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Studium und Nebenjob - den Balanceakt bewältigen

Von Matthias Goldschmidt am 23-02-2018

Partys, Semesterbeiträge, Bücher, das erste Mal selber Miete zahlen und ein viel zu knappes Budget. Die meisten Studenten kennen den sorgenvollen Blick auf das Konto. Ein Nebenjob verschafft Abhilfe, aber wie lassen sich Job und Vollzeitstudium vereinbaren?


Zeitmanagement ist das A und O

Der Vorteil liegt klar auf der Hand: ein Nebenjob ermöglicht es einfacher über die Runden zu kommen oder für eine größere Anschaffung/ einen Urlaub zu sparen. Darüber hinaus kann er den späteren beruflichen Einstieg erleichtern: es werden Kontakte geknüpft und praktische Erfahrungen werten jeden Lebenslauf auf. Ein Nebenjob verlangt jedoch auch viel Zeitmanagement und Disziplin, vor allem wenn er einen Abschluss in der Regelstudienzeit nicht gefährden soll.

Ein Nebenjob, soll er sich finanziell positiv bemerkbar machen, nimmt viel Zeit in Anspruch.Daher ist es wichtig frühzeitig mit der Prüfungsvorbereitung zu beginnen und in Etappen zu lernen. Strukturierte Lernpläne ab Semesterbeginn und gepflegte Kalender mit allen wichtigen Terminen für Studium, Beruf und Freizeit sind unersetzlich, um den Überblick nicht zu verlieren. Häufig passen gekaufte Kalender nicht zum persönlichen Bedarf und den eigenen Strukturvorstellungen. Da kann es hilfreich sein, einen eigenen, individuellen Kalender selbst zu erstellen und zu gestalten. Das hilft, richtig zu priorisieren und das Studium nicht zu vernachlässigen.

Tipp: Um Zeitmanagementprobleme zu vermeiden, bieten viele Universitäten entsprechende Kurse an, da sie um die Belastung vieler Studenten wissen.


Hürden eines Nebenjobs

Prinzipiell kann jeder, unabhängig vom Studiengang, einen Nebenjob aufnehmen, dennoch gibt es einige Dinge zu beachten. Vor allem ist es wichtig zu wissen, dass Studenten, die mehr als 20 Stunden in der Woche arbeiten, ihren Studentenstatus verlieren. Das bedeutet, dass die gesamten Sozialabgaben fällig werden sobald eine Sekunde mehr gearbeitet wird. In den Semesterferien ist eine Arbeitszeit von mehr als 20 Stunden problemfrei ohne Abzüge möglich.

Darüber hinaus kann sich der Nebenverdients auf die Baföghöhe auswirken. Ist der Verdienst höher als 5400EUR im Jahr, sinkt das Bafög.

Wichtig ist die Planung der Arbeitszeit je nach Stundenplan. Beispielsweise als Kellner liegen die Arbeitszeiten oft abends, weshalb frühe Vorlesungen anstrengend sein können. Wird am Wochenende gearbeitet, fehlt hier teils Zeit zum Lernen oder mit Freunden zu feiern, während Bürojobs mit Vorlesezeiten kollidieren. Viele Arbeitgeber nehmen hierauf Rücksicht, sollte aber vor Annahme des Stellenangebots abgeklärt werden. So oder so sind regelmäßige Absprachen notwendig, um kollidierende Termine zu kommunizieren und Lösungen zu finden.

Auszeit gönnen

Ein häufig vernachlässigter Punkt ist eine regemäßige Auszeit, um Kraft zu schöpfen. Die Doppelbelastung von Studium und Beruf darf nicht unterschätzt werden. Häufig kommt privater Stress dazu, wenn Freunde und Familie nicht enttäuscht werden sollen. Zeit für sich und Entspannung sind die Grundlage dafür, dass der stressige Balanceakt auf Dauer ohne Burnout bewältigt wird. Das dazu verdiente Geld kann so sinnvoll für einen Wellnesstag oder ähnliches eingesetzt werden. Zusätzlich empfehlen sich regelmäßige, wöchentliche freie Nachmittage oder Abende.

Wird dies berücksichtigt, steht einer abwechslungsreichen Studienzeit ohne finanzielle Sorgen nichts im Wege.


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