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Nach dem Industriemeister studieren und die beruflichen Möglichkeiten vergrößern

Von Tarik Ü. am 06-09-2018

Berufliche Qualifikation wird zunehmend wichtiger und das in allen Branchen. Nicht selten nehmen fertige Meister daher im Anschluss an ihre Meisterprüfung ein Studium auf. Auch als Industriemeister kann es sich durchaus lohnen, noch ein Studium aufzunehmen. Was spricht für eine solche Studienaufnahme und, was dagegen? Was sollte man alles beachten, wenn es um die Entscheidung geht, ob ein Studium die richtige Wahl für einen ist?

Bachelor- und Mastersystem erleichtert den Einstieg

Die Durchlässigkeit des deutschen Bildungssystems wurde durch die Einführung des Bachelor- und Mastersystems an den Hochschulen noch einmal deutlich verbessert. Für Meister ist es seitdem nahezu uneingeschränkt möglich sich an deutschen Hochschulen einzuschreiben. Ob das nun Sinn macht, hängt von den individuellen Vorstellungen und Karrierezielen eines jeden Einzelnen ab. Allein aus Kostengründen sollte man die Überlegung nicht verwerfen.

Bevor man sich letztlich für oder gegen ein Studium entscheidet, sollte man möglichst klare Vorstellungen darüber haben, wohin die Reise denn gehen soll. Ein Hochschulstudium ist in jedem Fall eine weitreichende Entscheidung, die die eigene Karriere und das Berufsleben maßgeblich mitbeeinflussen kann.

Welche Studiengänge bieten sich überhaupt für Industriemeister an?

Ein Studium im Bereich Ingenieurwesen oder BWL bietet sich zunächst einmal an. Auch ein Abschluss in Maschinenbau oder Mechatronik kann die richtige Wahl sein, je nachdem wo man sich beruflich hin orientieren möchte. Die deutsche Hochschullandschaft beinhaltet jedoch noch zahlreiche andere Studiengänge, die durchaus attraktive Chancen für Industriemechaniker darstellen, darunter etwa das Wirtschaftsingenieurwesen, Elektrotechnik, Luft- und Raumfahrttechnik, Medizintechnik, Bioingenieurswesen, erneuerbare Energien oder ein Studium zum Umweltingenieur. Es gibt durchaus die Möglichkeit zur Probe zu studieren, um sich einen genauen Eindruck von den Studieninhalten zu machen. Wichtig zu wissen ist hierbei, dass man als Meister durchaus auch ein Masterstudium aufnehmen kann und nicht zwangsläufig ein Bachelorstudium dazu absolviert haben muss. Die Masterstudiengänge erlauben es meistens sich enger zu spezialisieren.

Welche Zulassungskriterien müssen beachtet werden?

Nach dem erfolgreichen Erwerb des Meistertitels verfügt man in der Regel schon über mehrjährige Berufserfahrung. Die drei oder vier Jahre Berufserfahrung, die an vielen Hochschulen als Voraussetzung für eine Zulassung verlangt wird, können die meisten Industriemeister daher schon mitbringen, die Zeit der Ausbildung wird hier zusätzlich angerechnet. Somit kann ein Studieninteressierter Industriemeister sein Studium in der Regel ohne große zeitliche Verzögerung unmittelbar nach der Meisterprüfung beginnen. Unter Umständen haben einzelne Hochschulen jedoch spezifische Zulassungskriterien, über die man sich individuell informieren muss.

Welche Vorteile bringt ein solches Studium für fertige Industriemeister?

  • Zunächst einmal eröffnen sich durch die zusätzliche Qualifikation bessere Berufsaussichten im jeweiligen Spezialgebiet. Auch die Gehaltsaussichten sind mit einem akademischen Titel in vielen Fällen immer noch besser als ohne.
  • Der oft beschworene Fachkräftemangel in Deutschland wird insbesondere in den verschiedenen Zweigen des Ingenieurwesens sichtbar.
  • Ohne einen Masterabschluss ist in vielen Unternehmen der Weg nach oben versperrt. Wer also ganz nach oben auf der Karriereleiter und auch in leitende Positionen kommen möchte, kommt an einem Masterstudium oft nicht vorbei.
  • Zusätzliches Fachwissen ist immer ein Vorteil, der einem zugute kommt. Zudem ermöglicht es ein Studium, sich intensiver mit komplexen Zusammenhängen zu befassen, als es im Normalfall möglich ist.

Wer eine Fortbildung zum Industriemeister Mechatronik IHK absolviert, qualifiziert sich zudem für planende, steuernde und überwachende Tätigkeiten.

Was sollte man weiterhin bedenken?

Ein Studium zu absolvieren, während man Vollzeit arbeitet, kann durchaus eine Belastung darstellen. Auch in ein Teilzeitstudium muss man im Durchschnitt mit einem wöchentlichen Arbeitsaufwand von 20 Stunden pro Woche rechnen. Als Alternative bieten sich auch Fernstudiengänge an, bei denen man zumindest zeitlich flexibler agieren kann und nicht an die festen Vorlesungszeiten gebunden ist, die an vielen Hochschulen zudem verpflichtend sind. Die meisten Studiengänge werden auch als Fernstudiengang angeboten.

Im Schnitt belaufen sich die Kosten für ein Studium auf rund 10.000 Euro. Dieses Geld kann durchaus gut investiert sein, wenn sich durch die Zusatzqualifikation bessere Jobchancen eröffnen. In jedem Fall sollte man sich informieren, inwiefern man dazu berechtigt ist Förderangebote in Anspruch zu nehmen. Neben dem Bafög gibt es die Möglichkeit günstige Studienkredite, etwa bei der KfW Bank zu beantragen.

Die Entscheidung für oder wider ein Studium nach dem Meistertitel liegt immer in der eigenen Entscheidung. Mit absoluter Verlässlichkeit lässt sich im Vorhinein nie sagen, ob sich ein solches Studium lohnt oder nicht. Wer aber mit dem Gedanken liebäugelt, sollte sich in jedem Fall über die umfangreichen Möglichkeiten an den verschiedenen Hochschulen in Deutschland und die jeweiligen Karrierechancen informieren. Allgemein kann man festhalten, dass die Chancen auf dem Arbeitsmarkt steigen, je mehr Qualifikationen man erwirbt. Ob ein Studium finanziell und zeitlich zu bewältigen ist, hängt auch von den individuellen Lebensumständen ab.

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