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LinkedIn Tipps und Tricks

Jobsuche mit LinkedIn, Tipps und Tricks für LinkedIn

LinkedIn ist ein berufliches Netzwerk, welches Millionen Menschen aus der ganzen Welt miteinander verbindet. Als Student oder Berufseinsteiger ist es sehr empfehlenswert, bereits zu Beginn des Studiums mit dem Networking anzufangen und ein professionelles Profil zu pflegen. Dies zeigt, dass du dich ambitioniert auf deine berufliche Zukunft vorbereitest und wichtige Kontakte pflegst. In diesem Artikel zeigen wir dir die wichtigsten Schritte, inklusive wertvoller Tipps und Tricks, um dir ein professionelles LinkedIn Profil anzulegen:

Schritt 1: Ein LinkedIn Profil anlegen

Schritt 2: Allgemeine Profilinformationen bearbeiten

Schritt 3: Sichtbarkeitseinstellungen bearbeiten

Schritt 4: Deinen virtuellen Lebenslauf bearbeiten

Schritt 5: Das Beste aus deinem LinkedIn Auftritt herausholen


Schritt 1: Ein LinkedIn Profil anlegen


Das Ziel deines LinkedIn Profils sollte sein, potentiellen und bestehenden Kontakten zu zeigen, wer du bist, welche Fähigkeiten zu besitzt und was du damit bisher erreicht hast. Diese Informationen werden von Menschen aus aller Welt genutzt, um mit Firmen und Personalern in Kontakt zu treten und um neue Kontakte zu knüpfen. Lege dir jetzt einen Account an, um den nachstehenden Schritten folgen zu können. Nach Eingabe der ersten persönlichen Daten wie Vorname, Nachname, E-Mail Adresse und Passwort, kannst du dein persönliches Profil entsprechend bearbeiten. Dazu findest du an vielen Stellen ein Stift-Ikon. Nach einem Klick auf das Stift-Ikon öffnet sich ein Pop-Up Fenster, in dem du die Menge und Diversität an Informationen über dich verändern kannst. Im folgenden Abschnitt erklären wir ein paar wichtige Bestandteile deines LinkedIn Profils.

Jobsuche mit LinkedIn, Tipps und Tricks für LinkedIn

Wenn du nicht möchtest, dass jede Profiländerung mit deinem Netzwerk geteilt wird, solltest du den untenstehenden Button auf “nein” setzen.


Schritt 2: Allgemeine Profilinformationen bearbeiten


Profilbild und LinkedIn Hintergrund

LinkedIn ist nicht Facebook oder Instagram d.h. private Urlaubsfotos oder Fotos von der letzten Party sind hier absolut fehl am Platz! Dein Profilbild sollte genau wie bei einem Lebenslauf professionell aussehen und wenn möglich zu der Branche passen, in der du tätig sein möchtest. Wenn du in einem kreativen Beruf unterwegs bist, wäre ein Bild in Anzug oder Kostüm eher unglaubwürdig, dies eignet sich z.B. eher für Unternehmensberater. Wenn du kein ordentliches Foto besitzt, ist es empfehlenswert, ein Bewerbungsfoto von einem Fotografen machen zu lassen. Dies kannst du für sämtliche Bewerbungen (on- und offline) verwenden.

Neben dem Profilbild kannst du noch ein Hintergrundbild zu deinem Profil hinzufügen. Dies ist nur ratsam, wenn es dein Profil aufwertet. Wenn du z.B. als Graphik Designer arbeitest, kannst du schon hier zeigen, was du kannst und ein paar deiner Projekte vorstellen.

