Schufa im Nacken? Nützliche Tipps für Studenten

Von Franziska Friedel am 06-03-2017
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Die Schufa macht vor niemandem halt – auch nicht vor Studenten. Gerade als Student hat man meist nur begrenzte finanzielle Mittel und befindet sich am Monatsende schon mal im Minus. Der ständige Geldmangel macht Studenten so zu einer besonders anfälligen Personengruppe für negative Schufa-Einträge. Wer einmal einen solchen Eintrag hat, muss mit zahlreichen Einschränkungen rechnen. Außerdem bleibt ein Negativeintrag bis zu drei Jahre bestehen, eine vorzeitige Löschung wird nur selten gewährt. Aber Schluss mit der Schwarzmalerei! Wir haben nützliche Infos und Tipps, um erst gar nicht ins Visier der Schufa zu geraten.


Ordner mit Schufa-Eintrag © stockWERK

Wann bekommt man einen Schufa-Eintrag?

Zunächst eines vorweg: So gut wie jeder Deutsche hat Einträge bei der Schufa. Aber Schufa-Eintrag ist nicht gleich Schufa-Eintrag. Die Schufa ist eine Kreditauskunftei und sammelt als solche Daten zum Kreditverhalten der Verbraucher. Wer also zum Beispiel ein Girokonto besitzt, hat einen Eintrag bei der Schufa. Solche allgemeinen Einträge schaden der Bonität jedoch nicht. Die von der Schufa gesammelten Daten werden auf Anfrage an Banken, Telefonanbieter und Co weitergegeben. Wozu das nötig ist? Ganz einfach: Telefonverträge, Stromverträge oder Girokonten funktionieren auf Kreditbasis. Die Anbieter stellen eine Leistung zur Verfügung, bezahlt wird aber erst am Monatsende. Über die Schufa-Anfragewird geprüft, wie der Kunde in der Vergangenheit mit Krediten umgegangen ist und, ob alle Rechnungen bezahlt wurden.

Einen negativen Schufa-Eintrag bekommt man dann, wenn man sich nicht an Zahlungsverpflichtungen hält. Wer seine Handyrechnung, Kreditraten oder Dispo-Schulden nicht rechtzeitig begleicht, bekommt ein sogenanntes „Negativmerkmal“ in seiner Schufa-Auskunft. Aber keine Sorge: Man bekommt nicht gleich einen Schufa-Eintrag, nur weil man mal eine Rechnung zu spät bezahlt. Erst nachdem man zwei Mal schriftlich abgemahnt wurde, erfolgt der Eintrag. Auch Kontomissbrauch und Privatinsolvenz führen zu einem Negativeintrag.

Piggy Bank With Sunglasses © Andrey Popov

Negative Schufa-Einträge vermeiden: Tipps & Tricks

Ein Negativmerkmal in der Schufa-Auskunft ist keine Schande, erschwert aber das Studentenleben leider in vielerlei Hinsicht. Als Student hat man ohnehin bereits eine schwache Bonität, da man keine regelmäßigen Einkünfte hat. Kommt zusätzlich eine negative Schufa hinzu, sinkt die persönliche Kreditwürdigkeit erheblich. Im Alltag bedeutet das, dass man große Schwierigkeiten hat, an kreditbasierte Produkte wie ein Girokonto, eine Kreditkarte oder einen Telefonvertrag zu kommen. Auch Vermieter bestehen bei Wohnungsbesichtigungen zunehmend auf eine Schufa-Auskunft. Wer die folgenden fünf Tipps berücksichtigt, kommt entspannt und schuldenfrei durchs Studium:

1. Nicht auf der faulen Haut liegen

Klar, das Studentenleben soll nicht nur aus Lernen bestehen. Partys und Auslandsaufenthalte gehören dazu. Trotzdem sollte man es nicht übertreiben – schließlich ist der Partyspaß nicht gerade günstig. Die meisten Studiengänge lassen es zu, nebenher oder in den Semesterferien zu jobben. Wer regelmäßige Einkünfte hat, rutscht nicht so einfach in die Schuldenfalle. Außerdem ist Praxiserfahrung im Lebenslauf Gold wert.

2. Finanzen im Blick haben

Ein Schufa-Eintrag ist häufig die Folge von schlechtem Haushalten. Oft gibt man unbewusst mehr aus, als man tatsächlich zur Verfügung hat. Kommen dann noch Studiengebühren, eine Stromnachzahlung oder alte Dispo-Schulden dazu, wird’s schnell mal eng. Hier empfiehlt es sich, monatlich Buch über Einnahmen und Ausgaben zu führen. Dann klappt’s auch mit einer astreinen Schufa.

3. Kreditkarte: gefährliche Flexibilität

Die Kreditkarte ist ein bei Studenten äußerst beliebtes Zahlungsmittel. Das kommt nicht von ungefähr, schließlich bietet ihr Kreditrahmen eine große finanzielle Flexibilität. Häufig verleitet sie aber auch zu Anschaffungen, die das persönliche Budget stark überschreiten. Wer den Komfort einer Kreditkarte genießen möchte und dabei kein Risiko einer Überschuldung eingehen möchte, ist mit einer Prepaid Kreditkarte bestens bedient. Hierbei handelt sich um echte Visa oder MasterCards, die aber nicht ins Minus gehen können.

4. Schuldenfalle Dispo

Ein Studentenkonto wird in der Regel mit einem Dispokredit eröffnet. Dieser ermöglicht es, das Girokonto bis zu einem bestimmten Limit zu überziehen. Doch Banken verlangen hohe Dispozinsen für das geliehene Geld. Viele Studenten häufen über Monate hinweg Dispo-Schulden an und können sie irgendwann nicht mehr zurückzahlen. Die Folge: Ein negativer Eintrag bei der Schufa.

5. Wie steht’s eigentlich um meine Schufa?

Die wenigsten wissen, wie es um ihre Schufa steht. Dabei hat jeder das Recht einmal im Jahr eine kostenlose Datenübersicht bei der Schufa zu bestellen. Hierbei handelt es sich zwar um keine klassische Schufa-Bonitätsauskunft, die man etwa dem Vermieter vorlegen kann, doch bekommt man eine Übersicht über alle Einträge, die zu einer Person bei der Schufa gespeichert sind.




Informationen zur Autorin

Franziska Friedl (24), München, PR Managerin und Redakteurin

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