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Falsche Klischees: Warum ein privates Studium nicht nur was für reiche Schnösel ist

Von Eva Güthe am 24-01-2018
Privat Studieren in Deutschland


Die Frage ob man studieren soll, ist schnell beantwortet. Ja, denn nach einem Studium gibt es vielfältige Jobmöglichkeiten und gegen ein Studentenleben ist auch nichts einzuwenden. Findet man den richtigen Studiengang, saugt man die Inhalte förmlich auf und hat Spaß. Heutzutage gibt es nicht nur viele Studiengänge, sondern auch verschiedene Studienmodelle: Vollzeit, berufsbegleitend, Fernunterricht etc. So kann sich jeder für seine Lebenssituation das passende Konzept heraussuchen und seinen Interessen folgen. Stellt sich dann nur noch die Frage, ob man eine staatliche Hochschule oder eine private besuchen möchte.

Die staatlichen gehören zu den Massen-Unis. Wer aus der Masse heraus sticht, hat sicher Einiges geleistet. Private Unis haben mit einigen Klischees zu kämpfen. Warum ein privates Studium dich aber dennoch weiter bringen kann, erfährst du hier.

Individuelle Betreuung

Du bist keine Nummer. Ein privates Studium bietet oft eine persönliche Betreuung. Die Anzahl der Studierenden ist überschaubar und es ist durchaus auch mal möglich, Diskussionen zu führen und sich gegenseitig auszutauschen. Auch die Dozenten kennen dich mit deinem Namen und du hast die Möglichkeit, deine Fragen zu stellen. Du musst nicht überpünktlich zu den Kursen erscheinen, denn du bekommst garantiert einen Sitzplatz.

Lernumfeld

Die Gebäude, in denen Wissen vermittelt wird,  sind meist modern und mit neuster Technik ausgestattet. Du bekommst zum Beispiel Laptops, Kameras und andere Arbeitsmaterialien gestellt.

Durch die kleinen Gruppen, herrscht schnell eine „Verschulung“, weil es fixe Zeiten gibt, an denen du anwesend sein solltest. Deine Abwesenheit macht sich in kleinen Gruppen natürlich schneller bemerkbar. Die Gebäude sind kleiner. Eine klassische Uni-Mensa ist deshalb nicht immer vorhanden.

Kinder reicher Eltern

Immer wieder wird behauptet, dass nur Kinder reicher Eltern an privaten Hochschulen studieren. Oder Leute, die ein schlechtes Abitur haben und sie dadurch an einer staatlichen Hochschule nicht zugelassen werden.

Im Gegensatz zur Abiturnote wird die Eignung für den Studiengang festgestellt. Da reicht „nur“ ein gutes Abitur oft leider nicht aus. Die Bewerber nehmen an speziellen Auswahlverfahren teil und es lässt sich schnell feststellen, wer Interesse und Talent hat.

Praxisbezug

Die Dozenten an privaten Hochschulen stammen aus der Praxis. Die Inhalte haben also einen engen Bezug zur Wirtschaft. Die Studenten arbeiten an eigenen Projekten und sammeln so neben Praxiserfahrung auch Material für Bewerbungen. Es besteht auch die Möglichkeit Kontakte zu knüpfen und Jobs zu ergattern.

Kosten

Es ist kein Geheimnis, dass ein privates Studium mit Kosten verbunden ist. Doch es gibt flexible Finanzierungmodelle. Manchmal werden auch Stipendien vergeben.

Wenn du dich für einen ganz bestimmten Studiengang interessierst, sollten dich die Kosten erst mal nicht abschrecken.

Am besten machst du dir selbst ein Bild und prüfst die verschiedenen Angebote. Universitäten legen ihren Schwerpunkt auf Forschung und Wissenschaft. FHs vermitteln berufsbezogene Kenntnisse. Schau auch einfach mal an deiner Wahl-Uni persönlich vorbei und befrage die Studenten und Dozenten vor Ort.

Kommentare

  • Kosaku:

    05-08-2018

    Das ist schwachsin, ich hatte als arbeiterkind mich mit meinen ersparnissen an einer privaten hochschule eingeschriebn. nachdem ich meinen studentenjob nicht mehr hatte konnte ich die gebühren nicht mehr bezahlen und wurde sowas von schnell rausgeworfen und mit anwälten bedroht, dass es nur so krachte. private hochschulen sind nur was für reiche, verwöhnte Neureichkinder. Unterstützung bekommt man an diesen "hochschulen" nur so lange das geld fließt. von den arroganten kommilitonen will ich gar nicht erst anfangen.


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