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Ungefähr ein Drittel der Studierenden brechen ihr Studium ab. Manche fangen dann eine Ausbildung an, andere gehen zu einem anderen Studiengang über. Aber wie gelangt man zu der Entscheidung, dass man sein Studium abbrechen sollte? 

Studium abbrechen

Erst einmal ist es wichtig zu realisieren, dass Zweifel während des Studiums komplett normal  sind. Manche Seminare werden langweilig sein, manche Themen werden einem nicht so gut  liegen wie andere. Dies kann zu schwierigen Zeiten während des Studiums führen, ist alleine  allerdings noch nicht unbedingt ein Grund das Studium direkt abzubrechen. Besonders wenn  einem das Studienfach selbst immer noch gefällt, oder wenn man eine gute Zukunft in dem  Beruf sieht, den man damit später einmal ausüben könnte, kann es sich lohnen durchzuhalten und das Studium zu vollenden.  

Beginnt man also solche Zweifel zu haben, ist es wichtig, sich einige Fragen zu stellen, um  herauszufinden, ob man weiter studieren sollte oder ob ein Abbruch nötig ist. Ist mir der  Beruf, den ich mit diesem Studium später einmal ausüben kann, es wert, die momentanen  Hürden zu überstehen? Dies ist eine besonders wichtige Frage, da der spätere Beruf im  Regelfall einer der Gründe ist, warum man sich für ein bestimmtes Studienfach entscheidet.  Wenn man also der festen Überzeugung ist, dass dieser Beruf einen glücklich machen wird,  kann man die schwierigen Zeiten eben nur als kurze Phase betrachten, ein Mittel zum Zweck,  nach der es dann wieder bergauf gehen kann, bis man an seinem Endziel angelangt ist. Wenn  man sich allerdings nicht sicher ist, ob einen die Berufsaussichten nach dem Studium wirklich  glücklich machen würden, wäre das ein guter Grund nochmal über sein Studienfach  nachzudenken. 

Eine weitere Frage ist: Haben die momentanen Schwierigkeiten im Studium  einen großen Einfluss auf mein generelles Wohlbefinden? Stress im Studium kann auch  Auswirkungen auf andere Lebensbereiche haben, vielleicht verliert man Spaß an seinen  Hobbies oder geht durch depressive Phasen. Ziehen sich diese Phasen in die Länge oder  übernehmen sie die Überhand, sollte man sich überlegen, ob ein Studium momentan das Richtige ist. Denn auch wenn ein Studiengang manchmal stressig sein kann, sollte er die eigene Glücklichkeit nicht massiv einschränken. Dabei ist es natürlich wichtig zu  hinterfragen, ob das Studium wirklich der größte Faktor ist, der zu Problemen und Stress  führt, oder ob es auch an anderen Umständen, wie zum Beispiel dem aktuellen Lockdown, liegen  könnte. 

Studium abbrechen

Dies führt uns zu der letzten Frage, die spezifisch die momentane Situation betrifft:  Ist es das Studium selbst, das mir Schwierigkeiten bereitet, oder komme ich nur nicht mit dem Online-Semester klar? Das Corona-Virus stellt für alle neue Herausforderungen dar und die Online-Lehre ist eine davon. Man sieht seine Kommilitonen nicht mehr regelmäßig, für viele wird das Schlafzimmer zum Hörsaal und oft steigt der benötigte Arbeitsaufwand. Manche haben relativ wenig Probleme damit, ihr Studium online fortzuführen, für Andere macht es das Studium um einiges schwieriger zu bewältigen. Wenn man also gerade mit dem Gedanken  spielt sein Studium abzubrechen, sollte man sich genau überlegen, welche Schwierigkeiten ausschließlich aufgrund des Online-Semester auftreten und welche das Studium selbst als Grund haben.  

Wenn man sich dann all diese Fragen gestellt hat und bei dem Entschluss angekommen ist,  dass es die richtige Entscheidung ist das Studium abzubrechen, sollte man nicht lange  zögern. Viele verbringen, aus Angst abzubrechen und eine falsche Entscheidung zu treffen, noch Jahre in einem Studiengang, der nicht richtig für sie ist, obwohl sie das schon lange  wussten. Nur weil man ein Studium nicht beendet, sind die Semester, die man damit  verbracht hat, keine verschwendete Zeit und es ist völlig in Ordnung, etwas Neues  anzufangen, wenn man dann glücklicher ist. Solange man das im Kopf behält, sollte man die  richtige Entscheidung für sich selbst treffen können. 

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