Einen Job in Spanien finden: Bewerbungstipps für das Ausland

Von Sophie S. am 07-11-2016 0 Kommentare | 309 Views

In den letzten Jahren hat sich Spanien nicht gerade als Primärziel für ausländische Arbeiter angeboten. Die Wirtschaftslage auf der Iberischen Halbinsel war eher schlecht und auch der Arbeitsmarkt war alles andere als gut. So wanderten hauptsächlich Menschen, die in der Tourismusbranche Fußfassen wollten nach Spanien aus. Dies hat sich allerdings durch die Wirtschaftsförderung der EU etwas gewandelt. Der Arbeitsmarkt erholt sich langsam aber stetig und bietet momentan sehr gute Voraussetzungen für Ausländer. Aus diesen Gründen zieht es immer mehr Deutsche nach Spanien um dort zu arbeiten.

Grundvoraussetzung für die Bewerbung in Spanien sind gute Kenntnisse der Sprache. Zwar wird in internationalen Unternehmen auch Englisch gesprochen, dies ist aber dennoch eher eine Ausnahme. So sollte jeder Bewerber über grundlegende Spanischkenntnisse verfügen und am besten, die Bewerbung auch auf Spanisch verfassen. Dies ist bei den größeren Unternehmen zwar nicht unbedingt notwendig, wird aber sehr gerne gesehen. Auch kulturell solltest du vorbereitet sein. Die Südeuropäer, speziell die Spanier ticken etwas anders. Dies kann dich und deine deutschen Tugenden zwar etwas auf die Probe stellen, wird aber, wenn du dich daran gewöhnt hast, dafür sorgen, dass der Arbeitsalltag entspannter verläuft als in Deutschland.

Ist der Entschluss gefasst, in Spanien einen Job zu suchen stellt sich dir die Frage, wo du Jobs findest, die für dich infrage kommen. Hier sollte du erst mal auf die üblichen Jobportale wie Kimeta, StudentJob, LinkedIn und weitere zugreifen, um einen Überblick zu erhalten. Es lohnt sich auch spezielle Orte ins Auge zu fassen, und sich dort gezielt zu bewerben. Neben den Metropolregionen Madrid und Barcelona bieten sich auch der Kleinstaat Gibraltar im Süden der Iberischen Halbinsel und die Costa Del Sol an. In Madrid sind hauptsächlich Banken und Telekommunikationsunternehmen ansässig, aber auch einige der größten spanischen Bauunternehmen sitzen hier, was dafür sorgt, dass der Arbeitsmarkt sehr ausgewogen ist und Jobs in den unterschiedlichsten Branchen zu finden sind. In Barcelona hingegen sind Unternehmen aus der Versorger- und der Verkehrsbranche heimisch. Wer in der Tourismusindustrie Arbeit sucht sollte sich auf die Costa del Sol konzentrieren. In Gibraltar haben sich große Technologie- und Finanzunternehmen aufgrund der hervorragenden Standortfaktoren angesiedelt. Vor allem britische Unternehmen sind in der kleinen Kronkolonie vertreten. Firmen wie bwin, die Sovereign Group und Transact 24 haben hier einen permanenten Firmensitz und sogar teilweise ihren Hauptsitz und sorgen für eine sehr gute Arbeitsmarktlage, vor allem für höher qualifizierte Arbeitskräfte.


Wie schon erwähnt, sind internationale und vor allem qualifizierte Arbeitskräfte gefragt. Dies gilt in erster Linie für Ingenieure in der High Tech Industrie. Während in Barcelona und Madrid viele Fachkräfte auf dem Dienstleistungssektor gesucht werden, sind es in Gibraltar die Webdesigner und Informatiker, die händeringend gebraucht werden. Natürlich sind auch immer Arbeiter in der Tourismusbranche gesucht. Diese ist für Deutsche interessant, da hier nicht unbedingt die spanische Sprache notwendig ist, allerdings handelt es sich meist um Saisonarbeit, die nicht so gut bezahlt wird, um davon das ganze Jahr leben zu können.

Zusammenfassend ist zu sagen, dass du bevor du dich für das Arbeiten in Spanien entscheidest, zunächst den Arbeitsmarkt prüfen musst, ob Arbeiter auf deinem Gebiet gefragt sind. Dann sollte man sich informieren, wo Zentren des gewünschten Arbeitsfeldes sind. Ist die spanische Sprache kein Problem, so kannst du dich einfach bewerben, da in der EU keine Visa oder sonstige Anträge nötig sind.


Sophie S. (21) Marketing-Studentin an der Hochschule Augsburg

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