STUDENTJOB BLOG

Bevor ein Recruiter zum Telefon greift, tippt er deinen Namen meistens erst in eine Suchmaschine. Eine Umfrage, die auf Haufe.de zitiert wird, zeigt: Jeder fünfte Arbeitgeber hat bereits einen Kandidaten nach einer Internetrecherche aus dem Bewerbungsverfahren aussortiert. Was erscheint dann bei dir? Bei den meisten Studenten: nichts Nennenswertes, ein LinkedIn-Profil, das sie mit zwei anderen Personen teilen, die denselben Namen tragen, oder ein Instagram-Account, den sie eigentlich nicht gemeint hatten zu zeigen. Eine eigene persönliche Website Berufseinstieg mit Vor- und Nachnamen in der Domain löst dieses Problem, ohne dass du Webentwicklung studiert haben musst oder ein großes Budget brauchst. Sie kostet weniger als eine Monatskarte und braucht für den ersten Aufbau nicht mehr als einen freien Samstagnachmittag.

Die Domain zuerst: Warum Vor- und Nachname in der Domain der richtige erste Schritt ist

Bevor eine Website existieren kann, braucht sie eine Adresse. Für Bewerbungen in Deutschland ist eine .de-Domain das sinnvollste Format; das Kürzel signalisiert lokale Verankerung, und mit über 17 Millionen registrierten Adressen ist .de laut DENIC, der zentralen deutschen Domain-Registrierungsstelle, die größte länderspezifische Top-Level-Domain weltweit. Arbeitgeber suchen intuitiv nach dieser Endung, wenn sie einen deutschen Bewerber recherchieren.

Das Wunschformat ist "vorname-nachname". Kurz, eindeutig, schwer zu verwechseln und sofort als persönliche Homepage erkennbar. Ist diese Kombination vergeben, funktionieren "vornamenachname" oder "v-nachname" genauso gut. Wer eine .de-Domain registrieren möchte, gibt seinen Wunschnamen ein, prüft die Verfügbarkeit und sichert die Adresse in wenigen Minuten. Viele Anbieter legen Hosting und einen E-Mail-Account direkt dazu, sodass du ab Tag eins mit vorname@nachname erreichbar bist statt mit einer Gmail-Adresse, die aus deinem Geburtsjahr besteht.

Was eine eigene Homepage zeigt, bevor jemand eine Zeile liest

Die Bewerbungsmappe entscheidet, ob du eingestellt wirst; die Website entscheidet oft schon davor, ob du überhaupt zum Gespräch eingeladen wirst. Das ist keine Frage von Selbstvermarktung, sondern von etwas viel Banalerem: Sichtbarkeit. Wer unter eigenem Namen eine gepflegte Seite betreibt, steuert selbst, was Personalverantwortliche als erstes sehen. Wer keine hat, überlässt das dem Zufall und läuft Gefahr, mit einem gleichnamigen Buchhalter aus Magdeburg oder einem Rentner aus Passau verwechselt zu werden. Auf LinkedIn hast du dasselbe Profillayout wie alle anderen, in derselben Reihenfolge, mit denselben Feldern. Eine eigene Homepage unter deiner .de-Domain für Studenten macht dagegen sofort klar, dass du weißt, wie du dich positionierst. Wer sich bewirbt und dabei zeigt, dass er eine eigene Webpräsenz aufgebaut hat, signalisiert Initiative, technisches Grundverständnis und die Bereitschaft, mehr zu tun als das Minimum. Für Recruiter, die täglich dutzende ähnlicher Bewerbungen sichten, fällt das auf. Das gilt besonders, wenn du dich auf Werkstudenten-Stellen oder Praktika in Bereichen wie UX, Marketing, Journalismus, Kommunikation oder IT bewirbst, wo Arbeitsproben häufig mehr zählen als Noten. Aber auch in klassischeren Branchen, von Unternehmensberatung bis Ingenieurwesen, wird eine persönliche Webpräsenz zunehmend als Zeichen von Professionalität gewertet, nicht als Ausnahme.

Was auf die Seite gehört und was du weglassen kannst

Die Seite muss nicht groß sein. Den meisten Studenten reicht eine einzige, gut strukturierte Seite mit drei Elementen, und das größte Fehler ist es, monatelang auf eine "fertige" Version zu warten, die nie kommt. Dein Lebenslauf in einer mobil-lesbaren Version ist die Grundlage. Nicht als PDF-Download, der auf dem Smartphone des Recruiters mit verschobenen Spalten lädt, sondern als lesbares HTML-Layout oder direkt über den Website-Builder aufgesetzt. Wer seinen Lebenslauf bereits optimiert hat, kann die Inhalte fast vollständig übernehmen. Der entscheidende Unterschied: Statt eine Datei zu verschicken, teilst du eine URL, die immer aktuell ist, ohne jedes Mal eine neue Version anzuhängen. Projekte und Arbeitsproben sind das, was eine persönliche Website von einer Visitenkarte unterscheidet. Eine Seminararbeit, ein Coding-Projekt, ein Kampagnenentwurf, ein Artikel, eine gestaltete Präsentation. Recruiter wollen nicht Vollständigkeit, sondern den Beweis, dass du Dinge fertigstellst. Selbst ein laufendes Uni-Projekt mit zwei Sätzen Kontext ist überzeugender als eine leere Seite mit dem Hinweis, dass noch Inhalte folgen werden. Eine sichtbare Kontaktmöglichkeit rundet die Seite ab. Eine E-Mail-Adresse unter deiner eigenen Domain oder ein kurzes Formular; wer sich ernsthaft für dich interessiert, soll nicht drei Klicks brauchen, um dich zu erreichen. Eine Adresse wie julia.bauer@juliabauer.com wirkt dabei ungleich professioneller als jede Variante mit einem kostenlosen Mail-Anbieter.

Wie du die Seite aufbaust, auch ohne technische Vorkenntnisse

Du musst nicht programmieren können. Moderne Website-Builder ermöglichen Drag-and-Drop-Bearbeitung ohne HTML-Kenntnisse, und für eine einseitige Portfolio-Website reicht das vollständig aus. Das Hosting ist bei den meisten Anbietern im Domain-Paket bereits enthalten oder zu einem kleinen Aufpreis erhältlich. Wer sich fragt, in welchen Bereichen ein Portfolio bei der Jobsuche besonders hilft, findet beim Blick in aktuelle Stellenangebote für Werkstudenten schnell ein Bild davon, welche Branchen und Rollen Arbeitsproben explizit einfordern und welche sie schlicht schätzen. Dieser Unterschied ist größer als viele denken.

Was das wirklich kostet

Eine .de-Domain für Studenten liegt laut DENIC bei etwa 5 bis 15 Euro im Jahr, je nach Anbieter. Hosting und Website-Builder kommen häufig gebündelt dazu, sodass der monatliche Gesamtaufwand im einstelligen Euro-Bereich bleibt. Wer die Inhalte, also Lebenslauf, ein bis zwei Projektbeschreibungen und eine Kontaktmöglichkeit, bereits zusammengestellt hat, baut eine funktionierende Seite realistisch an einem Nachmittag auf.

Für die Bewerbung auf Praktikum, Werkstudenten-Stelle oder den Berufseinstieg benutzt du dieselbe Adresse immer wieder, aktualisierst die Inhalte bei Bedarf und vermeidest, jedes Mal eine neue Bewerbungsunterlage von Grund auf erstellen zu müssen. Die Seite wächst mit dir. Und wenn dein Name das nächste Mal gegoogelt wird, entscheidest du, was als erstes erscheint.

Teile diesen Artikel

Beliebte Beiträge