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Du hast den Masterabschluss frisch in der Tasche und fragst dich: ab ins Berufsleben oder weiter studieren?

Warum nicht beides…?

Promovieren trotz Berufseinstieg?

Der Doktortitel: Ein Boost für Einkommen und Karrieremöglichkeiten
Wenn man mit einem Masterabschluss in die Berufswelt einsteigt, dann ergattert man häufig eine eindrucksvolle Berufsbezeichnung wie Account-Manager, Projektleiter oder Junior-Partner. Das macht sich gut auf der Visitenkarte. Doch das ganz große Upgrade steht vor dem Namen: Der Doktortitel. Als zweithöchster akademischer Rang ist er ein Symbol für Wissen und Belastbarkeit. Nur etwa 1,4% der Menschen in Deutschland dürfen sich „Dr.“ nennen.[1] Eine Promotion ist mit entsprechendem Prestige verbunden.


Doch auch in materieller Hinsicht zahlt es sich aus, ein Doktoratsstudium abzuschließen: Das Einstiegsgehalt mit PhD liegt im Durchschnitt rund 30% höher als mit einem Bachelor-Titel und 20% höher als mit einem Masterabschluss.[2] In vielen Berufsfeldern fällt dieser Unterschied noch deutlicher aus. Zudem kann ein Doktorabschluss neue Karriereoptionen ermöglichen, die mit einem geringeren akademischen Abschluss gar nicht erst in Frage kommen.
Gerade wer viel Leidenschaft für sein Studienfach mitbringt, sollte also in Erwägung ziehen, nach dem Master noch einen PhD anzuhängen. Eine Promotion erlaubt es, die bereits gewonnene Expertise weiter zu vertiefen. Man hat eine Chance zu zeigen, dass man einen bestimmten Teil des Fachbereichs gemeistert hat. Je nachdem, womit sich die Doktorarbeit auseinandersetzt, wird man zum Experten für ein bestimmtes Thema. Auch dadurch öffnen sich oft neue Türen am Jobmarkt und in der akademischen Forschung.


Die Promotion als Belastbarkeitsprobe
So viel zu den Vorteilen einer Promotion. Doch der Erwerb des Doktortitels ist selbstverständlich auch mit Strapazen verbunden – vor allem dann, wenn man schon voll im Berufsleben steht. So wird zum Beispiel der Aufwand für ein Doktoratsstudium der Rechtswissenschaft mit 180 ECTS-Punkten bemessen (inkl. Dissertation). Für einen ECTS-Punkt rechnet man mit 25 bis 30 Arbeitsstunden. Der Aufwand für diesen Abschluss liegt also zwischen 4.500 und 5.400 Stunden. Auf drei Jahre verteilt, wären das immer noch mindestens 28 Stunden pro Woche. Das ist neben einem Full-Time-Job kaum zu meistern.
Zu einem Doktoratsstudium gehört üblicher Weise der Besuch von Lehrveranstaltungen, für die Prüfungen abgelegt und/oder Seminararbeiten verfasst werden müssen. Beim Beispiel Rechtswissenschaft wären Prüfungen im Umfang von 30 ECTS nötig. Der mit Abstand größte Meilenstein ist jedoch die Doktorarbeit. Sie umfasst zumeist 200 Seiten oder mehr, auf denen ein bestimmtes Thema untersucht und eine Forschungslücke geschlossen wird. Dafür ist in den aller meisten Fällen eine empirische Untersuchung notwendig. Hierzu müssen sich Doktoraden mit Forschungsmethodik sowie der Erhebung und Auswertung von Daten auseinandersetzen. Die Umsetzung einer solchen Studie ist immer mit großem Aufwand verbunden. Für die Dissertation werden daher entsprechend viele ECTS angerechnet (z.B. 150 ECTS für eine juristische Dissertation).

Frau am Tisch

Tipps für das berufsbegleitende Doktorat
Das Projekt Promotion will gut überlegt sein. Gerade für Working-Students ist es wichtig, einen realistischen Zeitplan zu haben. Die Präsenzzeiten für das Studium sind meist gering und lassen sich daher leicht mit dem Job vereinbaren. Doch das Schreiben der Dissertation ist der größte Zeitfaktor. Je nachdem, wie ausgelastet man im Beruf ist, sollte man die angestrebte Studienzeit daher realistisch einschätzen und gegebenenfalls ein paar Semester mehr Zeit einplanen, als es der Studienplan nahelegt.

Bei der Wahl der Uni kann man abhängig von der beruflichen Situation und dem gewünschten Studienfach zwischen einem Präsenzstudium und einem Fernstudium wählen. Da die Präsenzzeiten bei der Promotion wie gesagt zumeist ohnehin gering sind, ist ein Fernstudium oft eine sehr gute Option. Besonders sorgfältig sollte man die Abwicklung der Doktorarbeit planen. Hier sollten so viele Parameter wie möglich geklärt sein, bevor man überhaupt mit dem Forschen und Schreiben beginnt. Es empfiehlt sich, im Vorfeld ein Research Proposal zusammen mit einem klaren Forschung Design einzureichen. Oft äußert der Doktorvater dazu tieffassende Änderungswünsche und kann es Monate dauern, bis das Proposal akzeptiert wird. Das sollte man jedoch nicht als verlorene Zeit betrachten, denn letztendlich spart die sorgfältige Planung der Studie dem Doktoranden Zeit und Nerven.


Wer sicher gehen möchte, den optimalen Zugang und die beste Methodik für das Forschungsthema zu finden, der kann in dieser Phase die Unterstützung von einem akademischen Coach oder Ghostwriter zu Rate ziehen. Solche Experten sind Profis für die Planung und Vorbereitung von empirischen Studien. Sie können wertvollen Input bieten und nehmen sich dafür mehr Zeit, als es dem Doktorvater meist möglich ist. Agenturen für Forschungsassistenz (zB ACAD WRITE) verfügen über einen Pool renommierter Akademiker aus nahezu allen Fachbereichen. Diese helfen ihren Klienten bei der Umsetzung von Forschungsprojekten – auch beim Verfassen des Research Proposals.

Man sollte alle Vor- und Nachteile einer Promotion sorgfältig abwiegen, bevor man sich wirklich für ein Doktoratsstudium inskribiert. Nebenberuflich zu promovieren ist nämlich eine große Herausforderung, aber zugleich ein Beweis für Belastbarkeit und Zielstrebigkeit.

[1] https://rp-online.de/panorama/wissen/bildung/doktortitel-deutschland-international-nur-im-
mittelfeld_aid-15039487
[2] https://www.gehalt.de/news/mehr-gehalt-mit-doktortitel

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