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Der Weg in die Selbständigkeit als Student ...

Viele Studenten, die während ihres Studiums zum Mindestlohn arbeiteten, spielten oftmals mit dem Gedanken Chef zu sein und einen eigenen Porsche zu fahren. Einige ziehen es sogar durch. Doch meistens schaffen es nur wenige das durchzuziehen und so erfolgreich zu werden. Die Rede ist von der Gründung eines eigenen Unternehmens. Was gehört dazu, was muss du beachten? Ist das überhaupt möglich, wenn du jetzt eigentlich noch Student bist? Wer kann dabei helfen?

Business plan

Der Erste Schritt: Die Idee

Jedes Unternehmen startet irgendwann mit einer Idee. Diese kann das Verkaufen von Fair-Trade-Kaffee an der Uni sein oder das Anbieten von Bier neben Baustellen. Es kann sich natürlich auch um technologische Neuerungen handeln, für die man vielleicht sogar ein oder mehrere Patente bekommt. Egal, was du vorhast: Eine Idee ist erst der Anfang.

Schritt Zwei: Das Geschäftsmodell

Sobald du eine Idee hast, die dich packt, musst du dir um sehr trockene Dinge Gedanken machen:

  • Wie bringst du deine Idee so geschickt und effizient in Entwicklung/in Produktion/unter die Leute, dass am Ende alle Beteiligten genug verdienen?
  • Ist es besser, ein Unternehmen zu gründen oder selbständig/ freiberuflich tätig zu werden?
  • Wenn es ein Unternehmen sein soll, was wäre eine geeignete Rechtsform?
  • Worin unterscheiden sie sich, mit welchen Rechten und Pflichten sind sie verbunden?
  • Wo will ich überhaupt tätig werden, in meiner Studentenstadt, meinem Heimatdorf, im Ausland oder ganz woanders?
  • Kann ich gleichzeitig Student bleiben, oder muss ich etwas beachten?
  • Wie sind die jeweiligen rechtlichen/gewerblichen Rahmenbedingungen vor Ort?

Sobald dieses Grundgerüst steht, musst du eine Preisstruktur erarbeiten, in der Dinge wie Lagerhaltungskosten, Entwicklung, Produktion, eventuelle Lohnkosten, Steuern, Abgaben, Versicherungen, Miete und sonstige potenzielle Kostenfaktoren miteinbezogen sind. All diese Punkte sollten in einem Businessplan zusammengeführt und übersichtlich strukturiert werden. Dabei ist es gerade in der Anfangsphase einer Gründung wichtig, die potenziellen Kosten im Blick zu behalten und keinesfalls zu unterschätzen. Die Anschaffung einer potenten und gut skalierbaren Buchhaltungssoftware ist daher auch für sehr junge Unternehmen ratsam. 

Schritt Drei: Das Geld

Die wenigsten Start-ups, egal ob technologischer Natur oder im Dienstleistungssektor tätig, kommen ohne Startkapital aus. Das holen sie sich in der Regel bei einer Bank oder bei Investoren. Selbst wenn diese aus dem persönlichen Umfeld stammen, müssen sie nicht nur von der großartigen Idee überzeugt werden: Die betriebswirtschaftlichen Fähigkeiten und die Seriosität des/der Gründer/s müssen ebenfalls bewiesen werden. Kann ein so junges Unternehmen bereits eine exakte, im besten Fall stichhaltige und rechtskonforme Buchhaltung vorweisen, steigert das immens das Ansehen bei potentiellen Investoren. Dieses Ansehen wird schnell bares Geld wert und die Investition, die man für die Buchhaltung getätigt hat, lohnt sich enorm. Sie kann den Unterschied machen zwischen einem zweifelnden Bekannten, der ablehnt, und einer Bank, die guten Gewissens einen Kredit zu exzellenten Konditionen anbietet.

