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Die richtige Vorbereitung auf das Assessment-Center

Von Ben R. am 22-10-2018

Nicht nur die großen, sondern auch mittlere und kleine Unternehmen setzen heutzutage auf Assessment-Center. Mit diesen Tipps kannst du dabei entspannt bleiben!

Wenn du die Einladung zum Vorstellungsgespräch endlich im Briefkasten hast, ist die erste Hürde geschafft und du hast mit deiner Bewerbung und deinem Lebenslauf gepunktet. Bei der Erstellung konntest du dir noch Zeit lassen und alles fünf mal überarbeiten. Vielleicht hat dir sogar noch jemand ein Feedback zu deiner Bewerbung gegeben und dich auf potenzielle Fehler hingewiesen. Geht es allerdings zum Assessment-Center, bist du auf dich allein gestellt. Deshalb sind die meisten Leute dann ganz besonders aufgeregt und haben Angst, Fehler zu machen.

Personen stehen in einem Büro

Der erste Teil ist meist ein richtiger Test. Mathematikaufgaben und logisches Denken werden abgefragt. Ich selbst habe in einem solchen Test auch schon Gesichtsausdrücke deuten müssen. Letztlich ist es aber so, dass die zu lösenden Aufgaben an sich nicht schwer sind. Wenn du den Dreisatz beherrscht und ein wenig nachdenken kannst, ist das kein Problem für dich. Die fiese Sache ist der Zeitdruck. Denn es ist nicht möglich, alles in der vorgegebenen Zeit zu schaffen. Der Arbeitgeber will lediglich sehen, wie du mit dem Druck umgehst, ob du fahrig und ungenau wirst, oder gar abbrichst. Konzentriere dich also einfach darauf, deine Aufgaben zügig, aber entspannt zu erledigen, um so viele richtige Antworten wie möglich zusammenzubekommen.

Der zweite Teil ist häufig eine Gruppenaufgabe. Hier kann z. B. das gemeinsame Erstellen einer Präsentation gefordert werden. Interessant sind auch Varianten, in denen 3 Personen unterschiedliche Standpunkte zu einem Thema diskutieren sollen. Du wirst dich hier nicht vollständig verstellen können, und das ist auch gut so. Sehen die Personalverantwortlichen hier, dass du nicht geeignet bist, dann bist du auch wirklich nicht geeignet und solltest froh sein, den Job nicht zu bekommen. Du würdest nur unglücklich werden. Du solltest aber einige wichtige Dinge beherzigen: Lass die anderen ausreden, halte dich aber nicht zurück bzw. wenn du sehr schüchtern bist, versuche, etwas forscher zu sein und auch deine Meinung zu vertreten. Lasse nicht nur die anderen entscheiden. Die gute Mischung macht´s.

In den letzten Jahren haben sich immer mehr standardisierte Interviews als letzter Teil etabliert. Hast du es bis hierher geschafft, kannst du schon einmal froh sein, denn du scheinst in den anderen Aufgaben bestanden zu haben. Das Interview ist ganz anders als ein Vorstellungsgespräch. Vor allem deshalb, weil es kein Gespräch ist. Der Interviewer stellt dir vorgegebene Fragen und bewertet deine Antworten. Du darfst nicht nachfragen, wie etwas gemeint ist, und erhältst keinerlei Reaktion von deinem Gegenüber. Diese Situation ist enorm stressig, glaub mir, aber wenn du weißt, was auf dich zukommt, ist es schon einmal wesentlich leichter zu ertragen. Auf die Fragen gibt es oft nicht einmal eine richtige oder falsche Antwort, sondern es wird einfach deine Art der Lösung psychologisch gewertet. Beispielsweise lautet eine sehr häufig gestellte Frage:

Sie arbeiten an einem Projekt und sollen in 2 Tagen in eine andere Abteilung versetzt werden. Sie brauchen noch 6 Tage, um das Projekt vollständig abzuschließen. Es sind keine Überstunden erlaubt, Sie dürfen das Projekt auch nicht an einen Kollegen übergeben. Was tun Sie?

Eine andere Frage lautet:

Sie bereiten sich gerade 10 Minuten nach dem regulären Feierabend auf den Heimweg  vor und stehen bereits in Jacke vor der Tür der Filiale, als das Telefon klingelt. Was tun Sie?

Die Fragen sind vollkommen unterschiedlich, aber beide dennoch nicht einfach zu beantworten. Selbst bei der zweiten Frage kann man nicht sicher sein: Wirkt es faul, wenn ich nicht rangehe, wirke ich zu gehorsam, wenn ich rangehe? Bedeutet eine Beantwortung des Anrufs, dass mein Arbeitgeber ständig Überstunden bezahlen muss?

Lass dich auch hier nicht stressen, sondern sei, wie du bist. Antworte nicht vorschnell, sondern überlege kurz und antworte dann fest und entschlossen. Habe keinen Zweifel an deiner eigenen Antwort, sondern stehe dafür ein. Das zeigt, dass du auch mit einer vielleicht schlechten Entscheidung leben kannst und bei der nächsten Antwort wieder voll konzentriert bist. Wenn du für den Job infrage kommst, wirst du auch diesen Test bestehen.

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