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Kinderbetreuung: Ein beliebter Job bei Studierenden

Von Uta S. am 26-09-2018

Neben dem Studium Geld zu verdienen, ist längst normal. Immerhin reichen auch Kindergeld und BAföG nicht immer aus, um das Leben in einer Universitätsstadt zu bestreiten. Der Weg zum Nebenjob sollte stets über persönliche Interessen führen. Dann nämlich macht das Arbeiten Spaß und entwickelt sich nicht zu einer Belastung. Auch Kinderbetreuung als Zuverdienstmöglichkeit kann lukrativ sein. Vorab solltest Du jedoch einiges wissen.

Wann ist Kinderbetreuung das Richtige für Dich?

Nicht jeder Mensch ist gleichermaßen gut geeignet für die Übernahme einer Betreuungstätigkeit. Immerhin gilt es hier, mit Kindern Zeit zu verbringen, was durchaus stressig und anstrengend sein kann. Die erste Frage, die über Deine persönliche Eignung entscheidet, lautet daher: „Kann ich gut mit Kindern umgehen und mag ich das?“ Kannst Du diese Frage mit „Ja“ beantworten, ist schon ein wichtiger Schritt getan. Fühlst Du Dich jedoch unwohl beim Gedanken daran, solltest Du Dich besser nach einem anderen Nebenjob umsehen. Nebenjobs für Studenten nämlich gibt es in Hülle und Fülle, weswegen Du Dich bei der Wahl nicht unter Druck setzen solltest.

 

Ein lachendes Kind im Auto

Wer gut mit Kindern umgehen kann, erfüllt bereits ein wichtiges Kriterium. (Quelle: frank mckenna - (CC0-Lizenz)/ unsplash.com)

Gefällt Dir der Gedanke, künftig Kinder zu betreuen, solltest Du auch über Deine persönliche Eignung nachdenken. Das ist nicht unwichtig, denn Eltern suchen heute immer spezifischer nach Betreuungskräften, die nicht nur Spaß an der Tätigkeit mitbringen, sondern auch mit zusätzlichem Know-How punkten. Aber keine Sorge: Du musst keine pädagogische Grundausbildung vorlegen, um als Kinderbetreuer arbeiten zu können. Etwas Erfahrung – beispielsweise im familiären Umfeld – gesammelt zu haben, kommt jedoch gut an. Gleiches gilt für wichtiges Wissen rund um Kindersicherheit. Auch während der Betreuungszeit kann es zu kleinen Unfällen kommen, bei denen Du richtig handeln musst. Daher empfiehlt es sich, vor dem Start in diesen Nebenjob einen Kurs für Erste Hilfe am Kind zu absolvieren. Wo solche Kurse stattfinden und welche Inhalte dort behandelt werden, zeigt drk.de.

Ein weiterer Faktor, der über Deine Eignung als Kinderbetreuer entscheidet, ist die Zeit. Natürlich sollte Dein Alltag so gestaltet sein, dass familienfreundliche Zeitfenster übrigbleiben. Familien nämlich suchen Betreuer nicht nur für die Abendstunden, sondern auch für Wochenendtage und die Nachmittagszeit unter der Woche. Überlege Dir daher gut, an welchen Tagen Du arbeiten kannst, denn so findest Du letztlich auch die passende Familie.

Wie Familien und Betreuer zusammenfinden

Sind alle bisherigen Fragen geklärt und fühlst Du Dich gut vorbereitet auf Deine Tätigkeit in der Kinderbetreuung, fehlt nur noch eines: Kinder. Familien mit Betreuungsbedarf zu finden, ist jedoch nicht schwer. Klassische Wege wie das „Schwarze Brett“ im Supermarkt oder Kleinanzeigen in der Zeitung nutzen Familien heute allerdings immer seltener, denn hier gestaltet sich die Kontaktaufnahme etwas schwieriger. Besser kommen Portale an, bei denen Betreuer und Familien Profile anlegen und bereits wichtige Informationen über sich hinterlegen können. Der Vorteil: Schon vor der Kontaktaufnahme finden beide Parteien heraus, ob die Chemie stimmen könnte.

Frau arbeitet am Computer

Studenten und Familien finden über Online Portale leicht zueinander. (Quelle: janeb13 (CC0-Lizenz)/ pixabay.com)

Moderne Plattformen bieten darüber hinaus weitere Funktionen, die auch die spätere Arbeit erleichtern. Bei Yoopies.de kümmert sich der Anbieter sowohl um die Bezahlung als auch um die Bereitstellung wichtiger Tools zu Zeiterfassung und -planung. Hier ist es möglich, Zeitpläne zu erstellen, die Familien einsehen können. Wer Kinder betreuen will, teilt direkt mit, wann er Zeit hat – und was er verdienen will. Langes Verhandeln und Ausloten fällt dementsprechend weg.

Scheint alles zu passen, beginnt die erste Testphase. Jetzt wirst Du die Kinder kennenlernen und mit ihren Eltern über alles Wichtige sprechen. Auch wird dann geklärt, welche Aufgaben Du übernehmen sollst. Musst Du die Kinder beispielsweise von der Schule oder aus dem Kindergarten abholen, verlangen die meisten Einrichtungen eine Vollmacht. Bevor Eltern diese erteilen und sich konkret für Dich entscheiden, wirst Du sicherlich einmal zum Probearbeiten kommen müssen. Das ist wichtig für alle Beteiligten, denn hier kristallisiert sich heraus, ob die Kinder und Du gut miteinander auskommen und ob deine Arbeit auch die Eltern zufriedenstellt.

Keine Schwarzarbeit! Anmelden muss sein

So erfüllend die Tätigkeit als Kinderbetreuungskraft auch sein mag: Ohne Bezahlung wirst Du das nicht machen wollen. Schließlich geht es darum, Deine Haushaltskasse aufzubessern. Auch eine Umfrage bestätigt das. Hier gaben 63 Prozent der befragten Studenten an, einen Nebenjob aufzunehmen, um Studium und Lebensunterhalt finanzieren zu können. Daher legst Du einen Stundenlohn fest, zu dem Du künftig arbeiten wirst.

Und auch wenn der Kinderbetreuungs-Job im privaten Umfeld stattfindet, ist er nicht frei von rechtlichen Vorgaben. Arbeitest Du regelmäßig für eine Familie, so wird diese zum Arbeitgeber und muss Dich als Arbeitskraft anmelden. Damit Deine BAföG Leistungen nicht gestrichen werden, darfst Du pro Jahr nicht mehr als 5.400 Euro verdienen. Das entspricht genau dem klassischen 450-Euro-Job. Damit auch rechtlich alles klappt, müssen die Eltern der betreuten Kinder eine Anmeldung bei der Minijob-Zentrale vornehmen. Das ist unkompliziert und auch auf deren Webseite möglich. Hier nach verdienst Du Dein Geld ganz regulär und legal.

Bleibt die Anmeldung aber aus und erhältst Du Deine Bezahlung praktisch „unter der Hand“, handelt es sich um Schwarzarbeit. Laut berlin.de könnten dann Bußgelder bis zu einer Höhe von 5.000 Euro auf den Plan treten. Um keinen Ärger zu riskieren, solltest Du daher stets auf eine Anmeldung bestehen.

 

 

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