STUDENTJOB
BLOG


​Artikel

Entspannt durch die Klausurenphase

Von Maike Haala am 12-06-2018

Dieses Sommersemester hat für mich typisch angefangen. Nach den Semesterferien, die vollgepackt waren mit Urlaub, Arbeiten und dem Schreiben einer Hausarbeit hat die Uni wieder angefangen. Auf den Semesterstart habe ich mich sogar sehr gefreut: Endlich wieder das klassische Studentenleben: neue und interessante Vorlesungen besuchen, bei den langweiligen lieber bis mittags schlafen. Meine Freunde wieder regelmäßig sehen und zusammen mit ihnen Sachen unternehmen oder einfach nur draußen im Park entspannen und den Sommer genießen.

Aber plötzlich, quasi einen Wimpernschlag später, ist das Semester schon wieder fast vorbei. Langsam beschleicht mich ein beklemmendes Gefühl und ich realisiere die Gruppenarbeit, die in zwei Wochen abgegeben werden muss. Dabei bin ich mir nicht einmal sicher, mit wem ich jetzt überhaupt in einer Gruppe bin – getroffen haben wir uns noch nie. Ein weiterer Blick in den Kalender. Eine Woche später muss ich in einem anderen Seminar einen Vortrag halten. Die Themen wurden schon längst zugeteilt, bisher habe ich die zugehörigen Texte von meinem Professor allerdings gekonnt ignoriert. Und dann ist da schon die erste Klausur, die anderen folgen schneller als gedacht. Schnell klappe ich meinen Kalender wieder zu und werfe ihn zurück in meine Tasche. Im Verdrängen bin ich tatsächlich ein Profi. Aber das ungute Gefühl bleibt.

Und damit bin ich nicht allein. Denn sobald die Klausurenphase näher rückt, bricht unter den Studenten Panik aus. Manche prokrastinieren trotzdem bis kurz vor der Klausur, um dann eine Nachtschicht nach der anderen einzulegen. Andere verbringen Stunden in der Bibliothek, auf ihrem Schreibtisch stapeln sich jegliche Fachbücher, die der Professor jemals erwähnt hat. Am Ende schafft es doch jeder durch die Klausurenphase – wobei bei dem einen die Nerven womöglich etwas mehr strapaziert wurden als bei dem anderen.  Aber wie kommt man als Student entspannt durch die Klausurenphase?

Entspannung und Lernen schließen sich nicht aus

Deine beste Art des Lernens herausfinden

Wie kannst du den Stoff am besten behalten? Musst du ihn aufschreiben, lesen oder mit anderen ausdiskutieren? Lernst du gerne an deinem Schreibtisch oder lieber in der Bibliothek, weil du dort von dem Fleiß deiner Mitstudenten angesteckt wirst? Hilft es dir, in einer Lerngruppe zu lernen oder beschäftigst du dich besser alleine mit dem Stoff? Wie in jeder Lebenslage ist jeder Mensch anders und man findet mit der Zeit heraus, was einem liegt.

Ich muss zum Beispiel meine Vorlesung jedes Mal schriftlich zusammenfassen, um überhaupt irgendetwas davon zu behalten, und ihn am Ende immer wieder laut vor mich hersagen. Lernen in der Bibliothek macht mich eher unruhig und eine Lerngruppe mit Freunden endet in meinem Fall jedes Mal in einem gemütlichen stundenlangen Kaffeeklatsch im nächstgelegenen Café. Aber wie gesagt, jeder Mensch hat seine Vorlieben.

Einen Zeitplan erstellen

Ein Zeitplan hilft dir enorm dabei, deine Klausurenphase entspannter zu überstehen. Trägst du dir deine Klausurtermine schon gleich am Anfang des Semesters in deinen Kalender ein, wirst du nicht unangenehm erst eine Woche vorher von ihnen überrascht. So siehst du auch gleich auf einen Blick, wie viel Zeit dir jeweils zwischen den Klausuren bleibt und ob es Sinn macht, die ein oder andere Klausur zu verschieben.

Zusätzlich sollte durch den Zeitplan klar werden, wann du was für welche Vorlesung erledigen musst. Dein Plan sollte bestenfalls dein ganzes Semester umfassen. Denn du solltest den Stoff schon vor der Prüfungsphase durchgehen, die Vorlesungen direkt im Anschluss nacharbeiten oder vielleicht sogar schon zusammenfassen. Es wird dir deutlich einfacher fallen, den Vorlesungsinhalt zu verstehen, wenn du dich zeitnah mit ihm beschäftigst. So ist alles noch im Gedächtnis und du musst deine Erinnerungen am Ende des Semesters nur noch auffrischen, anstatt dich erst wieder komplett in das Thema einzudenken.