Name und Profil-Slogan

In einigen sozialen Netzwerken ist es üblich sich Nicknamen oder verkürzte Namen zu geben. Bei LinkedIn solltest du jedoch deinen vollen Namen (mit dem du dich auch bewerben würdest) angeben, damit dich potentielle Kontakte einfacherer identifizieren und sich mit dir vernetzen können. Zudem kannst du einen Profil-Slogan angeben, welcher in der Zeile unter deinem Namen erscheinen wird. Diese Möglichkeit solltest du definitiv nutzen, da dies den Besuchern deines Profils einen ersten Anhaltspunkt über deine aktuelle Situation gibt, d.h. du kannst z.B. deine aktuelle Position benennen. Du bist derzeit auf der Suche nach einem Job oder einem Praktikum? Auch dies kannst du in der ersten Zeile deines Profils anführen. Achte jedoch darauf keine vagen Formulierungen wie z.B. “auf der Suche nach einer neuen Herausforderung oder Abenteuer” sondern etwas Spezifisches wie z.B. “auf der Suche nach einer Junior Position im Online Marketing in Amsterdam” zu verwenden. So können Profilbesucher gleich einschätzen, ob sie dir eventuell persönlich weiterhelfen können oder nicht.

Aktuelle Position, Ausbildung und Branche

In diesem Bereichkannst du deine aktuelle Position angeben und/oder deinen Ausbildungsstand. Zudem kannst du die Industrie/ Branche angeben, in der du arbeiten möchtest oder sogar schon arbeitest.

Standort und Land

Des Weiteren ist es ratsam die Stadt bzw. Region anzugeben, in der du derzeit lebst. Natürlich ist dies kein Muss, denn du kannst später noch einstellen, ob du diese Information öffentlich teilen möchtest oder nicht. Wenn du derzeit auf der Suche nach einem Job in deiner Umgebung bist, empfehlen wir jedoch diese Information hinzuzufügen, da dies die Suche vereinfacht und LinkedIn dir somit auch passende Jobs in der Nähe vorschlagen kann.

Zusammenfassung

Dieser Bereich gibt dir die Möglichkeit eine kurze Beschreibung zu deiner Person zu hinterlegen. Diese sollte im Prinzip deine Stärken und deinen Werdegang zusammenfassen und dem Besucher einen kurzen Überblick geben, ohne vorher deine ganze Vita lesen zu müssen. Durch das Hinzufügen dieser Information kannst du dein Profil persönlicher gestalten. Beispielsweise könntest du erwähnen, was du besonders an deiner Arbeit im Bereich/ in der Branche XYZ gefällt, was dich motiviert und was du im Leben erreichen möchtest.

Mediadatei

Hier hast du die Möglichkeit externe Links zu deinem Profil hinzuzufügen. Dies solltest du natürlich nur tun, wenn die Links einen Mehrwert bieten, d.h. bitte keine Links zu privaten Social Media Profilen, denn deinen potentiellen Arbeitgeber, interessieren deine Urlaubsfotos herzlich wenig. Wenn du hingegen einen eigenen Blog oder eine eigene Website hast, solltest du dies an dieser Stelle erwähnen.



Schritt 3: Sichtbarkeitseinstellungen bearbeiten


Wenn du dein persönliches Profil besuchst, findest du auf der rechten Seite drei Kästen um dein Profil zu bearbeiten:

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Zuerst solltest du deine Sichtbarkeitseinstellungen überprüfen. Wenn du auf “Ihr öffentliches Profil bearbeiten” klickst, gelangst du auf folgende Seite:

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Es ist empfehlenswert, dein Profil öffentlich zu machen, um von Headhuntern, Personalern und Unternehmen allgemein gefunden werden zu können. Natürlich kannst du selbst entscheiden, welche Informationen du mit der Öffentlichkeit teilen willst und erhältst so bereits eine Profilvorschau, wie dein Profil für Personen aussieht, die nicht mit dir vernetzt sind. Wenn du z.B. nicht möchtest, dass dein Foto mit anderen geteilt wird, kannst du diese Information nur deinem Netzwerk zugänglich machen.

In der oberen rechten Ecke kannst du zudem den URL zu deinem LinkedIn Profil bearbeiten. Anstelle von Zahlen- und Buchstabensalat erhältst du einen klaren Link, welchen du z.B. in deinen Lebenslauf schreiben oder auf anderen Netzwerken bzw. in deiner E-Mail Signatur teilen kannst.


