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Tränenreiche Abschiede sind nicht so dein Ding? Mama und Papa sind deine besten Freunde? Und überhaupt: Ist alles so bequem im Hotel Mama? Warum die Zeit als Student perfekt für ein Leben voller Veränderung ist und warum sich ein Leben außerhalb des Elternhauses durchaus lohnt, erfährst du jetzt!

1. Express yourself: Für deinen eigenwilligen Kleidungsstil erntest du von deinen Eltern nicht mehr als ein genervtes Augenrollen? Mit diesem Outfit wirst du ja wohl nicht zu Omis Geburtstag gehen wollen? Dein Kleiderschrank gehört wieder dir! Mit zerrissenen Jeans zur Fahrschule oder mit Federboa in die Uni - kein Problem. Lebe endlich uneingeschränkt deinen eigenen Stil aus. Und für den Besuch bei Mutti kannst du ja was Passendes aufheben. 

2. Direction: Dein altes Kinderzimmer hat schon bessere Tage gesehen, die Tapete mit den Clowns hat dir schon als Sechsjähriger nicht mehr gefallen und überhaupt - so wenig Platz für so viel Persönlichkeit! In deinem eigenen Reich bist du endlich "King of the Castle"! Auch für kleines Geld lassen sich Wände in den wildesten Farben streichen, Möbel werden alle paar Tage verrücken und eigenwillige Dekorationen sind endlich möglich.

3. Discover your sleeping rhythm: Du bist eine Nachteule, aber deine Eltern wollen dich trotzdem sonntags um 9 Uhr beim Frühstück sehen? Diese Zeiten sind vorbei! Niemand hindert dich daran, bis in die frühen Morgenstunden wach zu bleiben oder weckt dich durch unsanftes Anklopfen mit dem Staubsauger gegen deine Tür. Lediglich die Uni kollidiert hin und wieder mit deiner Tiefschlafphase - aber in schlimmen Fällen kann man mal liegen bleiben. 

4. Share your place: Dein bester Freund hat immer erst um 23.30 Uhr Zeit? In deinen eigenen vier Wänden sind außergewöhnliche Besuchszeiten oder spontane Übernachtungen kein Problem mehr. Und auch ausgelassene Partys können ab sofort ohne jeden Widerstand bei dir veranstaltet werden. Es gilt die Faustregel: ein Partygast pro Quadratmeter Wohnfläche.

 

Hotel Mama

 

5. Longe live chaos: Perfekt gemachte Betten, klinisch reiner Fußboden und nach jedem Essen das Geschirr abspülen – das war einmal. Wenn du lieber Laufwege zwischen all deinen auf dem Fußboden abgelegten Klamotten erschaffen oder mit den Staubmäusen unter deine Bett Freundschaft schließen möchtest, kannst du das tun. Kleiner Tipp, damit du nicht irgendwann im Chaos versinkst: Hin und wieder die Eltern einladen – das zwingt zum Aufräumen.

6. Culinary experiments: Bei Mama und Papa gibt es immer nur den gleichen Käse, den gleichen Schmorbraten und die eklige grobe Leberwurst, die du noch nie mochtest? In deiner eigenen Wohnung bist du der Herrscher über den Kühlschrank und die Töpfe und bestimmst, was auf den Teller kommt. Entwickle fünfhundert preisgünstige Nudelgerichte oder lass dich zu interessanten Rest-Experimenten hinreißen. Und wenn das nicht lecker ist, kannst du ja immer noch nach dem Rezept für den Schmorbraten fragen.

7. Relax: Wenn du mal keine Lust auf Lernen, Arbeiten oder generell auf etwas Produktives hast, kannst du nach Herzenslust faulenzen. Die Hausarbeit ruft, aber das Wetter ist viel zu schön – dann ab in den Park! Niemand wird dich beständig daran erinnern, dass du noch dieses oder jenes zu tun hast. 


8. Enjoy your hobbies: Deine große Leidenschaft ist Schlagzeug spielen, töpfern, Karaoke singen oder nackt durch die Wohnung tanzen? All das kannst du nun auch in deiner eigenen Wohnung machen – so lange und so oft du willst! Lerne ein neues Instrument oder tapeziere alle Wände mit Fußballpostern – niemand kann dich aufhalten.


9. Expand your horizon: Du lernst eine völlig neue Welt kennen, die neben Mietverträgen und Kaution auch aus faszinierenden handwerklichen Herausforderungen und völlig unbekannten Lebensstilen besteht. Dein erstes zusammengebautes Regal wird dein ganzer Stolz sein, dein neuer Mitbewohner oder Nachbar ein amüsanter Exot und der Mietvertrag letztlich gar nicht so schwer zu verstehen. Was auch immer passiert, du wirst sicher interessante Geschichten zu erzählen haben.

10. To know your parents: Es ist eigenartig, aber sobald du auf eigenen Beinen stehst, wird sich auch das Verhältnis zu deinen Eltern verbessern. Sie kennen an, dass sie einen selbstständigen Menschen großgezogen haben, dem man etwas zutrauen kann und du wirst feststellen, dass sie dir gar nicht so unähnlich sind. Aus einem Eltern-Kind-Verhältnis wird eine Begegnung auf Augenhöhe.



Maria E. , 27, Studentin der Filmwissenschaft, Berlin

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