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Berufsfindung – Hilfreiche Tipps für deine berufliche Orientierung

Von Ulius Spalvis am 11-12-2017

Die Auswahl an möglichen Berufen ist fast unendlich. Da ist es gar nicht so einfach sich zu entscheiden. Wer seine Stärken und Kompetenzen kennt, kann die Auswahl allerdings sehr stark einschränken und sich damit die Entscheidung leichter machen.


Frau sucht im Internet nach Berufen
Pixabay @ geralt (CCO public domain)


Berufsfindung – Hilfreiche Tipps für deine berufliche Orientierung

Bei der Berufsfindung handelt es sich um einen individuellen Prozess zur Erarbeitung von Ausbildungs-, Qualifizierungs- oder Umschulungsvorschlägen. Dabei spielen deine eigenen Interessen, das Wissen und Können und die individuellen Wünsche eine wesentliche Rolle. Während dieses Prozesses wird auch offensichtlich, welche Möglichkeiten, Anforderungen und Nachfragen die Berufs- und Arbeitswelt in diesem Zusammenhang mit sich bringt. Unabhängig davon, ob du Absolvent oder Schüler bist, oder schon Berufserfahrung nachzuweisen hast, stehen verschiedene Instrumente zur Verfügung:

  • Verfahren zur Feststellung der Kompetenzen

  • Dokumentationssysteme, in denen die Kompetenzen erfasst sind

  • Praktika

  • Berufswegeplanung

Angesichts der Vielzahl an Möglichkeiten ist die Berufswahl gar nicht so einfach. Viele haben Angst, die falsche Wahl zu treffen und sich für lange Zeit auf etwas festzulegen, was sich am Ende als falsch herausstellen könnte.

Hilfreiche Methoden zur beruflichen Orientierung

Speziell für Schüler gibt es in den Schulen und der Agentur für Arbeit zahlreiche Hilfestellungen, wie umfangreiches Informationsmaterial über verschiedene Berufe und die Ausbildungswege, Vorträge und Beratungsgespräche mit Berufsberatern, Betriebsbesichtigungen, Berufsfelderkundungen und der Besuch von Berufs- oder Absolventenmessen. Ein paar Methoden können dabei helfen, dich selbst besser einzuschätzen. Ein Test alleine liefert hier allerdings noch kein aussagekräftiges Ergebnis. Erst durch die Kombination verschiedener Möglichkeiten lässt sich die Wahrnehmung für deine eigenen Potenziale und Stärken verbessern. Es ist wichtig, dir Zeit zu nehmen und dich gründlich zu informieren, es geht schließlich um die nächsten Lebensjahre. Auch im Fall von beruflicher Neuorientierung oder einer Weiterbildung aus den verschiedensten Gründen kann es notwendig sein, dich erneut mit seinen Stärken und Potenzialen auseinanderzusetzen.

Methoden, die bei deiner Berufsfindung hilfreich sein können:

Online-Tests

Online-Tests können eine erste Orientierung liefern, in welche Richtung es gehen kann. Sie sind ein hilfreicher Anhaltspunkt. Sie sollten jedoch nicht die einzige Entscheidungsgrundlage bilden, da sie wesentlich auf der eigenen subjektiven Wahrnehmung beruhen. Im Internet kann man sich ganz einfach selbst testen.

Kindheitsträume

Das klingt im ersten Moment sehr banal, denn zunächst tauchen da natürlich die typischen Berufe auf, wie Feuerwehrmann, Polizist, Tierärztin oder Popstar. Dahinter verbirgt sich oftmals eine ganz bestimmte Motivation, eine besondere Stärke des Einzelnen. Wer Arzt oder Krankenschwester werden wollte, hat häufig eine sehr ausgeprägte soziale, helfende Motivation. Alle, die Lehrer oder Schauspieler werden wollten, haben den Wunsch andere anzuleiten. Jetzt gilt es herauszufinden, welche Aspekte dabei im Vordergrund standen und ob diese heute noch aktuell sind.

Kompetenzanalyse

Sich über seine Stärken bewusst zu sein, ist sehr wichtig. Sie liefern eine Orientierung für die Berufswahl. Dabei spielen die Interessen eine eher untergeordnete Rolle. Sie sollten ebenfalls in die Entscheidung miteinfließen, allerdings nicht isoliert betrachtet werden.

