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Wer eine Wohngemeinschaft gründen möchte, sollte sich über bestimmte Aspekte des Zusammenlebens im Klaren sein. In einer WG gibt es weniger Privatsphäre und Rückzugsmöglichkeiten als in einer eigenen Wohnung. Zu den größten Vorteilen gehört allerdings die Kostenersparnis. Wer sich eine WG-geeignete Wohnung mit anderen Personen teilt, zahlt meist weniger Miete als in einem eigenen Apartment. Ganz gleich, ob Wohnzimmermöbel, Fernseher oder Küchenausstattung –die Kosten für die Einrichtung verteilen sich auf mehrere Schultern. 

In vielen Fällen gründen Freunde und Familienangehörige zusammen eine WG. Ebenso häufig ziehen Unbekannte miteinander in eine Wohngemeinschaft, um in einer neuen Stadt soziale Kontakte zu knüpfen. Auf diese Weise werden aus Mitbewohnern häufig gute Freunde – gerade im Studentenleben ein willkommener Ersatz für die oft weit weg lebende Familie.

 

 

Wg-taugliche Wohnung finden

Wer eine WG gründen möchte, muss zuerst eine WG-geeignete Wohnung finden. In den einschlägigen Immobilienportalen im Internet lassen sich wichtige Suchkriterien komfortabel miteinander kombinieren und filtern. Dazu gehören Folgende:

  • Größe der Wohnung
  • Anzahl und Größe der WG-Zimmer
  • Ausstattungsmerkmale: Möbliert oder leerstehend? Küche vorhanden? Gemeinsames Wohnzimmer vorhanden?
  • Mietpreis
  • Lage der zukünftigen Wohngemeinschaft: Zentral an Einkaufsstraßen oder Kneipenvierteln? Nähe zur Hochschule?
  • Eines oder mehrere Badezimmer?
  • Balkon, Terrasse oder Garten vorhanden?

Tipps für die Suche nach geeigneten Mitbewohnern

Ist die die richtige Wohnung gefunden, geht es darum, ideale Mitbewohner zu finden. Viele Studenten schreiben die Wohnung am schwarzen Brett ihrer Universität aus, schalten Zeitungsanzeigen oder inserieren auf bekannten Internetportalen mit großer Reichweite. Haben sich die ersten Bewerber gemeldet, führen sie mit ihnen längere Gespräche, um herauszufinden, ob die Wohninteressen und die Chemie stimmen.

Da die Bewohner einer Wohngemeinschaft ziemlich schnell die positiven und negativen Eigenschaften ihrer Mitbewohner kennen lernen – und auch damit umgehen können müssen –, sollte eine freundschaftliche Stimmung zwischen den Bewohnern herrschen. Zudem sollten die Bewohner eine ähnliche Vorstellung bezüglich der Privatsphäre und Sauberkeit in der WG haben. Es ist vorteilhaft, wenn der Altersunterschied zwischen den Mitbewohnern nicht zu groß ist. Noch wichtiger sind allerdings gemeinsame Interessen und Lebensgewohnheiten, vor allem, wenn es sich um berufstätige Personen handelt. Bei Studenten sind der Lernrhythmus und die Partygewohnheiten zu beachten. Um Unstimmigkeiten zu vermeiden, sollten WG-Gründer alle maßgeblichen Aspekte im Vorfeld mit den WG-Bewerbern klären. So steht einem harmonischen WG-Leben nichts im Wege.

Drei Möglichkeiten  für den WG-Mietvertrag

Rechtlich unterscheidet sich der WG-Mietvertrag nicht vom herkömmlichen Mietvertrag. Doch es gibt drei verschiedene Möglichkeiten, diesen auszugestalten: 

  • Alle WG-Bewohner sind Hauptmieter

Diese Konstellation tritt am häufigsten auf, da hier alle Mieter gleiche Rechte, aber auch gleiche Pflichten haben und damit auch dasselbe Risiko tragen. Alle WG-Bewohner haften gesamtschuldnerisch für Schäden oder Mietzahlungen, da sie gegenüber dem Vermieter vertraglich voll haften.

  • Ein Hauptmieter, mehrere Untermieter

Bei dieser Variante ist der WG-Gründer Mieter und Vermieter zugleich. Als Hauptmieter hat er den Mietvertrag mit dem Vermieter inne und muss dafür sorgen, dass alle Mieterpflichten eingehalten werden. Schließlich trägt er das gesamte Risiko. Er ist aber gleichzeitig auch der Vermieter der anderen WG-Bewohner, da diese zur Untermiete in der WG leben. Daher bestimmt er gemeinsam mit dem Vermieter, wer in die WG ziehen darf und wer nicht.

  • Jeder WG-Bewohner ist ein eigenständiger Mieter

Bei dieser Variante hat jeder einen eigenen Mietvertrag mit dem Vermieter abgeschlossen und haftet nur für diesen Vertrag. Der Vermieter kann einen Bewohner also nicht für Pflichtverletzungen eines anderen Mitbewohners belangen. Allerdings dürfen die WG-Bewohner in dieser Konstellation ihre Mitbewohner nicht selbst aussuchen, denn das übernimmt der Vermieter.

Welche Option für die jeweilige Wohngemeinschaft die richtige ist, müssen die Mitbewohner letztendlich selbst entscheiden. Wichtig ist, die Entscheidung gut überlegt und ausreichend informiert zu treffen, damit es im Fall der Fälle nicht zu bösen Überraschungen kommt.

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