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Wie die Technologie den Job-Markt unserer Zeit verändert

Von ICS am 08-12-2017

Moderne Technologie - wir haben sie mit der Zeit immer weiter schätzen und lieben gelernt. Kaum jemand in der Mitte unserer Gesellschaft kann sich noch ein Leben ohne Internet, Smartphone oder automatisierte Massenproduktion vorstellen. Nicht nur unser persönliches Leben wird durch diese technischen Veränderungen und zeitlich bedingten Errungenschaften beeinflusst. Durch die Weiterentwicklungen bereits existenter Arbeitsvorgänge und die Schaffung komplett neuer Möglichkeiten verändert sich auch der Arbeitsmarkt massiv.

Soziale Veränderung durch moderne Technik

Roboter beim Arbeiten
image source: Twitter


Wer hätte vor zwei Jahrzehnten damit gerechnet, dass wir uns im Jahr 2017 mit Drohnen, fortgeschrittenen Robotern, 3D-Druck, künstlicher Biologie, vielfältiger Nanotechnologie oder gar komplett neuen Materialien wie Graphen auseinandersetzen? Vermutlich nicht allzu viele, denn der technische Fortschritt ist nach wie vor unglaublich hoch und bringt oben erwähnte einflussreiche Technologien hervor. Die Technologie, die heute fast jeder via Smartphone in der eigenen Tasche besitzt, ist ausgeprägter denn je. Daraus lässt sich folgern, dass ein eindeutiger Trend in Richtung des Kunden und Benutzers selbst zeigt. Von Echtzeit-Wetterkarten, über Herzschlagraten-Monitore bis hin zu modernen Spielplattformen oder GPS-Geräten handelt es sich bei den Produkten mittlerweile um mehr Hightech, als es die großen Supercomputer der 80-er und 90-er Jahre jemals hätten vorweisen können.

Während Länder wie Deutschland oder andere hoch entwickelten Staaten die Technik zur weiteren Optimierung diverser Umstände nutzen, so sind es vor allem die Nationen der dritten Welt, die nachhaltig von der Technologie profitieren könnten. Während Mobiltelefone schon vor einiger Zeit zum Beispiel in Afrika einen großen Effekt hinsichtlich der wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung besaßen, sind es die weitergreifenden Entwicklungen wie etwa Breitband-Internet, die als entscheidende Schritte in Entwicklungsländern angesehen werden können. Mit einem erfolgreichen Ausbau sind abermalige wirtschaftliche und soziale Gewinne vorprogrammiert. Der 3D-Druck ist ebenso ein Mittel zum Zweck in Ländern, die wenig Zugang zu Importen oder Produktionskapazitäten besitzen. Vermieden würden so beispielsweise der Bedarf an umfangreicher Infrastruktur oder Zulieferungsketten. Entsprechend wären die kleinen lokalen Betriebe in der Lage, Material vor Ort zu nutzen und dabei Arbeitsplätze abgestimmt auf die Talente der Bürger anzubieten.

Geschwindigkeit, maximale Produktion und Live-Dealer

Arbeit mit Technologie
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Diese Möglichkeit der Arbeitsplatz-Schaffung ist freilich nicht an jedem Ort der Welt gegeben. In den Industrienationen liegt der Fokus der Technologie meist nicht auf der Schaffung von Arbeitsplätzen oder der Bereitstellung von bisher nicht vorhanden gewesenen Ressourcen, sondern in der Optimierung der eigenen Produktion. So werden beispielsweise schon seit längerer Zeit vielseitige Roboter eingesetzt, um die Produktion an Bändern zu optimieren, während andere in autonom fahrenden Automobilen resultierten. Der Effekt bleibt letztlich der gleiche, denn diverse Jobs werden am Ende des Tages durch den Einsatz von automatisierter Technik bedroht, sei es bereits in der Gegenwart in geschwindigkeitsfokussierter Massenproduktion oder insbesondere zukünftig in Beförderungsmitteln wie Taxis und Co.

