Einmal um die Welt: Auslandspraktikum in Costa Rica

Von Amelie F. am 28-07-2016 0 Kommentare | 365 Views

Von Mexiko geht es rüber nach Costa Rica. Heute berichtet Amelie von ihrer Zeit in San José.

1. Amelie, was hast du in Costa Rica gemacht?

Im Rahmen meines Bachelorstudiums der Internationalen BWL habe ich 3 Monate in San José, Costa Rica ein Praktikum an der Deutschen Botschaft absolviert. Da die Botschaft sehr klein ist und nur aus ca. 15 Mitarbeitern besteht, wurde ich keiner bestimmten Abteilung zugeteilt. Stattdessen wurden mir die verschiedensten Aufgaben von den Kollegen gegeben. Diese beinhalteten Übersetzungen, Rechercheaufgaben, Entgegennahme von Anfragen am Schalter, Organisation von Kulturevents und verschiedenes im Rechts- und Konsularwesen. Es war sehr interessant, die Arbeitsbereiche einer Botschaft näher kennen zu lernen. Leider konnte Costa Rica nicht sehr viele politisch interessante Themen bieten, nichtsdestotrotz war es sehr spannend, an der Deutschen Botschaft zu arbeiten.

2. Inwiefern unterscheidet sich das Arbeiten in San José, Costa Rica im Vergleich zum Arbeiten in Deutschland? 

Die Arbeit an der Deutschen Botschaft in San José war der Arbeit in einem deutschen Büro sehr ähnlich. Da 90% der Mitarbeiter Deutsche waren, wurde hauptsächlich deutsch gesprochen und deutsche Pünktlichkeit und Korrektheit war vorherrschend. Nur bei Terminen außerhalb des Büros und bei der Arbeit mit den costa-ricanischen Mitarbeitern kam die „pura-vida“ Mentalität des Landes zum Vorschein.

3. Wie hast du in San José, Costa Rica gelebt? 

Zusammen mit der Zusage bekam ich von der Botschaft eine Liste mit Wohnmöglichkeiten und Kontakten in San José. Ich kam schließlich bei einem Costa-ricanischen Mitarbeiter der Botschaft unter, der zwei weitere Zimmer an Praktikanten vermietete. Costa Rica ist allgemein sehr teuer und die Mietpreise liegen pro Zimmer bei ca. 250-350 Euro.

4. Wie sind die Preise und durchschnittlichen Kosten pro Monat? 

Am Wochenende kann man gut und relativ günstig auf den Mercados einkaufen, die Supermärkte sind um einiges teurer als in Deutschland. Busfahrten sind ziemlich günstig, Hostels kosten ca. 10-15 Euro pro Nacht, eine Flasche Sonnencreme kostet ca. 12 Euro.

5. Wie gut kann man innerhalb Costa Ricas und in der Umgebung herumreisen? 

Da Costa Rica ein sehr kleines Land ist, kann man von San José aus viel am Wochenende besuchen. Es gibt viele relativ günstige Busse, für manche Orte ist es aber einfacher, ein Auto (4x4) zu mieten. Costa Rica hat viele schöne Strände (Uvita, Playa Conchal), Nationalparks (Manuel Antonio, Tortuguero) und Vulkane. In San José ist das Cine Magaly und das Teatro Nacional einen Besuch wert. Zu den Nachbarländern Nicaragua und Panama gibt es gute Busverbindungen. 

6. Hast du das Gefühl die Kultur des Landes kennengelernt zu haben? 

Costa Rica hat als Land an sich nicht sehr viel Kultur zu bieten. Da ich mit einem Einheimischen gelebt habe, konnte ich so die Küche und Sprache kennen lernen, Kontakt zu anderen Einheimischen hatte ich aber kaum. Da ich die Wochenenden meistens damit verbrachte, neue Orte kennen zu lernen und ich unter der Woche viel zu Hause oder mit anderen deutschen Praktikanten verbrachte, fiel es mir schwer, andere Costa Ricaner kennen zu lernen.

7. Was MUSS man in Costa Rica erlebt haben? 

Ein Faultier sehen! 

8. Woran musstest du dich zunächst gewöhnen? 

Da ich schon andere lateinamerikanische Länder kannte, empfand ich Costa Rica als sehr entwickelt und modern, sodass mir das Einleben nicht schwer fiel.

9. Gibt es eine Sache, die du an Deutschland besonders vermisst hast? 

Deutsches Brot

10. Fernab vom touristischen Angebot: Hast du einen richtigen Insidertipp für uns? 

Wer in Costa Rica shoppen gehen möchte wird schnell feststellen, dass es wegen der hohen Preise leider nur wenig Spaß macht. Eine gute Alternative sind Secondhandshops, sogenannte „Ropa Americana“-Läden. Hier wird Markenkleidung relativ günstig weiterverkauft.

Amelie F. (25) über ihr Praktikum bei der Deutschen Botschaft in Costa Rica

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