Schritt 4: Deinen Virtuellen Lebenslauf bearbeiten


Kontaktinformationen

Mit dem zweiten Stift Ikon, welches du auf der rechten Seite findest, kannst du deine Kontakt- und Persönlichen Informationen bearbeiten. Folgende Optionen und Funktionen kannst du hinzufügen:

    1. Website
    2. Telefonnummer
    3. Adresse
    4. E-Mail Adresse
    5. Instant Messenger z.B. Skype
    6. Geburtsdatum

Die fett markierten Informationen solltest du zu deinem Profil hinzufügen, da Unternehmen dich somit einfacherer kontaktieren können.


Neue Profilbereiche hinzufügen
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1. WERDEGANG

Hier kannst du detaillierte Informationen bezüglich deiner Berufserfahrung, deiner Ausbildung und deinen freiwilligen Tätigkeiten angeben. Gerade wenn du dich ehrenamtlich engagierst solltest du dies in deinem Profil vermerken. Wenn du für eine Bewerbung deinen echten Lebenslauf zusammenstellst, kannst du LinkedIn gut als Informationsquelle nutzen.

Berufserfahrung - diese Teilinformation kann den Stellentitel, den Firmennamen, den Einsatzort, den Zeitabschnitt und eine Zusammenfassung der einzelnen Tätigkeiten sowie Medialinks beinhalten. Hierbei geht es nicht darum zu beschreiben, was das Unternehmen an sich macht, sondern eher darum, welche Aufgaben du in deiner Funktion übernommen hast.

Ausbildung - an dieser Stelle kannst du Kurse angeben, die du belegt hast oder immer noch belegst. Für jeden Ausbildungsabschnitt solltest du die Einrichtung, den Abschluss, das Studienfach, die Abschlussnote, weitere Aktivitäten sowie Medialinks hinzufügen. Hierbei solltest du genau wie bei der Berufserfahrung auf Prägnanz achten und nicht um den heißen Brei herumreden.

Ehrenamtliche Erfahrung - dieser Profilbereich macht sich sehr gut in deinem Lebenslauf und sollte deshalb unbedingt hinzugefügt werden. Informationen, die du hier nennen kannst sind z.B. die Organisation für die du tätig bist, die Rolle, den Grund, die Zeitspanne und eine Zusammenfassung deiner Tätigkeit.

Doch wie sieht so eine Zusammenfassung für einen Profilbereich auf LinkedIn aus? Wir haben einmal ein Beispiel verfasst:

Mein erster Job beim größten europäischen Jobportal für Studenten, Absolventen und Young Professionals hatte großen Einfluss auf meinen weiteren beruflichen Werdegang und auf die Person, die ich heute bin. Bei StudentJob konnte ich Fähigkeiten wie Teamarbeit, Zeitmanagement und Disziplin entwickeln. Durch die große Verantwortung, welche mir für die Betreuung der Website sowie der Social Media Plattformen (Facebook, Twitter, Instagram) übertragen wurde, konnte ich diese Fähigkeiten weiter entwickeln. Meine Tätigkeit hat mir gezeigt, wie man ein Business erfolgreich online führt und welche Rolle ich in einem internationalen Unternehmen übernehmen kann. Besonders die analytische Seite im Online Marketing interessiert mich sehr, weshalb ich diesen Bereich und die dazugehörigen Kenntnisse auf meinem Bildungsweg weiter vertiefen werde.


2. KENNTNISSE

Wenn du Kenntnisse zu deinem Profil hinzufügst, können andere Kontakte diese Kenntnisse bestätigen und dich empfehlen. Dies zeigt, dass (ehemalige) Kollegen dir vertrauen und diese Kenntnisse wertschätzen. Zudem kannst du auch Kollegen empfehlen und deren Kenntnisse bestätigen. Erfahrungsgemäß werden sich deine Kontakte bei dir bedanken und deine Kenntnisse empfehlen, wenn du dies zuvor für sie auch getan hast. Das Bestätigen von Kenntnissen geht jedoch nur, wenn du mit dieser Person bereits vernetzt bist.

