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Endlich gute Noten im Studium ohne großen Aufwand erreichen

Von Daniel Leeser am 19-04-2018

Jeder Student kommt einmal zu diesem Moment: Die ersten beiden Semester sind rum. Die Motivation schwindet langsam und irgendwie merkt man, man hat so viel getan aber in den Noten hat es sich nicht widergespiegelt. Woran liegt das? Tatsächlich ist es meistens so, dass du entweder zu viel oder falsch lernst.

Produktiv vs. Beschäftigt

Fühlst du dich ertappt, wenn ich sage, dass du schon Wochen vor der Klausurphase lernst ohne Ende? Du lernst einfach darauf los. Nur um dein schlechtes Gewissen zu beruhigen: „Ich habe doch genug gelernt.“ Aber hier gibt es einen sehr sehr wichtigen Grundsatz zu beachten: Produktiv vs. Beschäftigt.

Nur, weil du viel machst heißt das noch lange nicht, dass du damit auch produktiv warst. Dazu ein Beispiel: Ich könnte mich jetzt stundenlang an meinen Schreibtisch setzen und für das Modul Vertragsrecht lernen. Dafür würde ich einfach irgendwo in irgendeinem Gesetz anfangen zu lesen und dann nach ein paar Stunden wieder aufhören.

Die Frage lautet jetzt: War ich produktiv? Nein natürlich nicht! Warum? Ganz einfach! Ich habe einfach irgendwas getan ohne überhaupt zu wissen, ob es sinnvoll ist oder, ob ich meinem Ziel näherkomme. „Ziel“. Welches Ziel eigentlich? Das ist eine gute Frage. Denn fast kein Student setzt sich wirklich ein Ziel. Man sagt immer, dass man froh sei, wenn man besteht oder man einfach nur „gut“ sein möchte. Aber was heißt denn eigentlich gut sein und was bestehen? Wie definiert sich das? Das ist unglaublich wichtig. Denn ohne ein ganz genau definiertes Ziel wird es dir niemals gelingen gute Noten mit weniger Aufwand zu schreiben.

SMART-Methode

Wie du dein Ziel findest? Planen. Ja wirklich ganz einfach nur eine Planung machen. Dazu nutze ich persönlich die aus dem Projektmanagement bekannte SMART-Methode. Diese steht für:

S →  spezifisch

M → messbar

A → attraktiv

R → realisierbar

T → terminieren

Spezifisch bedeutet, dass du dein Ziel genau definieren musst. Das heißt du sagst nicht ich möchte generell im Studium „gut“ sein. Sondern du sagst, dass du in den Modulen Informatik, Arbeitsrecht und Business English gute Noten haben willst.

Das Ziel wird aber erst richtig definiert, wenn du es messbar machst. Niemand kann nachvollziehen, ob das Ziel erreicht wurde, wenn er keinen Wert zum Vergleich im Ist- und Soll- Zustand hat. Deshalb sagst du, dass du in den genannten Modulen beispielsweise mindestens die Note 1,X erreichen möchtest.

Des Weiteren musst du dir dieses Ziel attraktiv gestalten. Dies kannst du durch verschiedenste Arten erreichen. Mir hilft immer, wenn ich mir vorstelle wie toll das Gefühl ist, wenn man alles erreicht hat. Natürlich kannst du es auch attraktiv gestalten indem du dir nach Zielerreichung etwas Materielles gönnst.

Aber bei jedem geplanten Ziel muss auch erst einmal die Machbarkeit geprüft werden. Ist das Ziel wirklich realisierbar? Hier hilft gesunder Menschenverstand und eine gute Selbstreflektion. Je sicherer du im Stoff bist desto weniger Zeit wirst du zum Lernen brauchen. Je besser du schon während der Vorlesung gearbeitet hast desto weniger musst du lernen. 

Zu guter Letzt musst du klar terminieren und Zeitpunkte setzen an denen du Meilensteine erreichen willst.

Das Pareto-Prinzip

Jetzt kommen wir jedoch dazu, wie man eigentlich in viel weniger Zeit zu besseren Noten kommt. Klingt eigentlich wie ein Märchen oder? Tatsächlich wurde aber schon in vielen Zusammenhängen belegt, dass es ein gewisses Verhältnis zwischen erbrachter Leistung und erhaltenen Output verdeutlicht. Dies nennt man das sogenannte Pareto-Prinzip. Vielen ist es vielleicht auch unter 80/20 oder 20/80 Prinzip geläufig.

Aber was bedeutet das überhaupt? Herr Pareto hat herausgefunden, dass man durchschnittlich mit 20% Aufwand 80% Ertrag erreichen kann. Jetzt sagst du mit Sicherheit: Was für ein Quatsch! Sowas funktioniert nur bei BWL oder Geisteswissenschaften etc. Nein! Es funktioniert überall. Denn hier geht es nicht darum, dass 20% mit 20 Stunden oder 20 Minuten oder ähnlichem gleichzusetzen sind. 20% können bei dem einen eher 25% bei dem anderen auch 15% sein. Hier geht es nur um ein Verhältnis und das kann für jeden anders ausfallen. Die Grundaussage ist jedoch, wenn du 60% oder 70% deiner Zeit nur lernst kannst du „IM VERHÄLTNIS“ nur 40% oder 30% Output bekommen.

Das waren viele Zahlen und vielleicht auch verwirrend oder? Deshalb ein praktisches Beispiel: Ein Versandhändler für Sportartikel hat etwa 20% Kunden, die etwa 80% seines Gesamtumsatzes ausmachen und von ihnen kommen regelmäßig Bestellungen. Ansonsten hört der Händler von diesen Kunden gar nichts. Die anderen 80% der Kunden reklamieren, beschweren sich, lassen sich beraten und kaufen letztlich doch so gut wie gar nichts. Mit diesen Kunden hat der Versandhändler den größten Aufwand jedoch drückt der Aufwand sich nur in 20% des Umsatzes aus. Was macht der Händler also? Er beendet die Geschäftsbeziehungen zu diesen 80% der Kunden. Jetzt sagst du bestimmt wieder: „So ein dummes Zeug!“. Glaubst du nicht? Ist meinem Kumpel, dem der Versandhandel aus dem Beispiel gehört, genauso passiert! Was kannst du also daraus für dein Studium lernen?

Suche die 80% deines Lernaufwandes, die komplett überflüssig sind. Optimiere dazu deine Mitschrift aus den Vorlesungen. Schaue dich nach Musteraufgaben des Dozenten um. Nerv auch einfach mal deine Dozenten damit sie genauer in Bezug auf die Klausur werden. Das Wichtigste ist jedoch: bau dir ein gutes Netzwerk auf. Je besser deine Kontakte in anderen Semestern oder Studiengänge sind desto eher weißt du worauf ein Dozent wirklich wert legt und wie Klausuren gestaltet sind. Und noch etwas. Wenn es nicht sofort klappt ist das ganz normal, denn das richtige Vorbereiten braucht einfach Übung.

Die richtigen Übungen und Möglichkeiten zur Selbstoptimierung im Studium stelle ich dir auf meiner Webseite www.studenten-tipps.com sowie auf meinem YouTube Channel Studenten-Tipps vor. Ich freue mich auf deinen Besuch!



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