt: Erst gehst du fliegen – und dann studierst du in der Luftverkehrsbranche! So hatte ich es mir auf die Fahnen geschrieben – und so habe ich es schließlich auch umgesetzt. Während ich also im späten Sommer des Jahres 2014 als Kabinenmitarbeiter so über den Wolken durch Europa rauschte und nicht ganz endgültig den Boden unter den Füßen verlieren wollte, fasste ich den Entschluss, auch Teil zwei meines Planes in die Tat umzusetzen und bewarb mich noch während der Fliegerei für ein duales Studium bei der Airbus Operations GmbH in Hamburg. „Für was eigentlich?", stellte ich mir die Frage. Meine Entscheidung fiel nach umfangreicher Recherche und Informationsbeschaffung von allen Seiten dann doch recht schnell auf den interdisziplinären Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen. Ich konnte mich nach der Bewerbung hierfür im Einstellungsverfahren durchsetzen und studiere daher seit letztem Jahr an der international bekannten Hochschule der Wirtschaft – der Nordakademie im schleswig-holsteinischen Elmshorn. Während ich hier meine insgesamt sieben Semester, also die Theoriephase im Rahmen des dualen Studiums, durchlaufe, absolviere ich meine verschiedenen Praxiseinsätze (Praktika) natürlich beim Arbeitgeber und größten europäischen Flugzeughersteller auf dessen Werksgelände in Hamburg-Finkenwerder. 


2. Was machst Du als Erstes, wenn Du morgens zur Arbeit kommst?
Natürlich erstmal meine KollegInnen begrüßen, einen kurzen Smalltalk halten und mich nach dem obligatorischen Gang in die Kaffeeküche – aus der ich aber nur mit einem gekochten Tee zurückkehre - frisch und motiviert an die Arbeit machen, um zunächst meine eingegangenen Emails checken.

3. Was ist das Coolste an Deinem Job?
Das Coolste ist in meinen Augen der Arbeitgeber an sich – denn wer hat schon die Chance bei einem der größten Flugzeughersteller der Welt mit internationalen Standorten, KollegInnen aus aller Welt und einer derart spannenden, technischen Meisterleistung als Verkaufsprodukt arbeiten zu können?! Ich als flugzeug- und luftverkehrsaffiner, junger Mann schmelze dabei natürlich dahin... Aber nicht nur das: Darüber hinaus schätze ich nämlich auch die Vielfältigkeit meiner Einsatzmöglichkeiten im Unternehmen – vom Einkauf über den technischen Vertrieb bis hin zur Qualitätssicherung oder der Entwicklung – jeder Praxiseinsatz bietet ein völlig neues (Um)Feld und liefert damit neue Chancen, neue Herausforderungen und vor allem beeindruckende Erfahrungen!

4. Was würdest Du Deinem 18-jährigen Ich gerne sagen?
Hach, das habe ich eben schon anklingen lassen. Ich glaube, ich würde sagen: „Respekt – das, was du da gerade während des Abis als Pläne und Träume zusammenbastelst, lieber Gilles, wirst du in vier Jahren auch genau so umgesetzt haben, wie du es jetzt willst! Deine Ziele wirst du also verfolgen – das macht und vor allem schafft nicht jeder!“

5. Hast Du einen persönlichen Lieblingssong, der Dich besonders motiviert?
Mein Motiviationssong ist eine ganz klare Sache – und auf jeden Fall „Beautiful Day" von U2! Für mich ein Klassiker, der einfach immer gute Laune verbreitet, niemals überhört werden kann – und der übrigens auch ein Geheimtipp für die Reise-Playlist ist, wenn man hoch oben im Flieger aus dem Fenster schaut und bei strahlendem Sonnenschein auf ein Wolkenmeer blickt!

6. Was war Dein allererster Job/ Nebenjob?
Mein allererster Nebenjob war die Tätigkeit als Fußballschiedsrichter im Berliner Jugendbereich, obwohl das eigentlich eher ehrenamtlich und nur mit Spesen war. Insofern wäre dann wohl der erste „richtige" Job meine zweieinhalbmonatige Anstellung hinter der Ordertheke bei McDonald’s am Potsdamer Platz – das war eine unfassbare fordernde und harte, anstrengende Zeit. Respekt an alle, die diesen oft nur abwertend gesehenen Job tagtäglich unter Zeitdruck, Hektik und gleichermaßen unfreundlichen wie arroganten Kunden meistern – ich ziehe meinen Hut!

7. In welchem Job wärst Du richtig schlecht?
Oh man, da gibt es so einiges, denke ich. Formulieren wir es also etwas um: „Wo wäre ich am Allerschechtesten?" – Ich würde mir auf jeden Fall verbieten, in diesem Leben als Sänger oder Arzt zu arbeiten. Singen kann ich nämlich einfach nullkommagarnicht („Du singst schief!", wäre wohl noch ein Kompliment) – und als Arzt wäre ich schlichtweg unfähig, da mir bei jeglichen Gedanken an Operationen völlig schlecht wird und ich Schmerzen oder Verletzungen anderer gedanklich auf mich transferiere. Mit schmerzverzerrtem Gesicht suche ich dann das Weite...

8. Welchen Job würdest Du gerne einmal für einen Tag machen?
Ehrlich? Ich wäre gerne mal Pilot – warum und wieso muss ich nach dem bisher Erwähnten wohl nicht mehr ausführen. Ich verweise nur mal allein auf die grandiose Aussicht und die Möglichkeit, solch ein Wunderwerk der Technik zu steuern! Alternativ würde ich auch gerne mal für einen Tag – und das klingt jetzt vielleicht echt bescheuert – die Rolle des Bahnhofsansagers übernehmen: „Gleis 3, Einfahrt des InterCityExpresses 1010 nach Berlin Ostbahnhof...". Transportmittel und der Verkehr haben auf mich ganz augenscheinlich schon immer eine Faszination ausgeübt!

9. Beschreibe Dein peinlichstes Erlebnis in einem Bewerbungsgespräch.
Toi-toi-toi. Ich musste zum Glück noch nie mit hochrotem Kopf aus einem Bewerbungsgespräch schleichen...

10. Dein Tipp an jemanden, der einmal dort stehen möchte, wo du jetzt bist:
Kurz und knapp die Quintessenz: Verfolgt Eure Träume und glaubt an Euer Können, Eure Fähigkeiten und Eure Ziele – denn die weite Welt wartet und steht Euch offen! Viel Erfolg bei Eurer Reise!

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