Das Web 2.0 – und wie Du es sinnvoll für Dein Studium nutzt

Von Hardy S. am 09-11-2015 0 Kommentare | 506 Views

Twitter, Flickr, YouTube, Instagram, Facebook etc. – das ist das Web 2.0. Dieses neuere, dynamische Internet lässt Dich als User nicht nur statische Websites betrachten, sondern bietet Dir die Möglichkeit selber zu interagieren und das Internet mitzugestalten.

Universitäten und Hochschulen haben schon vor geraumer Zeit erkannt, dass sie das Web 2.0 für sich nutzen können. Doch auch für den Studenten bietet es sich an, die Vielzahl der Anbieter von Blogs, Wikis oder Podcasts nicht nur im privaten Kontext zu nutzen. Beobachtet man den Umgang junger Menschen mit dem Web 2.0, sind Gefahren wie Zeitverschwendung und eine schwindende reale Interaktionen zu Mitmenschen nicht von der Hand zu weisen. Oft ist es aber auch nur eine Frage der Kontextualisierung. Neben einem großen Sinnüberschuss bietet es Dir auch viele Möglichkeiten und Chancen - und das bereits vor dem Studium. Erfahrungsberichte in Blogs, Meinungen der Freunde oder eine Facebook- Gruppe der Einrichtung helfen Dir die richtigen Entscheidungen bezüglich der Studienwahl zu treffen.

Der folgende Text macht deutlich, wie Studenten das Web 2.0 sinnvoll fürs Pauken und Netzwerken rund ums Studium nutzen können.

Wohnen
Oftmals ist es erforderlich oder einfach angenehmer eine Wohnung in der Nähe der Bildungseinrichtung zu haben. Wenn schon keine eigene Wohnung, dann aber wenigstens eine WG. Aber wie finde ich eine bezahlbare Wohnung? Neben den üblichen Websites der Städte und Gemeinden, der Wochenblätter und großen Plattformen wie Immobilenscout24.de und WG-gesucht.de bieten auch soziale Netzwerke wie Facebook, Twitter oder Google+ die Möglichkeit, schnell die richtige Bleibe zu finden. Es gibt öffentliche Gruppen, in denen ein reger Austausch zu beobachten ist. Beachten sollte man lediglich, dass man auch die richtige lokale Gruppe findet, in der genug aktive Mitglieder sind. Ein Blick über die Pinnwand oder ein freundlicher Post sollte schon erste Inspirationen geben. Aber auch in der Freundesliste könnte die potenzielle Anzeige schlummern, denn auch Deine Freunde haben weitere Freunde, die vielleicht ein WG- Zimmer abgeben wollen. Ein sympathischer Post, kurz und mit allen wichtigen Parametern ist schnell geschrieben, geteilt und gelesen.

Arbeiten 
Nicht jeder Student hat das große Glück, das komplette Studium finanziert zu bekommen, also muss ein Job her. Neuste Studien der Bundesagentur für Arbeit zeigen, das 90 % der Arbeitsverhältnisse heutzutage über persönliche Empfehlungen zustande kommen. Diese Empfehlungen findest Du in Deinen privaten sozialen Netzwerken! Wie finde ich den Job, der zu mir passt? Zum Beispiel so: 

"Hallo liebe Leute! Ich such einen Job. Am liebsten am Wochenende oder in den Abendstunden.
Gerne auch Gastro. Führerschein vorhanden. Freue mich über alle hilfreichen Tipps!“ 

So ähnlich könnte eine kleine Anzeige aussehen, die Wellen wirft. Denn je nach Privatsphäre Einstellungen sehen auch Freundes- Freunde diesen Post und könnten antworten: 

• „Schau mal bei StudentJob.de rein. Die Seite ist top!“
• „Mein Vater sucht noch einen Kellner fürs Bavaria Blue ab 1.11.“
• „REWE sucht immer…“
 

Es ist wichtig zu verstehen, dass solche Posts viral wirken und eine große Menge Menschen erreichen.

Netzwerken
Lerngruppen gründen, Antworten finden oder einfach nur mit Kommilitonen quatschen. Das ist in Gruppen möglich, die explizit dafür gegründet wurden. Zu finden sind sie in der Regel bei Facebook. Meistens gibt es eine solche Gruppe bereits für den entsprechenden Studiengang, das entsprechende Semester oder die entsprechende Fakultät und man muss ihr nur beitreten. Ist das nicht der Fall gründet man einfach selber eine Gruppe. 

„Ich habe mal eine Frage zu den Prüfungsanmeldungen...“
„Kennt einer die Frau Birnbaum? Habe jetzt bei Ihr Seminar und weiß nicht, ob da Anwesenheitspflicht ist.“
„Hat jemand eine Literaturempfehlung für Psychologie?“
„Wo muss ich meine BA-Thesis abgeben?“


Solche Posts findet man sehr oft in diesen Gruppen. Auch werden so Lerngruppen und Studienkreise gegründet – frei nach dem Motto „Gemeinsam sind wir stark!“ 

Lernen, Lernen, Lernen
Es gibt unterschiedliche Lerntypen. Nicht jeder bevorzugt es, sich ausschließlich durch Texte sein Wissen anzueignen. Vielleicht kannst Du Dir Dinge besser merken, wenn Du Sie hörst. Vielleicht braucht Deine Kommilitonin es eher audio- visuell. Für jeden Geschmack lässt sich Input im Web 2.0 finden. Podcasts beispielsweise sind in der Regel Tonaufnahmen über bestimmte Themen, welche Du kostenlos konsumieren und abonnieren kannst. So hältst Du Dich auf den Laufenden über ein Thema Deiner Wahl. YouTube, Vimeo, MyVideo etc. bieten hingegen große Video- Plattformen, auf der auch Wissenschaft und Kultur ihren Platz gefunden haben. Leicht verdaulich lernt man bei einem Video ganz entspannt auf der Couch. Bevorzugst du die Schriftform? Es gibt etliche fachspezifische Blogs, auf denen sich Menschen mit gemeinsamen Motivationen und Themenschwerpunkten austauschen, helfen und sich gegenseitig Tipps und Tricks geben, beispielsweise über weiterführende Literatur.

Abschließend lässt sich sagen, dass das Web 2.0 immens viel für unser Studium zu bieten hat – also nutze es richtig!

Hardy S. (33), Student Sozialer Arbeit & Streetworker, Köln

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