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3. QUALIFIKATIONEN UND AUSZEICHNUNGEN

Du bist stolz auf ein bestimmtes Projekt aus deiner Uni-Zeit oder etwas anderes was du erreicht hast? Hier kannst du es zeigen. Neben Projekten kannst du z.B. Auszeichnungen und Preise oder bestimmte Zertifikate und Diplome vermerken. Auch kannst du hier deine Sprachkenntnisse anführen, da Unternehmen heutzutage nach Kandidaten suchen, die mehrere Sprachen sprechen können.

Wenn du diesen einfachen Schritten folgst, bist du auf dem richtigen Weg zu einem perfekten LinkedIn Profil. Der nächste wichtige Schritt ist natürlich das Knüpfen von Kontakten und die Vergrößerung deines Netzwerkes, damit die Einladungen zu Job Interviews dir einfach zufliegen werden.

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Schritt 5: Das Beste aus deinem LinkedIn Auftritt herausholen


Du hast dir ein Profil angelegt und die ersten Einstellungen angepasst - und nun? Mit weiteren nützlichen Tipps wirst du ein aktives Profil in kürzester Zeit vorweisen können:

    1. Füge Kontakte zu deinem Netzwerk hinzu. Egal ob ehemalige Mitschüler, Kommilitonen oder sogar dein Mathematik-Professor. Es ist besonders einfach ein Netzwerk aufzubauen, wenn du bestimmte Personen bereits kennst. Natürlich könntest du auch Personen hinzufügen, die dir noch unbekannt sind, dir jedoch bei der Jobsuche behilflich sein könnten. Gerade bei der Kontaktaufnahme zu dir bisher unbekannten Leuten solltest du definitiv eine persönliche Nachricht verfassen und deine Gründe für die Anfrage erklären.
    2. Empfehle deine Kontakte und empfange Empfehlungen. Jede Empfehlung macht sich gut in deinem virtuellen Lebenslauf und dient potentiellen Arbeitgebern als Referenz und hilft bei der Einschätzung, warum du der perfekte Kandidat für diese Position bist.
    3. Schreibe Artikel oder Blogbeiträge über deine Lieblingsthemen. Dadurch kannst du dich mit Menschen gleicher Interessen vernetzen und dein Netzwerk erweitern. Dies gilt auch für die Mitgliedschaft in Gruppen bzw. Foren, in denen fleißig diskutiert werden kann.
    4. Folge interessanten Unternehmen. Dies ist eine kleine Geste, die besonders im Bewerbungsprozess einen guten Eindruck hinterlassen kann, da dies zeigt, dass du dich mit dem Unternehmen beschäftigst und immer auf dem neusten Stand sein willst.
    5. Lade potentielle Kontakte ein, sich mit dir zu vernetzen. Wenn du eine eigene Website hast oder unter jeder deiner E-Mails bereits eine Signatur steht, dann kannst du hier auch LinkedIn Badges einfügen. Diese Badges sind im Prinzip Buttons, die den Besucher per Klick auf dein Profil weiterleiten.

      LinkedIn Profil von Clara Müller anzeigen Profil von Clara Müller anzeigen

Mit deinem LinkedIn Profil hast du dir einen praktischen Online Lebenslauf angelegt. Halte diesen immer up-to-date, sodass du auf diese Informationen zugreifen kannst, wenn du einen echten Lebenslauf für deine Bewerbung schreibst. Auch wenn du derzeit noch studierst und nicht auf der Suche nach einer Festanstellung ist, ist es ratsam erste Kontakte zu knüpfen, von denen du später profitieren kannst.


Du hast bereits ein interessantes Stellenangebot online oder offline gefunden? Dann lies dir jetzt unsere Tipps zu den Themen Lebenslauf, Bewerbungsschreiben und Bewerbungsgespräch durch.


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