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Die hiesige Wohnungsknappheit macht Studenten zu schaffen. Attraktive Unterkünfte sind rar und teuer. Wir verraten, wie du dir die Suche erleichterst und clever sparst.

Ein Mann sitzt mit einem Laptop an einem Tisch, auf dem Blumen stehen.

Die Situation auf dem Wohnungsmarkt belastet Studenten enorm. Die Preise steigen seit Jahren, was beim teilweise stark beschränkten Budget überaus problematisch ist. Das Mieten einer Unterkunft verwandelt sich zunehmend in eine Luxusinvestition. “Im Durchschnitt kostet ein WG-Zimmer mittlerweile 363 Euro, zwölf Prozent mehr als noch vor fünf Jahren“, fasst das Handelsblatt die Ergebnisse einer Analyse zur Studentenwohnlage des Moses Mendelssohn Instituts (MMI) in Berlin zusammen. In Metropolen wie München müssten Studenten noch tiefer in die Tasche greifen. Dort koste ein Zimmer in einer Wohngemeinschaft über 600 Euro. Besonders teuer seien Angebote auf dem privaten Markt für eigene Studentenwohnungen. Zu wenig Wohnraum bei hoher Nachfrage treibt die Preise in die Höhe. Um zu sparen, lohnt sich der Blick auf alternative kommerzielle Anbieter, die es in nahezu allen Regionen gibt. Über die Plattform Studenthouses kannst du zum Beispiel eine Anfrage für ein Zimmer in einem erschwinglichen Studentenwohnheim in Mönchengladbach versenden. Das Portal gehört zur Hausverwaltung Grand City Property, welche Immobilien in ganz Deutschland verwaltet. Zur Auswahl stehen möblierte Unterkünfte in zentraler Lage mit direktem Anschluss an den öffentlichen Nahverkehr. Preis: 240 bis 260 Euro. Um derartige Angebote für den favorisierten Standort zu finden, solltest du deine Recherche nicht auf allgemeine Immobilienportale und Zeitungsannoncen beschränken. Stattdessen ist es ratsam möglichst viele Kanäle für die Recherche zu nutzen. Einige Vorschläge:

  • Wohnungsunternehmen des Bundes
  • Wohnungsgenossenschaften
  • Kommunale Wohnungsgesellschaften
  • Kirchliche Wohnungsunternehmen
  • Gemeindezentren
  • Das Schwarze Brett von Universitäten
  • Wohnungsgesuch
  • Soziale Netzwerke

Zudem solltest du Verwandte, Freunde, Bekannte und andere Studenten über deine persönliche Wohnungssuche informieren. Oft ergeben sich „über fünf Ecken“ die besten Gelegenheiten. Ist in umliegenden Wohnheimen nichts mehr frei, ist das Durchforsten von Portalen wie Immonet oder WG Gesucht interessant. Verschicke so viele Anfragen wie möglich, um deine Erfolgschancen zu steigern! Achte dabei auf Rechtsschreibung und freundliche Formulierungen. Das Inserieren einer Suchanzeige ist eine effektive Ergänzung und ruft womöglich Angebote auf den Plan, die ansonsten nicht auffindbar sind.

Tipp: In unmittelbarer Uni-Nähe sind die Wohnungen in vielen Städten belegt. Sparen kannst du, in dem du Angebote aus dem Umland einbeziehst. In weniger zentralen Lagen ist Wohnraum meist weniger teuer. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln kannst du die Wegstrecke günstig bewerkstelligen, ohne dass sich Ersparnisse durch die alternative Unterkunft relativieren. Eine gute Verkehrsanbindung ist dann aber ein Muss.

Achtung Nebenkosten!

Die Nebenkosten für eine Studentenwohnung darfst du nicht unterschätzen. Konzentrierst du dich allein auf die Kaltmiete, folgt womöglich in wenigen Wochen nach dem Einzug eine böse finanzielle Überraschung. Die Summe der Kosten für Strom, Heizung, Müllabfuhr, Gebäudeversicherung und Wasser können erheblich sein. Eventuell kommen Pauschalen für Leistungen wie Winter- und Hausmeisterdienste oder Wartungskosten hinzu.

Schreibtisch aus Holz mit gelben Stuhl davor und Stehlampe daneben.

Monatliche Kosten aktiv senken

Bevor du dich aktiv auf Wohnungs- beziehungsweise Zimmersuche begibst, solltest du klären, wie viel Platz zu brauchst. Je weniger Quadratmeter dir zum Leben reichen, desto preiswerter wohnst du. Prüf kritisch, wovon du dich trennen kannst! Außerdem solltest du monatliche Investitionen überdenken. Insbesondere Telefon, Mobilfunk, Internet und Versicherungen bringen Sparpotenzial mit sich. Vielleicht kannst du in preiswertere Studententarife wechseln oder auf einige Extras verzichten.

Krankenversichert bis du womöglich über die Familienversicherung deiner Eltern. Hast du einen Nebenjob ist Vorsicht geboten: Familienversichert bist du nur, wenn die Einkünfte gesetzliche Höchstgrenzen nicht überschreiten. Die Techniker Krankenkasse fasst in einem Ratgeber für familienversicherte Studenten zusammen: „Haben Sie im Jahr 2019 ein regelmäßiges monatliches Gesamteinkommen von mehr als 445 Euro, endet Ihre Familienversicherung. Arbeiten Sie in einem Minijob, beträgt die Grenze 450 Euro.“ Kontoführungsgebühren kannst du bei der Wahl einer anderen Bank gänzlich abschaffen. Viele Kreditinstitute stellen ihre Konten für Studenten kostenlos bereit oder zumindest zu sehr fairen Konditionen.

Tipp: Beziehst du BAföG, kannst du dich von der Pflicht zur Zahlung des Rundfunkbeitrags (GEZ) befreien lassen. Dazu einfach das Online-Formular ausfüllen, ausdrucken und abschicken.

Weitere Anregungen zum Sparen haben wir in unserer Artikelübersicht zum Thema arrangiert.

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