Vorbilder

Vorbilder können eine starke Motivation sein. Dabei ist es sinnvoll zu analysieren, ob es der Werdegang ist, der dabei beeindruckt, oder ob es bestimmte Eigenschaften sind. Diese können ebenfalls einen Hinweis für die Richtung der Berufsfindung liefern. Dabei ist darauf zu achten, nicht Ursache mit Wirkung zu verwechseln. Manchmal ist der Erfolg eines Menschen überragend, der Wohlstand des Vorbildes beeindruckend. Der Weg dorthin ist allerdings wenig beeindruckend, anstrengend und mit vielen Opfern und Entbehrungen verbunden. Er ist jedoch das Entscheidende dabei, Erfolg und Wohlstand stellen sich von selbst ein.

Stärken analysieren, messen und entwickeln

Die Selbst- oder Stärkenanalyse sollte der erste Schritt sein auf dem Weg zum zukünftigen Beruf. Die Frage: „Was sind Ihre Stärken?“ stellen auch viele Personalverantwortliche in Vorstellungsgesprächen. Diese Frage beantworten zu können, ist in jedem Fall wichtig. Dies ist auch hilfreich bei der persönlichen Weiterentwicklung. Es ist auf jeden Fall sinnvoller an den Stärken zu arbeiten als an den Schwächen.

Viele Menschen schätzen sich selbst ganz falsch ein. Wunschdenken und Unehrlichkeit sich selbst gegenüber tragen dazu bei, ein falsches Selbstbild zu erzeugen. Um das Selbstbild ein wenig zurechtzurücken, kann es helfen, andere nach deren Einschätzung zu fragen und dir bei zwei oder drei Personen ein Fremdbild einzuholen. Eine Schnittmenge aus diesen Informationen kommt der Wahrheit sehr nahe.

Persönliche Stärken zu erkennen, braucht vielleicht etwas Zeit. Dabei spielen die folgenden Fragen eine wichtige Rolle:

  • Was macht viel Spaß?

  • Was fällt leicht?

  • Wo liegen Können und Kenntnisse über dem Durchschnitt?

Am Ende sollten sieben Punkte stehen. Im nächsten Schritt sind die einzelnen Punkte zu bewerten, am besten mit einer Skala von eins bis sieben. Eins heißt „darin bin ich ganz gut“, sieben heißt „darin bin ich unschlagbar“. Dabei kommen dann die ultimativen Stärken zutage. Ein Praktikum kann dabei helfen, zu sehen, ob der anvisierte Beruf wirklich den Stärken entspricht.

Wer seine Topstärken kennt und sie konkret benennen kann, kann daran arbeiten. Manchmal fehlt nur etwas Übung, manchmal fehlen noch die theoretischen Grundlagen. Beides lässt sich weiterentwickeln. Dabei hilft ein Vergleich mit Menschen, die diese Kompetenzen schon weiterentwickelt haben. Von ihnen lässt sich vieles lernen.

Der Schlüssel zum Erfolg
Pixabay @ Fotomek (CCO public domain)

Einer der Schlüssel zum Erfolg für die Berufswahl ist sicherlich die Fähigkeit, die eigenen Kompetenzen richtig einzuschätzen.


Wie Persönlichkeitstests bei der Berufsfindung helfen können

Persönlichkeitstests finden sich zuhauf im Internet. Es ist nicht allerdings immer auf den ersten Blick erkennbar, ob es sich um einen hochwertigen Test handelt. Das Testergebnis kann allenfalls eine erste Orientierung liefern. In vielen Unternehmen sind Persönlichkeitstests Bestandteil von Einstellungsverfahren, insbesondere für Führungskräfte, wie die Zeit in einem Artikel beschreibt. Im Folgenden sind drei Tests genannt, die zu den bekanntesten gehören und unterschiedliche Schwerpunkte haben.

  • bei der Myers-Briggs-Analyse steht die Art der persönlichen Entscheidungsfindung im Fokus und, mit welcher Intuition jemand seine Entscheidungen trifft.

  • die DISG-Methode ist ein Akronym für Verhaltenstendenzen: dominant, initiativ, stetig, gewissenhaft. Der Test lässt sich mit dem gleichnamigen Buch leicht durchführen oder mit der Unterstützung eines lizenzierten Trainers.

  • Insights ist ein sehr umfangreicher Persönlichkeitstest, der allerdings auch mit höheren Kosten verbunden ist. Hier stehen Charaktereigenschaften und verschiedene Typen, wie Koordinator, Moderator oder Berater, im Vordergrund. Die Analyse nach dem Test ist sehr umfangreich und umfasst etwa 40 Seiten.

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