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5 spannende Berufe für Krimi-Fans

Von Ulius Spalvis am 14-12-2017
Kriminalistisches Gespür ist die Eintrittskarte für spannende Berufe
Kriminalistisches Gespür ist die Eintrittskarte für spannende Berufe (www.pixabay.com © bluebudgie CC0 1.0)


Immer wieder gehen spektakuläre Kriminalfälle in die Geschichte ein und halten auch zukünftige Generationen in Atem. Sie fürchten sich vor weiteren Übergriffen dieser Art und wünschen sich Sicherheit in ihrem Wohnbezirk. An diesem Punkt kommen professionelle Ermittler ins Spiel. Ihre Aufgabe besteht in der Rekonstruktion von Tathergängen. Dabei bedienen sie sich unter Einsatz sämtlichem logischen Vorstellungsvermögens vorwiegend medizinischer, psychologischer, physikalischer und chemischer Methoden und schärfen dabei ihre Sinne für das Unglaubliche. Jene Berufe bringen einen spannenden Arbeitsalltag mit, weshalb sie vor allem bei Kindern und Jugendlichen auf der Liste der Berufsziele ganz oben stehen. Allerdings sind Berufe dieser Art nicht mit den Darstellungen in Filmen zu vergleichen. Schließlich kommt es nicht jeden Tag zu einem grausigen Verbrechen, bei dessen Ermittlung sich die Mitarbeiter profilieren können und als Helden in die Geschichte eingehen. Wir nehmen in diesem Artikel einige potentielle Berufe unter die Lupe und nennen dir zudem die benötigten Fähigkeiten und Voraussetzungen, die du unbedingt im Lebenslauf bei der Bewerbung erwähnen solltest.

1. Detektiv – feines Gespür und der richtige Augenblick

Beinahe jedes Kind war einmal im Besitz eines Detektiv-Koffers. Innerhalb des Koffers befanden sich alle Utensilien, die kleine Nachwuchsdetektive für ihre Detektivarbeit benötigten. Als Detektiv brauchst du bestimmte charakteristische Eigenschaften wie Disziplin, Ruhe, Kombinationsvermögen, Präzision und den Willen zur Akribie. Zusätzlich solltest du die Bereitschaft zu außerplanmäßigen Einsätzen mitbringen und dazu über eine sehr gute Beobachtungsgabe und das Gefühl für den richtigen Augenblick verfügen. Du hast diese Fähigkeiten? Dann steht einer Karriere als Detektiv bzw. Privatermittler nichts mehr im Weg. Schließlich ist der Beruf nicht geschützt, sodass ihn jeder ausüben und sich als Detektiv bezeichnen darf. Dennoch kommt es auf viele Kenntnisse an, weshalb sich eine Ausbildung lohnt und die späteren beruflichen Perspektiven erweitert. Nach Vollendung der Ausbildung wirst du dich selbstständig machen. In Deutschland existieren nämlich nur wenige Detekteien, die Privatermittler zu einem festen Gehalt beschäftigen. Dafür ist die Auftragslage meist zu schwankend.

2. Profiler – dem Verbrechen auf der Spur

Die DNA-Analyse und die Daktyloskopie gehören zum Alltag des Profilers
c (www.pixabay.com © PublicDomainPictures CC0 1.0)


Neben dem Beruf des Detektivs ist auch jener des Fallanalytikers (Profiler) sehr beliebt. Ursächlich dafür sind unzählige Krimis und Thriller, deren Zentrum die Analyse des Verhaltens des Täters und seines Tatmotivs darstellen. Sicherlich begeisterst auch du dich für Indizien, Kriminologie, Kriminalistik, Psychologie und andere Wissenschaften zur Erkennung des Tathergangs und seinem Hintergrund. Wichtig: Als Profiler benötigst du keine künstlerischen Fähigkeiten. Du erstellst kein psychologisches Täterprofil und arbeitest beim Bundes- oder beim Landeskriminalamt. Vorab legst du eine Ausbildung zum Polizeibeamten ab. Nachdem du dich dort bewährt hast, kommst du unter bestimmten Voraussetzungen und der Zustimmung der OFA-Dienststellen (OFA = Operative Fallanalyse)  für eine Weiterbildung zum Polizeilichen Fallanalytiker in Frage. Das Programm gibt es seit dem Jahr 1999. Aktuell beschäftigt Deutschland 80 Fallanalytiker. Ihr Einsatzgebiet umfasst außergewöhnliche und besonders grausame Kriminalfälle, bei denen die reguläre polizeiliche Ermittlung nicht ausreicht.

