Kaffee - Fluch oder Segen?

Von Katarina Matiasovska am 17-08-2017
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Für viele von uns ist es einfach unvorstellbar, morgens ohne Kaffee in den Tag zu starten. Oft ist es sogar das, worauf wir uns in der Früh am meisten freuen. Das belebende und aromatische Getränk gibt es in allen Größen und Geschmacksrichtungen und hat einige von uns ziemlich im Griff. 

Aber leider ist Kaffee nicht nur ein Segen. 

Bestimmt hast du schon von den widersprüchlichen Studien gehört, die Kaffee als deinen besten Freund darstellen, der dir in den Rücken fällt, wenn du es am wenigsten vermutest. 

Hilft dir Kaffee überhaupt für deine Karriere? Oder wirkt er sich negativ auf deine Konzentration bei der Arbeit aus? Stimmt es, dass Kaffee eigentlich nur Öl ins Feuer gießt, wenn bereits gestresste Personen ihn konsumieren?  

Schauen wir uns die Rolle des Kaffees bezüglich unserer Produktivität und täglichem Fokus an dieser Stelle einmal genauer an.

Kaffee trinken


Temporäre Erhöhung, die dich bald träge fühlen lässt

Das Problem mit unserem stets beliebtem Stimmungsaufheller ist, dass er uns kurzzeitig Vorteile bezüglich erhöhter Aufmerksamkeit und Energie bringt, jedoch auf längere Sicht in einem Zusammenbruch nach dem Konsum und damit verminderter Energie als zuvor enden kann, weshalb wir eine Tasse nach der anderen zu brauchen scheinen. Das bedeutet, dass Kaffee süchtig machen und sogar in adrenaler Erschöpfung enden kann. 

Hast du dich schon einmal gewundert, ob dein Körper und Geist besser funktionieren würden, könntest du auf eine gewohnte Tasse verzichten? Es scheint, der ominöse "Zusammenbruch" kann zu ausgeschöpften Energielevels führen und verpatzt dir den Versuch, deine Konzentration zu steigern. 

Wie gut, dass es bestimmte Kaffee hacks gibt, die dir helfen, deine Vorteile zu maximieren und die Nachteile zu minimieren, indem du deine Angewohnheiten ein bisschen abänderst. 

Die Faustregel ist recht simpel - trinke keinen Kaffee wenn dein Kortisolspiegel hoch ist und bleib gut hydriert. Ein niedriger Kortisolspiegel ist die passende Zeit für eine Kaffeepause - 9:30-11:30 und 13:30-17:00! 

Die Kortisolproduktion erreicht ihren Höchststand zwischen 8 und 9 Uhr morgens, weshalb dein Körper zu dieser Zeit auf natürliche Weise koffeiniert wird - ohne die Hilfe von Koffein.

Nicht für das ängstliche Gemüt
Bist du eine einfach reizbare Person, die natürlich mit einem hohen Bewusstsein und Wachsamkeit ausgestattet ist? Dann kann der Konsum von haufenweise Kaffee sich wirklich negativ auswirken. Also nein, es ist nicht empfehlenswert Kaffee zu trinken, wenn du anfällig für Angstgefühle und Ruhelosigkeit bist. 

Koffein interferiert mit Adenosin, Gehirnchemikalien, die normalerweise beruhigende Auswirkungen haben. Das ist der Grund, warum der übermäßige Konsum von Kaffee so manch Angstgeplagten ausflippen lässt. 

Und wie findest du heraus, ob dir Kaffee nun schließlich gut tut oder eben nicht? Die Antwort liefert dir dein eigener Körper - beobachte seine Reaktion beim täglichen Kaffee.

Irritationen, vernebelter Verstand, Reizüberflutung oder du weißt nicht, was du mit dir selbst anfangen sollst? Das klingt nach einem hohen Preis für einen Cappuccino. 

Grün- oder Schwarztee als goldene Mitte
Wenn Kaffee das einzige ist, das dich durch den Tag bringt und du ihn ausnutzt, um für deine Müdigkeit und deinen Schlafmangel zu kompensieren, dann ist es vielleicht an der Zeit, dich langsam davon zu entfernen und auf andere Formen der Camellia sinensis umzusteigen. 

Um unzumutbare Entzugserscheinungen durch die emotionale Abhängigkeit zu vermeiden, solltest du allmählich und Schritt für Schritt deinen Kaffeekonsum reduzieren. 

Die gute Nachricht: Es wurde erwiesen, dass Grüntee sogar nützlicher für unsere Produktivität ist als Kaffee, also keine Angst - es entgeht dir nichts! 

Grüntee hilft dir deinen Fokus zu behalten und zwar ohne ungewolltes Zittern und du schläfst danach trotzdem wie ein Murmeltier. Tee enthält die Aminosäure L-Theanin und wirkt den ungünstigen Nebenwirkungen von Kaffee entgegen; die Kombination beider Substanzen verbessert die kognitiven Funktionen. Tee ist buchstäblich der große, ruhige, ältere Bruder von Kaffee: ruhige Energie.  

Wie auch immer du dich entscheiden solltest, behalte im Hinterkopf, dass du nicht weiter Kaffee konsumieren musst, wenn du dich dabei nicht gut fühlst, denn du kannst trotzdem den erwünschten Zustand erlangen. Wie so oft, sollten die Vorteile letzten Endes die Nachteile überwiegen. 


Katarina Matiasovska schreibt für die Rekrutierungsagentur Inspiring Interns und gibt Karriereratschläge für Absolventen. Ob im Bereich Project Management oder für Marketing Praktika. Hier sind ihre Einträge für graduate jobs London und graduate jobs Manchester

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