Den Lernstoff sammeln

Bevor du anfängst zu Lernen, lohnt es sich, den Lernstoff für die Klausur systematisch zu sammeln: Besitzt du alle Vorlesungsfolien beziehungsweise das vollständige Skript? Hast du deine Mitschriften und Notizen aus der Vorlesung parat? Und wie steht es um die Literatur? Je nach Professor und Vorlesung variiert es sehr, ob und wie viel Zusatzliteratur es gibt. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass so manche Professoren ihre eigenen Bücher als klausurrelevante Zusatzliteratur angeben und in der Prüfung Inhalte davon abgefragt werden, selbst wenn sie kein oder nur ein sehr kleiner Teil der Vorlesung waren. In diesem Fall ist es definitiv lohnenswert, sich dieses Buch anzuschaffen. Meist geben die Professoren allerdings mehrere Bücher an, in denen du die Inhalte der Vorlesung noch einmal nachlesen oder vertiefen kannst. Aber Fachliteratur ist oft sehr teuer. Damit du deinen Geldbeutel nicht zu sehr belastest, kannst du die Zusatzliteratur entweder in der Bibliothek ausleihen oder gebraucht kaufen.

Hole dir alle wichtigen Bücher zum Lernen

Prokrastination keine Chance geben

Das Prokrastinieren, also das Aufschieben oder Unterbrechen von Tätigkeiten (in diesem Fall für deine Klausuren zu lernen), ist ein weit verbreitetes Phänomen unter Studenten. Wenn man ehrlich ist, hat es sich doch jeder schon einmal auf dem Sofa gemütlich gemacht und stundenlang eine spannende Serie geschaut anstatt sich mit dem Vorlesungsskript für die nächste Prüfung zu beschäftigen. Trotzdem ist es vor allem für eine entspannte Klausurenphase wichtig, mit den Netflix-Pausen während des Lernens nicht zu übertreiben. Schreibe dir deswegen To-Do-Listen, sodass du einen Überblick über deine Aufgaben hast. Erledige kleinere Sachen am besten sofort und belohne dich, wenn du geschafft hast, was du dir vorgenommen hast. Verbanne außerdem dein Handy während des Lernens von deinem Schreibtisch. So kommst du weniger schnell in die Versuchung, deine Zeit mit Social Media zu verbringen.

Trotzdem die Pausen nicht vergessen

Auch wenn ich gerade gesagt habe, dass du nicht prokrastinieren sollst: Pausen während des Lernens sind wichtig und richtig, solange sie nicht ausarten. Du kannst nicht acht Stunden am Tag konzentriert und produktiv durchlernen. Dein Gehirn braucht regelmäßig Pausen, um sich zu regenerieren. Am besten lernst du immer einen vorgegebenen Zeitabschnitt lang (zum Beispiel 45 Minuten) und belohnst dich dann mit einer 10-minütigen Pause, um ein bisschen abzuschalten und durchzuatmen. Und auch die Lernpause in der Nacht ist sehr wichtig. Auch wenn es dir vielleicht im ersten Moment so vorkommt: Die letzten paar Nächte vor der Klausur durch zu büffeln, wird dir nicht helfen. Du solltest pro Nacht zwischen sieben und acht Stunden schlafen, damit du so leistungsfähig wie möglich bist.

Fazit

Ich muss zugeben, nicht immer habe ich diese Tipps und Tricks selber befolgt. Und ja, es gibt definitiv Klausuren, auf die ich mich besser hätte vorbereiten können. Oder eine Hausarbeit, die ich in allerletzter Minute abgegeben habe. Letzten Endes muss man auch ein Blick aufs große Ganze haben. Klar ist der Notenspiegel während deines Studiums wichtig. Und du solltest möglichst nicht durch eine Prüfung durchfallen. Aber worum es im Studium eigentlich geht ist ja, sich weiterzuentwickeln. Und etwas zu machen, was dich interessiert und am Ende dazu führt, dass du einen Job bekommst, der dir liegt und dir Spaß macht.

Hast du noch weitere Tipps für eine entspanntere Klausurenphase? Dann schreibe sie doch in die Kommentare! Ansonsten wünsche ich allen meinen Leidensgenossen viel Erfolg beim Lernen und in den Klausuren. Wir schaffen das!

Über die Autorin
Maike Haala schreibt für den Studibuch-Blog. Studibuch ist eine An- und Verkaufsplattform für gebrauchte Fachliteratur. Sie ermöglicht Studenten, ihre Studienbücher zu fairen Preisen weiterzugeben und so auch noch die Umwelt zu schonen. Im Studibuch-Blog beschäftigen sich verschiedene Autoren mit den Themen Studentenleben und Studententipps, Arbeitswelt, Nachhaltigkeit und Minimalismus.

Kommentare

Schreibe den ersten Kommentar.


Kommentar hinzufügen