Hin und wieder werden trotz allem Möglichkeiten erschaffen, die noch vor Jahren unvorstellbar waren. Ein Beispiel hierfür ist vor allem die Fernarbeit, die online mit der stetigen Fortentwicklung und weiteren Anforderungen erschaffende Internet immer mehr Raum einnimmt. Integriert ist zum Beispiel die Produktion verschiedenster Inhalte auf allen Plattformen, sei es via Text oder Video. Auch in Umgebungen wie Online-Gaming finden sich immer mehr Möglichkeiten, die sich nicht nur auf rein technische Jobs wie Programmieren und Co. beschränken. Stattdessen existieren mittlerweile Live Casinos, an denen die Spieler wie in der Realität Platz nehmen und durch die virtuelle Verbindung per Kamera, arbeitstechnisch interessant, dem Live-Dealer zugeschaltet sind. Diese sorgen für das nötige Maß an Unterhaltung am Tisch und produzieren vor allem eine Realität, die dem in realen Casinos in nichts nachsteht. Somit lassen sich die verschiedensten Spiele - Blackjack, Roulette, Poker, Baccarat - zu praktisch jedem Tages- und Nachtzeitpunkt ausüben. Für den Nutzer ist dabei besonders praktisch, dass er die eigenen vier Wände nicht mehr verlassen muss.

Innovation bleibt springender Punkt

Innovation bei der Arbeit
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Bei aller Liebe: Technologischer Fortschritt kann als wertvoll angesehen werden, doch wirkliche Bedeutung erlangt er erst durch die entsprechende innovative Nutzung der Gesellschaft. Das Internet erlebte seinen Ursprung beispielsweise bereits im Jahr 1969 in Form des sogenannten ARPANET. Erst durch die Findung eines Nutzens für Bürger, Business, Organisationen und Regierungen wurden Innovatoren mit Nachdruck angeregt, das ursprüngliche Produkt bis in seine heutige Form weiter zu entwickeln und es somit in das Leben aller zu integrieren.

Vor allem Roboter standen in den Zukunftsvisionen vergangener Jahre meist in der einen oder anderen Form im Mittelpunkt, um uns das Leben zu erleichtern. Tatsächlich ist dies bereits in vielen Regionen des täglichen Lebens längst möglich. Zuletzt schlug ein Bericht Wellen, nach dem Roboter bald als Altenpfleger eingesetzt werden könnten, vor allem in Hinblick auf die Verhinderung der Vereinsamung. In Japan handelt es sich dabei längst um die Realität. Es handelt sich um eine äußerst sinnvolle Hilfe, denn vor allem in Deutschland besteht durch den demografischen Wandel ein sehr hoher Bedarf an Pflegekräften, welcher zuletzt auf dem freien Arbeitsmarkt nicht annähernd gestillt werden konnte.

Eine Branche, in der Roboter einen zunehmend großen Einfluss besitzen, ist die des Callcenters. Jeder, der schon einmal die Warteschleife eines großen Unternehmens "genießen" durfte, kam vermutlich bereits mit eben jenen automatisierten Antworten in Berührung. Diese Entwicklung wird nicht aufzuhalten sein, sondern eher zunehmen. In Deutschland befindet sich ein Drittel aller Callcenter in Nordrhein-Westfalen und Bayern, entsprechend sitzen dort auch die größten Unternehmen der Branche, etwa Arvato CRM Solutions in Gütersloh. Seiner Größe entsprechend beschäftigt Arvato momentan rund 11.500 Mitarbeiter und stellt damit den Spitzenwert im Land auf. Daraus folgend ergeben sich massive Personalkosten, die mit 70% der Gesamtkosten den Löwenanteil der Callcenter-Unternehmen darstellen. Bei stets vorhandenem Interesse an Ausgabenkürzung ist davon auszugehen, dass die Roboter diese Zahl über kurz oder lang deutlich schrumpfen lassen werden. Momentan liegt die Prozentzahl der automatisch gelösten Aufgaben noch bei unter 20%.

Zusammenfassend lässt sich aussagen, dass die Folgen der modernen Technik auf den Arbeitsmarkt sehr vielseitig sind. Einerseits besitzen vor allem repetitive Arbeiten bereits jetzt ein hohes Potential zur Ausführung durch Roboter und Co., andererseits bieten sich auch viele neue Job-Möglichkeiten durch die Fortentwicklung diverser Angebote und das Zustandekommen neuer Ideen und Innovationen, die für die Technik immer der wichtigste Punkt sind.


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