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Karriere als Trader: Möglichkeiten für einen Einstieg

Von Marko Mahler am 10-01-2018

Noch immer möchten viele Finanzinteressierte bei einer Investmentbank anfangen, obwohl es sich dabei nicht gerade um die spannendste oder auch bestbezahlteste Tätigkeit handelt. Zudem ist auch die Wahrscheinlichkeit gering, einen Job im Investmentbanking zu bekommen - schlussendlich melden sich für eine Stelle oft bis zu 10.000 Bewerber.

All das sind mitunter auch die Gründe, warum sich immer mehr Trader für eine Tätigkeit bei einem Hedgefonds interessieren. Hedgefonds sind - sofern sie mit den klassischen Investmentfonds verglichen werden - weniger streng reguliert und bieten des Weiteren auch eine größere Vielfalt an Investitionsmöglichkeiten. So darf man etwa auf steigende und auch auf fallende Kurse setzen.


Die Karrieremöglichkeiten im Überblick

Doch welche Karrieremöglichkeiten stehen dem Trader zur Verfügung? In der Regel beginnt man als Junior Portfolio Analyst, im besten Fall endet die Karriereleiter auf der Sprosse mit der Bezeichnung Principal. Der Junior Portfolio Analyst verdient im Jahr zwischen 100.000 und 120.000 Euro. Es gibt keine Bonuszahlungen und keine Hedgefonds-Anteile, jedoch darf der Trader eigenständig in den Hedgefonds investieren.

Als Junior Portfolio Manager liegt das Gehalt bei rund 250.000 Euro/Jahr; inklusive Bonuszahlungen kann das Jahresgehalt schon einmal auf 350.000 Euro steigen. Gegebenenfalls erhält der Junior Portfolio Manager Anteile des Hedgefonds, mitunter liegt die Sperrfrist bei 25 Prozent der Anteile.

Der Senior Portfolio Manager verdient im Jahr bereits bis zu 750.000 Euro Grundgehalt - inklusive Bonuszahlungen kann das Gehalt in den Millionenbereich gehen. Der Senior Portfolio Manager besitzt Anteile, welche in der Regel jedoch mit Sperrfristen (in der Regel 50 Prozent) versehen sind.

Wer die letzte Sprosse der Karriereleiter erreicht (Principal), der kann im Jahr schon mehrere Millionen verdienen - hier gibt es keine Grenzen. Zu beachten ist, dass die Bonuszahlungen natürlich auch von der wirtschaftlichen Situation des Hedgefonds abhängen. Falsche Investitionsentscheidungen können nämlich auch dafür sorgen, dass der Hedgefonds in die Insolvenz getrieben wird - das Abenteuer ist somit beendet. Jedoch kann ein rechtzeitiges Erkennen eines Börsencrashs dazu führen, dass durch den Aufbau von Shortpositionen auch ordentliche Boni ausbezahlt werden können.

Die Voraussetzungen

Hedgefonds interessieren sich dann für einen Bewerber, wenn dieser einen hervorragenden Uni-Abschluss vorweisen kann, die englische Sprache beherrscht (Wort und Schrift) und auch bereits Erfahrungen im Ausland sammeln konnte. Der Student, der sich für eine Tätigkeit bei einem Hedgefonds interessiert, sollte sich bereits im Zuge des Studiums für ein Praktikum bewerben (Internship). Kann der Praktikant einen positiven Track-Record nachweisen, erhöht das sehr wohl die Chance, nach dem Studium fix aufgenommen zu werden. Die Tätigkeit ist spannender, die Bezahlung wesentlich höher. Des Weiteren sind die Chancen, bei einem Hedgefonds anfangen zu können, auch weitaus besser, da die Eintrittshürden geringer als bei einer Investmentbank sind.

Auch als selbständiger Trader kann man erfolgreich werden

Wer jedoch nicht bei einer Investmentbank und auch nicht bei einem Hedgefonds anfangen möchte, der kann noch immer als selbständiger Trader sein Geld verdienen. Das heißt, dass mit dem eigenen Kapital gehandelt wird. Wer sich für diesen Weg entscheidet, muss natürlich vorsichtig sein und sich erst einmal mit der Materie vertraut machen.

Ratsam für die ersten Schritte ist etwa ein CFD Demokonto. Derartige Demokonten werden von zahlreichen Online-Brokern angeboten und sorgen für den risikolosen Handel mit virtuellem Geld, es muss also kein eigenes Kapital riskiert werden. So können erst einmal verschiedene Strategien ausprobiert werden; kommt der Trader zu dem Ergebnis, dass seine Strategien durchaus erfolgversprechend sind, so sollte er sich in weiterer Folge für den Handel mit Echtgeld entscheiden.




Autor: Marko Mahler


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