Schritt Vier: Der Betrieb

Endlich geht es los! Nach Monaten der Ideenfindung, der Erarbeitung des Geschäftsmodells und Businessplans und dem erfolgreichen Einsammeln von Startkapital ist es so weit: Büros werden bezogen, Produktionen laufen an, Anfragen trudeln ein und die ersten Kunden werden bedient. Euphorie ist angesagt ob der ersten Erfolge. Auch in diesem Freudentaumel darf man aber nicht den Überblick über seine Finanzen verlieren! Lang ist die Liste an Jungunternehmen, die von Monat zu Monat mehr und mehr Kunden und Umsätze hatten; bis sie auf einmal schlagartig pleite waren. Wie kann so etwas passieren? Es fehlte am Überblick über die Liquidität des Unternehmens. Denn meist muss man bei einer Anfrage in Vorleistung gehen: Mitarbeiter werden bezahlt, Material eingekauft, verarbeitet und erst ganz am Ende zahlt der Kunde (hoffentlich) seine Rechnung. Denn die wenigsten Kunden werden sofort bereit sein, in Vorkasse zu zahlen, ohne die Qualität der Produkte zu kennen. Mehr Anfragen bedeuten also meist erst mal höhere Kosten für den Betrieb. Um auch als erfolgreicher Unternehmer nicht an den eigenen Umsätzen zu scheitern, sollte man auf eine Software-Lösung, die die Liquidität eines Betriebs deutlich machen und im Voraus planen kann, zurückgreifen. 

Schritt Fünf: Die Routine

Die Hürde der ersten, wahrscheinlich noch etwas holprigen Betriebsabläufe ist genommen und die meisten Kunden sind zufrieden mit dem Produkt. Nun gilt es, Routine und Ruhe in die bestehenden Abläufe zu bringen. Dieser Schritt bedeutet für viele Start-ups eine chaotische und anstrengende Phase. Oft wird erst jetzt eine strukturierte Buchhaltung etabliert, da die bestehende nicht dem rechtlich geforderten Standard entspricht. In dieser Phase brechen sich etliche Betriebe das finanzielle Genick, da sie in ihrer Preisstruktur nicht mit zu zahlenden Steuern, Lohnnebenkosten oder der Versicherungspflicht ihres Unternehmens kalkuliert haben. So fallen oft erst in dieser Phase Fehler auf, die in letzter Konsequenz entweder enorme Preiserhöhungen der Produkte, Bankrott des Unternehmens und/oder Anklage der Gesellschafter zur Folge haben. Besonders jetzt zeigt sich, wie gründlich und gewissenhaft ein Gründer ganz am Anfang seiner Reise war. Im Zweifel ist es oft besser, sich Unterstützung zu holen. Hat man nämlich von Anfang an eine gut strukturierte Buchhaltung und Bilanz, kann man sich als Gründer voll auf Weiterbildung (für sich selbst und für Mitarbeiter), Kundenbindung (zum Beispiel durch individuelle Geschenke) oder den sechsten Schritt konzentrieren: Expansion.

Schritt Sechs: Die Expansion

Bei erfolgreichen Unternehmen und großen Konzernen fließt das meiste Geld in diesen Bereich. Du kannst wählen zwischen Betriebsart und Geschäftsmodell. Üblich ist hier die Unterscheidung zwischen Forschung und Entwicklung, Aufkaufen von Konkurrenz, Fusionen mit Partnern oder Werbung. Zu Forschung und Entwicklung kann man als außenstehender kaum Tipps geben. Fusion und Erwerb von Konkurrenz sind für gewöhnlich nichts, woran ein Start-up aktiv beteiligt ist. Daher ist es für jeden Bereich der Werbung der angehenden Gründer interessant. Speziell Expansionskampagnen machen Werbung wie zum Thema Growth Hacking. Mehr dazu kannst du in diesem ausführlichen Artikel nachlesen und dich davon inspirieren lassen. 

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