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Verrückt, unbekannt, aber unglaublich lecker: Peruanische Küche

Von Ying Shen am 24-05-2018

Wenn man an Südamerikanische Küche denkt, fällt einem zuerst Tortilla, Steaks und mit Käse überbackene Nachos ein. Durch mein Auslandssemester in Lima habe ich jedoch gelernt, dass die peruanische Küche viel mehr zu bieten hat. Zugegeben, nach meiner Ankunft in Lima war ich ziemlich enttäuscht, dass es kaum Burritos gab, aber schon nach meinem ersten Restaurantbesuch war ich begeistert von der peruanischen Küche. Es ist ein Mix aus der asiatischen, spanischen, italienischen und französischen Küche. Klingt zwar erst etwas ungewöhnlich, aber hier findest du meine 5 Lieblingsgerichte.

Lomo Saltado

Wenn ich nur darüber nachdenke, läuft mir schon das Wasser im Mund zusammen: Mein Lieblingsgericht ist Lomo Saltado, welches auch als Schnitzel der peruanischen Küche bezeichnet werden kann. In fast allen Restaurants steht Lomo Saltado auf der Speisekarte, denn es gehört ebenfalls zu den Lieblingsspeisen vieler Peruaner. Für die Spanischanfänger unter uns, “Lomo” steht für (Rinder) Rücken und “saltado” kommt von dem Infinitiv “saltar”, was auf Deutsch springen heißt. Zusammengefasst heißt dieses köstliche Gericht “springender Rinderrücken”, aber dies hat auch einen Grund: Für die perfekte Zubereitung von Lomo Saltado muss das Rindfleisch schnell und heiß im Wok angebraten werden. Wie die meisten peruanischen Gerichte wird das Fleisch noch mit Pommes serviert, dazu kommen viele Zwiebelscheiben und Tomaten.  

Ceviche

Ich würde mich selbst nicht unbedingt als größten Fischfan bezeichnen, doch wenn man ein Semester in Peru lebt, kommt man wohl nicht an dem Nationalgericht vorbei: Ceviche - Dieses Gericht besteht aus kleingeschnittenen, rohem Fisch, welches in Limettensaft mariniert wird. Hinzu kommen rote Zwiebeln in Scheiben geschnitten. Je nach Bedarf werden noch scharfe rote Paprika und Avocado hinzugegeben. Die Zubereitung kann von Ort zu Ort sehr unterschiedlich sein, aber egal in welcher peruanischen Gegend du bist, Ceviche ist ein must-eat (auch für die Antifisch Fraktion unter uns).

Chicha Morada

Als ich das erste Mal den Supermarkt betrat, sind mir sofort die dunkel- lila farbigen Maiskolben aufgefallen. Den gelben Mais essen wir Deutschen gerne, sei es im Salat oder auf dem Grill, aber der dunkle Mais schien mir doch sehr außergewöhnlich. Tatsächlich ist dieser eher nicht zum Essen gedacht, sondern zum Trinken. Zusammen mit Wasser, Ananas, Zimt, Nelken, Zitronen und Zucker, wird der maiz morado gekocht und et voilà: Chicha Morada - das peruanische alkoholfreie Nationalgetränk.

Mazamorra Morada

Ein gutes Essen beinhaltet für mich persönlich immer einen Nachtisch, aber wer hätte gedacht, dass man aus lilafarbigem Mais einen leckeren Nachtisch zaubern kann? Das Popcorn aus Mais besteht, wissen wohl alle Menschen, aber eine “rote Grütze” kann mindestens ebenso lecker schmecken. Zusammen mit Ananas, Apfelstücken, Pflaumen und Aprikosen wird die Soße hergestellt und meistens zusammen mit Milchreis serviert.

Aji de Gallina

Ich muss leider zugeben, dass ich nach meinem Auslandssemester stolze 5 kg zugenommen habe! Meine lateinamerikanischen Freunde haben mich ausgelacht und versicherten mir, mein Herz wäre nur um 5 kg gewachsen, durch die tollen Freundschaften und Erfahrungen, die ich dort gesammelt hatte. Um ehrlich zu sein gefällt mir diese Antwort sehr gut, doch die Wahrheit ist, es liegt an den ganzen Soßen mit den versteckten Kalorien. Aji ist einer meiner Lieblingssoßen, denn die peruanische Chilli-Schote gibt jedem Gericht eine würzige Note. Bei diesem Gericht kommt ein Hühnchen, mit Reis oder Kartoffeln und einem gekochten Ei hinzu.

Habe ich dich von der peruanischen Küche überzeugt? Peruanisches Essen bekommst du zum Glück nicht nur in Peru, sondern jede deutsche Großstadt bietet diese leckere Küche an. Teile deine Erfahrungen in den Kommentaren und lasse damit unsere Community gemeinsam genießen!


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