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Bevor wir Näheres über euer Business erfahren, erzählt uns doch ein bisschen was über euch.


Lea und Josias, Mitte 20 und aus Köln, haben Adventsome gegründet und einen abwechslungsreichen, überraschenden Adventskalender konzipiert, der mit 20 Produkten von Start-ups und 4 Spenden an wohltätige Organisationen gefüllt ist. Die beiden befinden sich in den letzten Zügen ihres Studiums, Jura und BWL. Sie sind nicht nur Businesspartner, sondern auch „im echten Leben“ zusammen. Aus einer klassischen Pärchen-Situation entstand auch die Idee zu Adventsome.


Was ist eure lustigste Story, die euch im Zusammenhang mit eurem Business geschehen ist?


Die Adventsome-Garage-Story: Im ersten Jahr haben die zwei angefangen, die Adventskalender in ihrer 45qm Wohnung zu packen. Irgendwann war alles voll gestellt mit Produkten, die Kartons stapelten sich bis zur Decke. Als selbst der Küchentisch keinen Platz mehr in der Wohnung hatte und sie im Spätherbst mit Mütze und Winterjacke auf dem Balkon essen mussten, war klar: Jetzt wird's Zeit für ein Büro mit Lager!


Wie kam es dazu, dass ihr beide zusammen ein Business gestartet habt?


2017 haben wir uns gegenseitig Adventskalender gebastelt – die herkömmlichen waren uns zu langweilig und vorhersehbar. In Josias Kalender waren auch Start-up-Produkte enthalten. Die fand er am spannendsten, weil er sie noch nicht kannte! Schnell kam uns der Gedanke: Wie cool wäre es, wenn sich mehrere Start-ups zusammentun würden, sodass man im Advent jeden Tag etwas Neues entdecken könnte?


Wie entstand die Idee eines nachhaltigen Adventskalenders?


Egal was wir zwei machen würden – es wäre immer nachhaltig! Das ist einfach unsere Grundeinstellung. Wir finden es schade, dass man sich durch nachhaltiges Agieren so positiv abheben kann. Eigentlich sollte das doch selbstverständlich sein! Bei den meisten Adventskalendern fällt enorm viel sinnloser Müll an. Wir haben uns überlegt, wie wir das anders machen könnten. Unsere Lösung: Eine schöne, hochwertige Verpackung, die man auch nach den 24 Tagen weiter benutzen will. Dieses Jahr ist es eine Magnetverschlussbox.


Was waren eure ersten Schritte?


Wir haben zunächst viel mit unserem Umfeld gesprochen. Dabei haben wir gemerkt, wo das Konzept noch hakt und ob die Idee etwas ist, das nicht nur uns Herzklopfen bereitet! Feedback und Brainstorming bringt einen gerade am Anfang enorm voran!
Danach haben wir nach Start-ups recherchiert und sie angerufen, um sie zum Mitmachen zu begeistern. Fast alle waren sofort dabei, das hat uns natürlich weiter motiviert!


Wie wählt ihr die Produkte aus?


Die Geschenke müssen immer etwas Besonderes sein, qualitativ hochwertig und möglichst nachhaltig! Unser Motto bei der Auswahl ist: Worüber würden wir uns selbst richtig freuen? Wir recherchieren viel im Internet und gehen auf Start-up-Events und Messen, um die coolsten neuen Produkte kennenzulernen!

 

Konntet ihr euer erlerntes Wissen vom Studium erfolgreich anwenden?


Josias Marketing-Kenntnisse waren für uns sehr hilfreich und dank Leas Jurastudium konnten wir AGB, Verträge etc. einfach selbst schreiben. Das hat vieles leichter gemacht!

Bekommt ihr Unterstützung von der Universität/Familie?


Mit Leas Mutter haben wir im letzten Jahr, als wir die über 12.000 Geschenke selbst per Hand verpackt haben, nächtelange Einpack-Sessions veranstaltet! Auch ansonsten supporten unsere Familien uns sehr und machen fleißig Werbung!
Die Unis bieten auch tolle Unterstützung für Start-ups an. Wir können Gründer*innen nur empfehlen, sich da mal zu informieren. An Josias Hochschule, der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg, gibt es z.B. das Centrum für Entrepreneurship, Innovation und Mittelstand als wissenschaftlichen Partner für die Gründung! Bei einem vom CENTIM ausgerichteten Pitch-Wettbewerb haben wir ein persönliches Coaching bei DeinSchrank.de gewonnen, was uns sehr weiter gebracht hat.


Wie managt ihr Studium, Business und euer Sozialleben?


Was gut hilft: To-do-Listen, um sich nicht zu verzetteln und das Festlegen von Time Slots für bestimmte Aufgaben! Innerhalb dieser lassen wir uns dann auch nicht von Mails ablenken etc. So schafft man einfach mehr – und hat dann auch irgendwann frei, um sich mit Freunden zu treffen.


Was waren eure größten Herausforderungen?


Es gab gerade anfangs super viel, wovon wir einfach keine Ahnung hatten. Die Website zu erstellen war z.B. ein Riesending. Außerdem ist der Adventskalender sehr fehleranfällig, weil so viele Partner, Dienstleister und Hersteller hineinspielen. Die Organisation muss hier sitzen!


Wie und was habt ihr daraus für die Zukunft gelernt?


Dass wir uns alles zutrauen dürfen. Man wächst wirklich an seinen Aufgaben, Learning by Doing ist das Stichwort! Und selbst, wenn mal was ordentlich schief geht: Dann nehmen wir eine neue Erfahrung mit und sind hinterher schlauer!


Was war euer größtes Erfolgserlebnis?


Es war der Wahnsinn, als wir 2018 schon im Oktober ausverkauft waren! Danach erreichten uns täglich verzweifelte Mails von Kunden*innen, die zu spät dran waren. Wenige Monate vorher wussten wir noch nicht mal, ob überhaupt jemand unseren Adventskalender kaufen würde. Auch 2019 sind wir jetzt schon wieder auf dem besten Weg, weit vor dem 1.12 ausverkauft zu sein!


Welche Ratschläge habt ihr für angehende Gründer*innen?


Bleibt immer neugierig, tauscht euch mit anderen aus und habt Spaß!

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