 

3. Kriminologe – Hintergründe rechtswidrigen Verhaltens verstehen

Die Kriminologie widmet sich als die „Lehre vom Verbrechen“ den Hintergründen des rechtswidrigen Verhaltens der Menschen. Sie beschäftigt sich nicht mit einem Einzelfall. Hier kommt es vielmehr auf Fragen nach der Ursache der Kriminalität beim Menschen allgemein an. Kriminologen durchlaufen bereits zu Anfang ihrer Studienzeit eine interdisziplinäre Wissenschaft. Innerhalb dieser lernen sie sich diverser Erkenntnisse aus den Bereichen Pädagogik, Psychologie, Psychiatrie, Soziologie, Ethnologie, Anthropologie, Rechts- und Wirtschaftswissenschaften zu bedienen und diese bei der Forschungsarbeit einzusetzen. An vielen Universitäten spielt auch die Philosophie – und damit die Rechtsphilosophie sowie die Philosophie der Mathematik - eine tragende Rolle. Wenn du Profiler oder Detektiv werden möchtest, unterstützt dich ein Kriminologie-Studium nur wenig. Du willst die Kriminalität ergründen und zu einer Veränderung im Rechtssystem bzw. im Umgang mit Strafgefangenen beitragen? Dann ist die Kriminologie genau richtig für dich. Die Wissenschaft gliedert sich in drei Bereiche auf: Kritische Kriminologie, Angewandte Kriminologie und Kriminalpolitische Kriminologie.

4. Justizvollzugsbeamter werden und für Sicherheit sorgen

 

Die Justizvollzugsanstalt ist ein Bereich, der eine besondere Aufmerksamkeit erfordert. Dort befinden sich mehrere Strafgefangene unterschiedlichen Alters und mit differenzierten Entwicklungen. Ein Regelwerk zur Wahrung ihrer Interessen und zum Schutz der anderen Gefangen bzw. der Mitarbeiter und der in direkter Nähe lebenden Bevölkerung sind unabdingbar. Diese Regeln setzen Justizbeamte durch und achten gleichermaßen auf die Einhaltung der dort geltenden Gesetze. Dabei vereinen die Mitarbeiter die Interessen der Anstalt und jene der Häftlinge, haben einen besonderen Blick für Gefahrensituationen, entschärfen Streitigkeiten zwischen den Insassen zur Vermeidung von Massenschlägereien und bewahren selbst stets die nötige Ruhe. Die Einsatzgebiete der Justizvollzugsbeamten sind vielfältig und in folgende Bereiche unterteilt:

 

  • Vollzugsdienst
  • Sanitätsdienst
  • Verwaltungsdienst
  • Werksdienst

 

In diesem Beruf und in den anderen genannten gibt es Weiterbildungsmöglichkeiten, sodass sich Mitarbeiter bis zum Leiter einer Anstalt hocharbeiten können.

 

5. Forensischer Psychiater und andere Mitarbeiter

 

Du wünschst dir mehr Nähe zu Straftätern, willst sie kennen und verstehen lernen, sie bei ihrer Wiedereingliederung unterstützen und die Beweggründe für ihre Taten erfahren? Dann wird dir die Arbeit des Forensischen Psychiaters gefallen. Er führt Gespräche mit den Insassen einer forensischen Psychiatrie. In diese kommen Menschen, die ein Verbrechen begangen haben. Dabei unterscheiden Richter vor der Einweisung nach der Art des Falles. Einige Täter handelten bei vollem Bewusstsein, wohingegen andere aufgrund einer psychiatrischen Erkrankung zum Täter wurden (§ 63 und § 64 StGB). Du kannst dir kein Studium vorstellen und möchtest trotzdem in einer forensischen Psychiatrie arbeiten? Auch Heilerziehungspfleger erhalten bei einem einwandfreien Führungszeugnis und der erforderlichen Seriosität Zugang zu diesem spannenden Bereich. Doch: Die Arbeit verlangt dir einiges ab. Du solltest immer konzentriert arbeiten, dich nicht einschüchtern lassen, charakterstark sein und die Sorgen der Insassen nach der Arbeit nicht mit ins Privatleben nehmen.

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